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Neugeborenes baden: Tipps von der Hebamme für schöne Bademomente

Neugeborenes baden: Tipps von der Hebamme für schöne Bademomente

Baden mit Baby

Ein Neugeborenes baden ist für viele Eltern sehr aufregend. Denn wir fühlen uns mit all dem Neuen, was das Leben mit Baby so bereit hält streckenweise ganz schön überfordert. Aber keine Angst, eigentlich könnt ihr wenig falsch machen.

Wann darf ein Neugeborenes baden?

"Wenn der Nabelschnurrest komplett abgefallen ist und der Bauchnabel verheilt ist, könnt ihr ein Neugeborenes baden." Das sagt Hebamme Lena Maurer. Und die muss es wissen, denn sie besucht im Jahr so viele Neugeborene bei ihren Familien zu Hause und erlebt immer wieder ganz aufgeregte Eltern.

Es gibt keine bestimmte Tageszeit, bei der das Baden eines so jungen Babys besonders angeraten ist. Oft wird das Baden des jüngsten Familienmitglied als ein gemeinschaftliches Ritual zelebiert, deswegen findet es oft abends statt. Aber prinzipiell ist jede Tageszeit die Richtige.

Mit was sollte ein Neugeborenes baden?

"Einfach nur mit Wasser. Das reicht vollkommen aus", sagt Hebamme Lena Maurer. Ihr braucht kein Schaumbad und auch keine besonderen Badezusätze. Lena hat noch einen Tipp für euch: "Wenn ihr ein bisschen Muttermilch übrig habt, dann könnt ihr die gern ins Wasser geben."

Aber macht euch bitte keinen Stress, das erste Baden des Säuglings findet ja noch im Wochenbett statt. Wenn ihr da keine Muttermilch übrig habt, dann muss das auch nicht ins Wasser rein. Keine Mama muss sich deswegen Sorgen machen, wenn eben nicht ein paar Tropfen davon im Badewasser landen. Wenn ihr aber mit reichlich Milch gesegnet seid, dann schadet es eben auch als Badezutat nicht.

Wie sollte ein Neugeborenes baden?

Setzt nie ein schreiendes Baby ins Wasser. Das sorgt nur dafür, dass Baden mit negativen Erfahrungen gleich gesetzt wird. Ansonsten ist es vollkommen egal, ob ihr euer Neugeborenes in der großen Badewanne, in einem Badeeimer, in einer Babybadewanne oder im Waschbecken badet.

In aller Regel begleitet eure Hebamme das erste Baden und gibt euch wertvolle Tipps, wie ihr das Köpfchen halten solltet. Das ist wichtig, damit euer Baby nicht untertaucht und sich erschreckt. Wenn es doch passiert ist der Schrecken bei Eltern und Kind erst mal groß, aber in der Regel reagiert ihr so flott, dass nichts passieren wird.

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Warum ein Neugeborenes nicht baden?

Es gibt tatsächlich Gründe, die gegen ein Bad sprechen. Der wohl einleuchtenste: Wenn euer Baby krank ist, sollte es nicht baden. Das kann sein, wenn es verschnupft ist, oder auch eine Augenentzündung sein. Wenn ihr das Gefühl habt, euer kleiner Schatz fühlt sich gerade überhaupt nicht wohl, dann müsst ihr kein Bad einlassen.

Ein Neugeborenes darf auch dann nicht baden, wenn der Nabel noch nicht vollständig abgeheilt ist.

Wie oft sollte ein Neugeborenes baden?

Weniger oft als ihr glaubt. Ihr dürft nicht vergessen, erinnert Hebamme Lena Maurer, "die Babys sind ja nicht dreckig. Man sollte nur einmal die Woche baden, weil es die Haut angreift. Das Wasser zerstört den PH-Wert der Haut." Natürlich müsst ihr darauf achten. dass die Hautfalten sauber sind und auch hinter den Ohren solltet ihr immer wieder schauen und euren Nachwuchs säubern.

Das sind die Hautstellen, an denen oft überschüssige Mutter- oder Premilch landet. Entweder, weil bei einem großen Milchspendereflex der Mund des Neugeborenen im wahrsten Sinne überläuft, oder weil beim anschließenden Kuscheln Milch wieder aus eurem Kind heraus läuft. Es ist aber nicht nötig, euer Kind deswegen jeden Tag zu baden. Ein feuchter Lappen reicht vollkommen aus, um den Nachwuchs zu säubern.

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Welche Wassertemperatur um ein Neugeborenes zu baden?

Am besten sind körperwarme Temperaturen zwischen 36 und 37 Grad Celsius. So warm, wie es eben auch in eurem Bauch war. Im Zweifelsfall lieber etwas kühler als über 37 Grad Celsius. Weil der kleine Körper schnell auskühlt, darf es aber auch nicht zu kalt sein. Das Wasser sollte aber auch nicht zu heiß sein.

Auch wenn sich die Temperatur für euch noch angenehm anfühlt, kann es für euer Neugeborenes zu heiß sein. Sie sind sehr empfindlich. Am besten, ihr testet die Wassertemperatur mit der Innenseite eures Unterarms, denn hier ist eure Haut sehr dünn und ihr könnt besser fühlen, wie warm oder kalt das Wasser wirklich ist.

Geliebtes Ritual

Vermutlich haben wir alle in der Schwangerschaft diese Idee, wie es denn sein wird, wenn das Baby erst auf der Welt ist und wir es jeden Abend sanft baden, es dann in den Schlafanzug stecken und es friedlich einschläft. Wir lesen, dass Baden ein gutes Ritual ist, um den Tag zu beschließen. Gern wird in der Werbung auch der ein oder andere Badezusatz für Babys beworben. Und nun lest ihr hier, dass die Wahrheit irgendwie ganz anders aussieht.

Aber es stimmt, Babys brauchen kein tägliches Baderitual. Und sie brauchen auch keine Zusätze, damit sie besonders gut duften. Denn am besten riechen sie doch, wenn sie nach sich selbst riechen (ok, mit der Einschränkung, dass sie gerade nicht in die Windel gemacht haben).

Meine Erfahrung

Beim ersten Kind war natürlich auch ich total aufgeregt, als es ans erste Baden vom Baby ging. Wir hatten zur Geburt einen Badeeimer geschenkt bekommen und ich hatte mir da Wunder was ausgemalt. Die Hebamme kam, betrachtete kritisch unseren Eimer und legte das Baby in die Wanne. Es war total unaufregend und ich hab diese Aufgabe gern an meinen Mann abgegeben.

"Baden ist das Stillen des Papas" hat meine Hebamme immer gesagt. Und zumindest mein Mann hatte beim Baden der Kinder immer viel Spaß. Aber so richtig lustig wurde es eigentlich erst später als sie eben auch schon mobiler waren. Heute wünsche ich mir bei der wilden Rasselbande hier Zuhause manchmal doch die Ruhe der ersten Zeit zurück.

Ich hatte ja keine Ahnung, wie viel Wasser drei Kinder so neben der Badewanne verplempern können.

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / Halfpoint

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