Kinder-Ernährung: Wie viele Eier Babys und Kinder essen dürfen

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Kinder-Ernährung: Wie viele Eier Babys und Kinder essen dürfen

Früher galt die Empfehlung, Kinder unter zwei Jahren keine Eier essen zu lassen. Mittlerweile wurde diese Eier-Baby-Grenze nach unten gesetzt. Ab wann Babys Eier essen dürfen und wieviel Ei für Kinder gesund ist. 

Ab wann dürfen Babys Eier essen?

Für Babys sind Eier, zumindest in den ersten neun Lebensmonaten, noch kein Thema. Grund ist das hohe Allergierisiko, das Hühnereiweiß birgt. Deshalb gab es früher auch die Empfehlung, Eier nicht vor dem zweiten Geburtstag zu füttern. Mittlerweile haben die Ernährungsexperten diese Regel aber etwas gelockert.

Nun lautet die allgemeine Empfehlung, dass Babys ab neun Monaten schon am Ei kosten dürfen, wenn bereits alle drei Breimahlzeiten eingeführt sind.

Neben dem Allergierisiko spricht auch der hohe Proteingehalt der Eier dagegen, sie noch früher auf den Speiseplan des Babys zu setzen. Er würde die noch nicht perfekt arbeitenden Nieren überfordern.

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Regeln für Eier: Babys ab 8 Monaten

Die Faustregel lautet: Nach dem ersten Geburtstag maximal ein Ei in der Woche, nach dem zweiten Geburtstag zwei Eier. Das kommt schneller zusammen als man denkt. Deshalb sollten in diesem Alter Pfannkuchen, Rühr- und Spiegeleier, Waffeln und Aufläufe eher die Ausnahme als die Regel sein.

Wichtig für Babys und Kleinkinder: rohe Eier sind wegen der Salmonellengefahr tabu.

Daher gehören auch Kuchenteig, Tiramisu (enthält sowieso Alkohol und Koffein), eihaltiges Speiseeis und ähnliche Lebensmittel nicht auf den Speiseplan. Wenn Mayonnaise oder Tiramisu nicht frisch zubereitet sind, sondern aus dem Glas oder der Tube kommen, ist in der Regel wegen der Haltbarkeit kein rohes Ei enthalten.

Tipps für Eier ausblasen an Ostern

Die meisten Salmonellen finden sich auf der Schale und nicht im Inneren des Eis. Deshalb sollten Kinder Ostereier zum Bemalen nicht selber ausblasen. Bevor die Mal-Hasen loslegen dürfen, müssen die Eier gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel abgewaschen werden.

Tipp: Zum Auspusten das Loch etwas größer machen, einen Strohhalm nehmen und den direkten Mundkontakt mir dem Ei vermeiden. Und nach der Pinselei unbedingt gründlich die Hände waschen.

Nicht nur für Babys und Kinder: Lieber zum Bio-Ei greifen

Entscheidend für Unbedenklichkeit und Qualität von Eiern ist zunächst einmal die Frische. Sie kann man am Mindesthaltbarkeitsdatum ablesen. Davon 28 Tage abziehen – und schon weißt man, wann das Ei gelegt wurde. Das Legedatum wird nämlich in der Regel nicht angegeben.

Mit der Wasserprobe lässt sich die Frische prüfen: Ein frisches Ei sinkt in einem Glas Wasser flach zu Boden, ein mittelaltes richtet sich auf und ein altes steigt an die Oberfläche. Das liegt an der Luftkammer im Ei, die nach und nach immer größer wird. Auch wenn ein Ei nicht mehr ganz taufrisch ist, heißt das nicht, dass es verdorben ist. Gut durchgegart kann es gut noch gegessen werden.

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Neben der Frische spielt auch die Herkunft des Eis eine Rolle spielen. Eier mit Bio-Siegel sind meist die bessere Wahl, weil hier u.a. auf Farbstoffe verzichtet wird, die das Dottergelb intensiver leuchten lassen. Als kritisch wird hier beispielsweise der Farbstoff Canthaxanthin eingestuft, der in großen Mengen die Netzhaut schädigen kann. Solche Stoffe dürfen in Bio-Produkten beispielsweise gar nicht eingesetzt werden.

Beikost-Quiz: Was weißt du über BLW, Brei und Co.?

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