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Milchproduktion anregen: 7 Tipps für mehr Muttermilch

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Milchproduktion anregen: 7 Tipps für mehr Muttermilch

Damit es beim Stillen nicht zum Stillstand kommt, ist das hier besonders wichtig: die Milchproduktion anregen. Was hilft für mehr Muttermilch?

Nicht alle Mamas sind damit "gesegnet", dass die selber produzierte Milch für das Baby wie am Fließband kommt. Für viele ist erst mal der wichtigste Schritt, eine Stillbeziehung aufzubauen. Mit einfachen Tipps und Tricks kannst du der Natur auch etwas auf die Sprünge helfen. Und natürlich ist deine Nachsorgehebamme oder auch eine Stillberatung immer der richtige Ansprechpartner für alle Stillfragen.

Milchproduktion anregen: Aus weniger wird mehr

1. Pump it, Baby!

Es klingt zunächst vielleicht komisch, aber dann auch logisch. Damit die Brust voller Muttermilch ist, muss sie zunächst komplett entleert werden. Denn nur durch die Nachfrage steigt das Angebot und der Körper bekommt das Signal, mehr Muttermilch zu produzieren. Und das lässt sich auch mit einer Milchpumpe anregen, z. B. einer elektronischen Doppelpumpe wie die elektrische Milchpumpe Swing Maxi Flex von Medela über Amazon für ca. 190 €.  Ein vorübergehendes und beidseitiges Abpumpen nach jeder Stilleinheit hilft dir zu einer höheren Milchentnahme. Auch eine sanfte Brustmassage während des Abpumpens hat eine produktive Wirkung. Absolute Priorität: Sei dabei entspannt und hab Ruhe. Setz dich dafür alleine in einen Raum, höre chillige Musik, trinke und esse eine Kleinigkeit dabei oder mach einfach die Augen zu.

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2. Häufiges Stillen

Hier heißt es: Mehr ist mehr. Also stille oft in Abständen von weniger als drei Stunden und pro Brust mindestens 15 Minuten. Biete bei jeder Stillmahlzeit deinem Würmchen beide Seiten an. Insgesamt kannst du ruhig 8–12 Mal täglich stillen. Warme Kompressen vor dem Stillen, z. B. von Lansinoh für ca. 10 Euro über Amazon, helfen ebenfalls, den Milchfluss anzuregen.

3. ... und viel Kuscheln dabei

Stillen ist viel mehr als "nur" Ernährung, es ist wie eine zweite Nabelschnur außerhalb deines Körpers. Es bindet dich und deinen kleinen Wurm und ihr werdet wieder zu einer Einheit. Und um diese Bindung zu stärken, ist das Kuschelhormon Oxytocin besonders wichtig. Es fördert nicht nur das Mutter-Kind-Verhältnis, sondern stimuliert auch die Brustdrüsen dazu, Milch zu produzieren. Muttermilch ist also richtiges Soulfood.

4. Stillposition überprüfen

Manchmal wirkt es schon wie ein kleines Wunder, wenn du die Stillposition änderst, weil dein Baby dann besser trinken kann oder es für dich viel bequemer ist und das Brust geben weniger in Stress ausartet. Stress ist natürlich kontraproduktiv bei der Milchbildung. Wir zeigen dir hier die verschiedenen Stillpositionen:

Wie stille ich richtig? Stillpositionen einfach erklärt

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5. Mit Kräutern, Pflanzen und Gewürzen die Milchproduktion anregen

Genügend trinken in der Stillzeit, ist bekannt. Dass es Milchbildungstees gibt, ebenfalls. Doch welche Tee-Zutaten haben überhaupt diese magische Wirkung? Hier ein Überblick: Anissamen, Fenchelsamen, Bockshornkleesamen, Kümmel, Schwarzkümmel, Kreuzkümmel, Himbeerblätter, Dill, Majoran, Basilikum, Zitronenmelisse, Zitronenverbene und Brennnesselblätter. Vorsicht vor Salbei und Pfefferminz! Diese beiden Kräuter haben eine abstillende Wirkung.

6. Wach bleiben, Baby!

Neigt dein Winzling immer dazu, beim Stillen einzuschlafen? Einerseits verständlich im so engen Kuschelkontakt mit der Mama. Andererseits hinderlich dafür, die Milchproduktion anzuregen. Hebammentipp: Knete beim Stillen die Fußsohlen deines Babys, dann bleibt es wach und aktiv und schläft beim Stillen nicht gleich wieder gemütlich ein. Auch hilft es, dein Kleines beim Brust geben nicht zu warm einzupacken, denn auch Wärme macht müde. Und durch den Körperkontakt mit dir bekommt es sowieso noch zusätzlich "Mamahitze" ab.

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7. Medikamente zur Milchbildung vom Arzt

Wenn wirklich gar nichts den erwünschten Erfolg bringt, kann auch der Frauenarzt oder die Frauenärztin mit einem Rezept weiterhelfen. Es gibt Medikamente, sogenannte Galaktagoga, um den Spiegel für das Hormon Prolaktin, welches für die Milchbildung zuständig ist, zu steigern. Das hat allerdings auch Nebenwirkungen und der Erfolg ist ebenfalls nicht garantiert. Dein Arzt wird dich dazu beraten.

Still-Quiz: Was weißt du über Muttermilch, die Quelle des Lebens?
Yao Fordemann
Das sagtYao Fordemann:

Was riecht denn hier so?

Ähm, das bin ich bzw. die Bockshornkleesamen-Kapseln, die ich seit Tagen schlucke. Ja, am Anfang meiner Stillzeit wollte es auch bei mir nicht so richtig fließen. Meine Stillberaterin gab mit den Tipp mit den Kapseln und auch wenn ich immer eine Duftnote, die an indisches Essen erinnert hat, versprüht habe, und mich das manchmal genervt hat, zählt nur eins: Es hat bei mir tatsächlich geholfen.

Bildquelle: Vadym Petrochenko/iStock/Getty Images Plus

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