Erstausstattung - was braucht das Baby?

Schwangerschaft

Erstausstattung - was braucht das Baby?

Was braucht dein Baby in den ersten Monaten unbedingt? Worauf kommt es an? Die Antworten von Kinderwagen bis Kleidung gibt es hier.

Von Woche zu Woche steigt die Vorfreude auf das Baby. Damit auch alles für den lang erwarteten Familienzuwachs bereit ist, solltest du dich schon vorzeitig um das "Baby-Starterpaket" kümmern. Unser Ratgeber hilft dir dabei, den Überblick zu behalten und alles Wichtige für die Erstausstattung auf die Einkaufsliste zu setzen. 

Ein Tipp vorweg: Du musst nicht alle Teile neu kaufen. Frage am besten zunächst in deinem Freundes- und Familienkreis nach. Viele Teile der Baby-Erstausstattung benötigst du wirklich nur wenige Wochen. Aus der ersten Garderobe sind Neugeborene sehr schnell herausgewachsen. Alles neu anzuschaffen muss also nicht zwingend sein. Vermutlich wirst du auch eine Menge neuer und hochwertiger Artikel für die Erstausstattung geschenkt bekommen. Um zu vermeiden, dass du bald alles doppelt hast, solltest du deine Wünsche rechtzeitig äußern. Bei Baby-Fachgeschäften oder Online-Shops kannst du sogar, ähnlich wie vor einer Hochzeit, eine Wunschliste für die Babyausstattung zusammenstellen.

Die richtige Babykleidung

Ganz wichtig bei Babykleidung ist, dass sie die Haut atmen lässt und die Wärmeregulierung unterstützt. Am besten eignen sich deshalb dafür Naturfasern wie Baumwolle, Wolle und Seide. Wolle und Seide nehmen den Schweiß gut auf, ohne sich feucht anzufühlen, während Baumwolle besonders strapazierfähig und robust ist. Gar nicht für Babykleidung geeignet sind Kunstfaserstoffe, da sie nicht luftdurchlässig genug sind und die Hitze stauen. Besonders empfehlenswert sind daher Bio-Materialien.

Auf jeden Fall solltest du darauf achten, dass die Babykleidung bei hohen Temperaturen gewaschen werden darf und trocknerbeständig ist. Zwar verträgt weiße Wäsche den Kochwaschgang besser und macht dadurch auch häufiges Waschen problemlos mit, ist aber kein absolutes Muss. Allerdings solltest du bedenken, dass Kleidung mit kräftiger Farbe auch stärker chemikalienbelastet ist, da bei ihr mehr Farbstoffe zur Einfärbung verwendet werden. Als Unterwäsche sind daher weiße Bodys zu empfehlen.

Ist größer auch besser?

Babykleidung lieber ein bisschen zu groß kaufen - diese Empfehlung stimmt nur bedingt. In der Regel haben Babys zu Anfang Kleidergröße 56. Hier darfst du schon zu locker sitzenden Stücken greifen, da das Baby sehr schnell hinein wachsen wird. Spätestens wenn es aber anfängt, sich vermehrt zu bewegen, sollte die Kleidung richtig sitzen. Zu weite Babyanzüge oder Bodys stören beim Strampeln, und das Baby könnte mit seinen Händen und Fingern in zu langen Ärmeln hängen bleiben. Für nachts ist die beste Kombi ein Baumwollstrampler und ein Baby-Schlafsack. Viele Eltern neigen allerdings aus Fürsorge dazu, ihr Baby besonders warm einzupacken. Tatsächlich ist das aber weder gesund, noch angenehm für dein Baby. Vor allem nachts darf das Kleine nicht zu sehr eingemummelt werden, um das Risiko einer Überhitzung zu vermeiden.

Kinderwagen und/oder Tragetuch?

Wenn das Baby endlich zum ersten Mal nach Hause darf, ist das für alle ein aufregender Moment. Damit die Fahrt auch alle sicher überstehen, solltest du schon vor der Geburt eine Baby-Schale fürs Auto besorgen. In dieser ist das Baby gut geschützt, sogar vor einem seitlichen Aufprall. Wichtig: der Sitz sollte ausreichend verstellbar sein und einen atmungsaktiven, waschbaren Bezug haben. Am besten informierst du dich direkt im Fachgeschäft, damit du das für euch passende Modell findest. Auch auf vier Rädern, aber nur mit einer Mama- oder Papa-Stärke unterwegs, ist dein Baby auch schon in den ersten Monaten mit dem Kinderwagen. Mit diesem Baby-Mobil wirst du bald täglich zu tun haben. Überdenke also die Anschaffung sorgfältig! Sprich mit Bekannten über deren Erfahrungen, wirf einen Blick in Testzeitschriften und werde dir über deine Bedürfnisse klar: Brauchst du einen Kinderwagen fürs Baby, der auch für Feldwege taugt? Dann solltest du ein robustes Modell mit profilierten Reifen wählen. Für Ausfahrten mit dem Baby in der Stadt hingegen ist ein leichter, wendiger Wagen geeigneter. Bedenke, dass hier häufig Stufen und Rolltreppen zu überwinden sind. Vor dem Kauf solltest du den Kinderwagen unbedingt ausprobieren. Achte dabei darauf, wie gut sich das Modell zusammenklappen lässt. An einem Kinderwagen fürs Baby, den du nicht in den Kofferraum bekommst, wirst du wenig Freude haben.

