Natürlich geborgen durch sanftes Schaukeln und Wiegen

Ob natürlicher Instinkt oder erlerntes Verhalten – es gibt Dinge, die haben wir in die Wiege gelegt bekommen: Wenn wir ein Baby halten, beginnen wir automatisch, uns zu bewegen. Wiegen im Arm, leichtes Wippen oder einfach nur Auf-und-ab-Gehen – die sanften Bewegungen beruhigen das Baby und schaffen eine wohlige Atmosphäre. Wie wir ein Baby in verschiedenen Situationen und Lebensphasen sanft glücklich wiegen und schaukeln können, erklärt Bübchen gemeinsam mit der Hebamme Kerstin Hielscher.


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Baby schaukeln: Darum tut Schaukeln dem Kleinen so gut

Darum tut Schaukeln dem Kleinen so gut


© iStock
Babys lieben es, wenn sie in Bewegung sind. „Das liegt daran, dass sich Babys durch das leichte Schaukeln an die Zeit in Mamas Bauch erinnert fühlen. Bewegungen setzen sie instinktiv mit körperlicher Nähe und Sicherheit gleich“, erklärt Hebamme Kerstin Hielscher. Tragen schafft damit die perfekte Wohlfühl- und Schlafatmosphäre. Am Anfang sind die Schlafphasen noch recht kurz, Babys wachen nach etwa 30 bis 50 Minuten auf. Wenn der Kinderwagen stillsteht oder sie plötzlich in ihrem ruhigen Bettchen liegen, wachen viele Babys auf und protestieren.

Sanfte Bewegungen beruhigen und fördern die Entwicklung


Die sanften Bewegungen schaffen aber nicht nur Geborgenheit, sie sind auch für die kindliche Entwicklung wichtig. Beim Schaukeln und Drehen wird das Vestibularorgan im Innenohr angeregt, das für unser Gleichgewicht verantwortlich ist. Um sschich voll entwickeln zu können, braucht das Gleichgewichtssystem ständige Reize. Und die liefern wir intuitiv – angefangen mit dem sanften Wiegen im Säuglingsalter über wilde Schaukel- und Dreherfahrungen als Kleinkind auf dem Spielplatz sowie später gemütliches Hin und Her in Hängematte oder Schaukelstuhl bis hin zur Achterbahnfahrt. Doch es darf nicht gleich in wildes Schütteln ausarten. Hier ist sogar Vorsicht geboten: Schon leichtes Schütteln eines Babys kann erhebliche Schäden im Gehirn auslösen und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Ganz sanfte Bewegungen reichen aus, wenn es darum geht, das Baby zu beruhigen und gleichzeitig seine Entwicklung zu unterstützen. Grund genug, einen Blick auf die unterschiedlichen Möglichkeiten des sanften Wiegens und Schaukelns zu werfen:

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Geborgen auf dem Arm: Auf Mamas oder Papas Arm fühlen sich viele Babys am wohlsten. Tragepositionen wie der sogenannte Flieger eignen sich nicht nur zum Beruhigen, sondern sind auch bei Bauchschmerzen ideal. Einfach das Baby in Bauchlage auf den Unterarm legen und Po sowie Oberschenkel umgreifen, damit es sicher liegt.

Auf Tuchfühlung: Im Tragetuch oder in einer Tragehilfe fühlen sich die meisten Babys wohl: Sie haben engen Körperkontakt zu den Eltern und nehmen vertraute Bewegungen und Geräusche wie den Herzschlag und die Stimme der Mutter wahr. Das erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch. Sie fühlen sich sicher und geborgen.

Auf und ab: Im Kinderwagen sind Babys ständig in Bewegung. Besonders gerne mögen die meisten unebene Untergründe. Damit das Baby es kuschelig und bequem hat, kann man ein kleines Nestchen und damit eine Begrenzung, die dem Mutterleib nachempfunden ist, bauen. Kommt der Wagen zum Stehen und das Baby soll noch weiterschlafen, können spezielle vibrierende Aufsätze für den Kinderwagengriff die schaukelnden Bewegungen der Fahrt nachahmen.

Im „Geborgenheitszuhause“: Es gibt schier unendlich viele Möglichkeiten, das Kinderzimmer in eine echte Wohlfühlzone zu verwandeln, bei der Wiegen und Schaukeln im Mittelpunkt stehen. Federwiegen, die oft ganz einfach am Türrahmen befestigt werden können, sorgen zum Beispiel für Beruhigung und Geborgenheit. Der Vorteil einer Wiege ist, dass das Baby diese, wenn es sich vor dem Aufwachen leicht bewegt, selbst in eine leichte Bewegung versetzt und dadurch wieder in den Schlaf zurückfinden kann. Einen ähnlichen Effekt haben Untersätze fürs Babybett, bei denen das Bett durch die Eigenbewegung des Kindes sanft in Schwingungen versetzt wird.

Gemeinsam in den Schlaf: Zu zweit schaukelt’s sich am besten im Schaukelstuhl oder in einer sanft schwingenden Hängematte. Auf Mamas oder Papas Arm kann das Baby hier nicht nur Bewegungen genießen, sondern auch die Nähe und Wärme der Eltern. Auch ein Pezziball ist dazu geeignet, das Baby sanft zu schaukeln. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass die Bewegungen nicht in Hüpfen übergehen, sondern eher ein langsames Kreisen mit dem Becken sind.

„Babys mögen sanftes Wiegen, so viel steht fest. Doch ob das Tragetuch, die Hängematte oder die Autofahrt nun das Richtige fürs eigene Kind ist, finden Eltern am besten selbst heraus“, weiß Hebamme Kerstin Hielscher. „Ich rate Eltern, sich auf ihr Bauchgefühl zu verlassen und das zu tun, was für ihr Kind und ihre Situation das Richtige ist. Dann werden sie ihr Baby schon schaukeln und ihm auch nach der Geburt ganz einfach das Beste, was es aus Mamas Bauch kennt, mitgeben.“

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Kerstin Hielscher


Über die Expertin
: Kerstin Hielscher hat nach dem Abitur eine Ausbildung zur Hebamme gemacht und ist seitdem selbstständig in einer eigenen Praxis tätig. Sie ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Der erfahrenen Hebamme ist es besonders wichtig, Eltern eine Hautpflege mit gutem Gewissen empfehlen zu können. Daher ist sie seit 2018 als treue Befürworterin der Bübchen Ultra Sensitiv Produkte ein Teil des Bübchen Teams.

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