Stillen & Fläschchen im Wechsel: 2-Milch-Ernährung

Stillen

Stillen & Fläschchen im Wechsel: 2-Milch-Ernährung

Stillen und Flaschennahrung - diese Kombination ist eine praktische Alternative zum Abstillen, wenn Mama ein bisschen mehr Freiheit möchte oder zu wenig Milch hat. Wir zeigen Ihnen, wie die 2-Milch-Ernährung funktioniert und was Sie bei der sogenannten Zwiemilch beachten müssen.

Stillen mit Brust und Flasche

Es muss zum Glück nicht zwangsläufig den Abschied von der Brust bedeuten, wenn die Mama (oder natürlich der Papa!) das Baby zeitweise auch mit dem Fläschchen füttern. Viele Babys kommen mit einer Mischung aus Brust- und Flaschenmahlzeit gut zurecht.

Das eine tun - und dabei das andere nicht lassen: Zwiemilch für Babys

"2-Milch-Ernährung“ - auch Zwiemilch genannt - ist eine gute Alternative zum ausschließlichen Stillen oder zum Abstillen, wenn:
• das Baby nicht ausreichend zunimmt,
• die Mutter nicht ausreichend Milch bildet,
• die Mutter schnell wieder in den Beruf einsteigt,
• die Mutter nicht in der Öffentlichkeit stillen will,
• der Vater beim Füttern mehr eingebunden sein soll,
• die Mutter ein bisschen flexibler sein möchte.

Gut zu wissen für die Kombination Fläschchen & Stillen

➤ Starten Sie nicht zu früh mit dem Zufüttern mit dem Fläschchen, um Ihr Baby nicht unnötig zu verwirren. Nach ungefähr acht Wochen sind Ihr Baby und Sie ein gut eingespieltes Team, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihrem Kind zusätzlich zur Brust das Fläschchen anzubieten.
➤ Die beste Nahrung zum Zufüttern ist Pre-Säuglingsmilch, weil sie der Muttermilch am ähnlichsten ist und ebenfalls ganz nach Bedarf gefüttert werden kann.
➤ Legen Sie Ihr Baby aber immer zuerst an der Brust an. Das Fläschchen bekommt das Baby erst, wenn die Brustmahlzeit beendet ist.
➤ Bei den Saugern für das Fläschchen sind solche am besten, die möglichst brustähnlich sind und einen breiten Saugansatz haben, bei dem das Baby keinen "Spitzmund" formen muss. So kommt es am wenigsten zur Saugverwirrung. Das Loch sollte außerdem möglichst klein sein, damit sich das Baby auch bei der Flasche richtig anstrengen muss. Wenn es da zu leicht an die Milch kommt, verweigert es möglicherweise die etwas mühsamere Brustmahlzeit.
➤ Füttern Sie nicht zu viel Milch zu, da sonst die Gefahr besteht, dass Ihr Körper die Milchproduktion so stark verringert, dass Ihr Baby an Ihrer Brust nicht mehr satt wird.
➤ Wenn Ihr Baby das Fläschchen ablehnt, lassen Sie sich nicht zu schnell frustrieren. Der Versuch, den Sauger zu wechseln, ist oft schon die Lösung des Problems. Auch einen Versuch wert: Abgepumpte Muttermilch füttern. So ist nur das Fläschchen neu - die Milch schmeckt dafür wie immer. Wenn Ihr Partner das Füttern mit dem Fläschchen übernimmt, ist der Erfolg meist auch größer. Ihren Geruch bringt Ihr Baby automatisch mit Muttermilch in Verbindung - den Ihres Partners nicht.

Babyfläschchen: 8 Fragen und Antworten

Babyfläschchen: 8 Fragen und Antworten
Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Wichtig: Absprache mit der Hebamme

Wenn Sie über die Kombination Stillen und Fläschchennahrung nachdenken, sprechen Sie sich ruhig vorher mit Ihrer Hebamme oder Stillberaterin ab, die Ihnen mit weiteren Tipps weiterhelfen kann. Das zusätzliche Fläschchen kann nämlich auch die erfolgreiche Teamarbeit zwischen Mutter und Kind gefährden und das Baby verwirren. Wenn Sie Angst haben, dass Ihr Baby nicht satt wird, sprechen Sie bitte ebenfalls den Kinderarzt oder die Hebamme an. In den meisten Fällen hat die Mutter nur kurzfristig zu wenig Milch, etwa bei großem Stress oder einem Wachstumsschub des Babys. Deshalb sollte das Kleine immer erst so oft wie möglich angelegt werden, damit sich die Milchmenge dem höheren Bedarf anpassen kann. Und das braucht seine Zeit. Wenn das Baby nicht satt wird, zeigt es das deutlich: Wenn es 20 Minuten kräftig gesaugt hat und danach immer noch die Händchen in den Mund steckt, hat es eindeutig Hunger.

10 Probleme beim Stillen und wie du sie löst

10 Probleme beim Stillen und wie du sie löst
Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Fazit:Getreu dem Motto "Das eine tun - und das andere nicht lassen" kann 2-Milch-Ernährung bei Mutter und Kind durchaus zum Happy End führen. Zumindest, wenn Sie ein paar Tipps beachten. Wenn andere Mütter oder Ihre Hebamme Ihren Wunsch, Ihr Baby mit Zwiemilch zu ernähren, kritisch betrachten, lassen Sie sich dadurch nicht draus bringen.

Bildquelle:

iStock

Galerien

Lies auch

Teste dich