Tragetücher: ganz nah bei Mama

Eine andere Möglichkeit, das Baby immer - und vor allem ganz nah - bei sich zu haben, ist ein Tragetuch. So manches Baby fühlt sich darin am Anfang ohnehin viel wohler als allein im Kinderwagen. Es lohnt sich, ein solches Tuch fürs Baby schon vor der Geburt anzuschaffen: In der "Wiegehaltung" kann das Baby ab dem ersten Tag damit getragen werden. Richtig gebunden ist das Tragetuch die beste Art, das Baby zu transportieren. Alle Infos und Binde-Anleitungen gibt's hier.

Auch bei der Baby-Kleidung für die Ausfahrt neigen Eltern zur Überfürsorge. In der ersten Zeit sollte euer Baby draußen aber auf jeden Fall eine Mütze tragen - und das nicht nur im Winter. Denn das Baby hat noch einen vergleichsweise großen Kopf, über den sehr viel Wärme verloren geht. Bei Jacken und Anzügen für draußen solltest du vor allem darauf achten, dass sie aus weichem, atmungsaktiven Material sind. Und besser besorgst du mehrere dünne Decken fürs Baby als eine dicke - so bist du flexibel. Allzu warmes Einmummeln macht das Baby anfällig für Erkältungen.

Pflege-Produkte für die Erstausstattung

In den ersten Wochen nach der Geburt ist die Baby-Haut noch sehr empfindlich, daher brauchen Sie auch noch keine speziellen Pflege-Produkte. Warmes Wasser reicht zum Waschen zunächst aus. Für später sind vor allem eine Baby-Wanne und das richtige "Windel-Equipment" wichtig.

Für die Baby-Pflege brauchen Sie kein zigteiliges Zubehörset - im Gegenteil: In den ersten Wochen ist das Baby noch derart empfindlich, dass Einflüsse von außen oft mehr schaden als nützen. Beim Besorgen der Erstausstattung können Sie also getrost Spezialshampoos, Waschlotionen oder Cremes erst einmal im Regal stehen lassen. Viel wichtiger ist die Sorgfalt bei der Pflege des Babys. Und natürlich, dass das wenige Zubehör in der Erstausstattung auch wirklich zu den Bedürfnissen Ihres Babys passt.

Die Wanne ist voll: Badespaß für das Baby

Ein Baby muss nicht von Anfang an gebadet werden, erst ab etwa der sechsten Woche. Besorgen Sie trotzdem schon mal die passende Ausrüstung. Empfehlenswert ist die Anschaffung einer Badewanne fürs Baby. Viele Eltern kommen auch aber auch gut damit zurecht, ihr Baby erst mal im Waschbecken zu baden. Andere setzen inzwischen auf die sogenannten Badetöpfe. Das Baby fühlt sich in ihnen besonders wohl, weil sie eine embryonale Haltung fördern und so Geborgenheit signalisieren. Allerdings sind die genialen Töpfchen schon nach wenigen Wochen zu klein für das Baby. Überlegen Sie also gut, ob diese Ausgabe sich wirklich lohnt. Ansonsten benötigen Sie nur noch ein Badethermometer und einige große Handtücher. Zum Beispiel auch Kapuzenhandtücher, mit denen das Köpfchen immer gut eingepackt bleibt.
Im Alltag werden Sie Ihr Kind häufiger waschen als baden, ein guter Platz dafür ist der Wickeltisch. Damit das Baby beim Waschen und beim Wickeln nicht auskühlt, sollte hier eine Wärmelampe hängen. Gewaschen wird mit einem Waschlappen oder Waschhandschuh.
Hat Ihr Baby einen wunden Po, kann eine extra Portion Pflege der Haut gut tuen. Besonders eignen sich dafür sanfte Cremes mit Calendula oder auch die gute alte Penatencreme. Natürliche Hilfe bietet aber auch Heilwolle. Sie wird einfach mit in die Windel gegeben und pflegt den Baby Po durch ihren hohen Gehalt an dem Wollfett Lanolin. Heilwolle kann übrigens auch bei entzündeten Brustwarzen lindernd wirken!

Das "Windel-Equipment"

Da Sie im Normalfall nicht viel zum Windelnwechseln brauchen, ist eine spezielle Wickeltasche eigentlich nicht vonnöten. Im Prinzip ist jedes Behältnis geeignet, in das ein paar frische Windeln und ein Einmal-Waschlappen passt. Spezielle Windeltaschen haben jedoch den Vorteil, dass sie innen mehrere Taschen haben, so dass alles seinen festen Platz hat und nicht in der Tasche umherpurzelt. Als mobile Wickelunterlage für das Baby taugt ein Tuch aus Frottee oder Molton.Das Babyzimmer können Sie ruhig schon während Ihrer Schwangerschaft fertig einrichten. Dann ist auch alles an seinem Platz wenn der Nachwuchs endlich da ist. Für den Wickelplatz sollten Sie darauf achten, dass er mindestens 70 cm tief und 80 cm breit ist. Eine Polsterung macht es für das Baby noch angenehmer sauber gemacht zu werden. Ihrem Rücken zu liebe sollte der Wickeltisch mindesten hüfthoch sein. Richtige Wickelkommoden sind daher ideal.
Wichtig: eine gute Beleuchtung, die das Baby nicht blendet. Eine Wärmelampe schützt das Baby vor dem Auskühlen. Und vergessen Sie Wäschekorb und Windeleimer nicht!

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