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Blähungen beim Baby: Schnelle Hilfe für kleine Aua-Bäuchlein

Quälende Luft

Blähungen beim Baby: Schnelle Hilfe für kleine Aua-Bäuchlein

Euer Baby leidet unter Blähungen? Damit ist der kleine Wurm nicht alleine. Mehr als ein Drittel aller Säuglinge hat Probleme damit. Aber warum bekommen schon die Kleinsten Blähungen und wie könnt ihr in solchen Situationen helfen?

Babys mit Bauchweh und Luft im Bäuchlein sind meistens ansonsten gesund, sie trinken und entwickeln sich gut. Wenn eben nur nicht die Schmerzen wären. Vermutet wird, dass der winzige Magen-Darm-Trakt der Säuglinge in den ersten Lebensmonaten, vor allem im ersten Vierteljahr, noch sehr empfindlich ist und daher auf jeden neuen Reiz übersensibel reagiert.

Was verursacht Blähungen bei Babys?

Blähungen entstehen, weil sich im Magen-Darm-Trakt durch Ab- und Umbauprozesse beim Verarbeiten der Nahrung verschiedene Gase bilden. Die besondere Empfindlichkeit des kleinen Babybauch-Inneren ist das Eine. Es gibt daneben aber auch noch einige andere Faktoren, die zu Bauchkrämpfen führen können:

  1. Einige Enzyme sind bei Säuglingen nach der Geburt noch nicht vollständig funktionsfähig, wie beispielsweise das Enzym, das den Milchzucker spaltet.
  2. Teilweise sind ihre Organfunktionen noch nicht ganz ausgereift.
  3. Der Stoffwechsel funktioniert noch nicht so wie bei Erwachsenen.
  4. Probleme im häuslichen Umfeld: Stress, Unruhe, Spannungen, Eltern-Kind-Probleme können sich ebenfalls negativ auf den Magen-Darm-Trakt des Baby auswirken.
  5. Zu viel Luft im Bauch: Babys schlucken beim Saugen viel Luft, die bei der Verdauung zu Schaumbildung im Bauch führt.

Wie erkenne ich, dass mein Baby Blähungen hat?

Schreibabys verschlucken meist besonders viel Luft und können dadurch vermehrt unter Blähungen und Koliken leiden. Wann es wieder soweit ist, dass euer Kind unter Bauchschmerzen und Blähungen leidet, könnt ihr es an seinem Verhalten ablesen.

Mögliche Anzeichen für Bauchschmerzen und Blähungen:

  • Euer Baby zieht seine Beinchen stark an, oft gefolgt von ruckartigem Ausstrecken.
  • Sein Bauch ist sehr gespannt und die Bauchdecke fühlt sich extrem hart an.
  • Ihr merkt, dass Luft entweicht.
  • Es weint laut oder schreit viel.

Was kann man machen, wenn Babys Bauchschmerzen haben?

Wenn sich euer Nachwuchs ständig unwohl fühlt und Schmerzen hat, ist das für die ganze Familie eine belastende Situation. Man will helfen, kann aber kaum. Denn ein wirkliches Allheilmittel gibt es nicht. Hier gilt: Probieren geht über studieren. Es gibt ein paar Mittel, die vielleicht helfen können.

7 Tipps gegen Babys Bauchweh:

  • Fliegergriff: Wohltuend wirkt das Umhertragen in der Fliegerstellung, wenn das Baby bäuchlings auf dem Unterarm liegt, sein Kopf gestützt in eurer Hand. Die gestaute Luft kann so besser abgehen.
  • Entkrampfende Gymnastik: Winkelt die Babybeinchen leicht an und schiebt sie 10 bis 15 Mal sanft in Richtung Oberkörper.
  • Bauchmassagen: Beruhigend ist auch immer eine sanfte Babymassage, besonders mit mildem Baby-Massageöl, z. B. Weleda Bäuchlein-Massageöl über Amazon für 9,50 €. Lasst eure Finger langsam und sacht im Uhrzeigersinn um den Bauchnabel kreisen. Dabei lösen sich eventuell festsitzende Gasblasen, und auch der Stuhlgang wird schon in die richtige Richtung transportiert.
  • Kümmelzäpfchen: Kümmel ist ein echtes Hausmittel und schon lange für seine beruhigende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden und auf die Muskulatur im Verdauungstrakt bekannt.
  • Wärme: Ein warmes Bad, ein warmes Kirschkernkissen (z. B. Mein kleiner Wärmefreund von Grünspecht über Amazon ab 10,70 €) oder ein Wärmegürtel (z. B. von Babyjem über Amazon für 14,95 €.) können beim Entkrampfen helfen.
  • Anis- und Fencheltee: Zur inneren Beruhigung kann es helfen, wenn ihr eurem Kind Kind ein wenig lauwarmen Anis- oder Fencheltee, z. B. JoviTea Baby Bauch Bio-Tee über Amazon für 11,99 €, verabreicht.
  • Zum Schluss und doch nicht zuletzt: Vor allem eure Nähe tröstet und beruhigt euer Baby, wenn es Schmerzen hat.

Es gibt auch apothekenpflichtige Medikamente, die z. B. die Schaumbläschen im Babydarm reduzieren. Holt euch dazu Rat in der Apotheke und zögert sowieso nicht damit, zum Kinderarzt, zur Kinderärztin oder zur Hebamme zu gehen, wenn ihr das Gefühl habt, dass die Maßnahmen bei eurem Wonneproppen nicht die Beschwerden lindern können.

Was bläht Babys beim Stillen und Füttern?

Gerade bei den Mahlzeiten kann schnell zu viel quälende Luft in Babys Bauch gelangen. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Mal ist das Würmchen vielleicht vor Hunger zu aufgeregt und verschluckt beim Trinken zu viel Luft. Oder beim Stillen klappt es noch nicht so mit der Saugtechnik. Umso wichtiger folgende Dinge zu beachten:

  • Nehmt euch Zeit bei den Mahlzeiten und lasst das Baby in einer ruhigen Umgebung trinken, damit es sich ganz drauf konzentrieren kann.
  • Legt öfters eine Pause zum Aufstoßen für ein Bäuerchen ein.
  • Achtet darauf, dass eure kleine Raupe Nimmersatt die Brustwarze oder den Sauger gut mit dem Mund umschließt.
  • Bei Flaschenbabys: Wartet mit dem Füttern, bis sich der Schaum vom Schütteln bei der Zubereitung gesetzt hat. Und rührt die Milch genau wie auf der Anweisung des Herstellers entsprechend an. Zu viel Pulver kann auch zu Verdauungsschwierigkeiten führen.
  • Stillmamas könne gerne Stilltees wie Anis-Fenchel-Kümmel-Tee ausprobieren.
Bildquelle: Getty Images Plus/iStock/LeManna

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