Reisebettchen und -Laufstall Spacecot von a little bit brilliant

Raumfahrt-Technologie im Kinderzimmer? Ja, bitte! Papa Lukas berichtet von den Erfahrungen mit dem neuen Platzwunder aus England – der Spacecot, der Laufstall, Stubenwagen-Ersatz und Reisebettchen in einem ist.

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Wie klein die eigene Wohnung ist, merkt man schnell, wenn man sein erstes Kind bekommt: Die vielen Neuanschaffungen verstopfen jede Ecke. Von Freunden erfuhren wir von einer zusammenklappbaren All-in-One-Lösung für eine der Anschaffungen, die zu dem Zeitpunkt nur im Vereinigten Königreich angeboten wurde: Der Spacecot vereint Laufstall, Stubenwagen-Ersatz und Reisebettchen – genial!

Für Väter zum Angeben: Raumfahrt-Technologie

Der Spacecot verspricht so einiges und hat vor allem eine gute Story zu bieten: Raumfahrt-Technologie, wie sie bei der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) eingesetzt wird, ist darin verbaut. Das Startup „a little bit brilliant“ wurde unter anderem vom Inkubator der ESA unterstützt und die Idee wurde lauf Herstellerwebsite in der ingenieurswissenschaftlichen Fakultät der Eliteuniversität University of Oxford geboren.

So weit so gut, entscheidend für die Anschaffung war aber vor allem: Der Spacecot soll sich innerhalb von einer Sekunde zusammenklappen lassen, weil es die Zusammenfalt-Technologie der Solarpaneele von ESA-Satelliten nutzt. Und er soll mit 8,6 Kilogramm das leichteste Reisebettchen in dieser Größe sein. Sprich: Es gibt tatsächlich Reisebettchen mit noch weniger Gewicht, die dann aber in der Regel wirklich nur ein Notfallbettchen zum Reisen sind und sich auch nicht als Laufstall nutzen lassen. Der Preis von ungefähr 140 Pfund ist hoch, da er für uns gleich drei Funktionen erfüllen sollte, aber leichter verschmerzbar – und durch die sinkenden Pfundkurse dank Brexit. Dennoch eher nichts für den schmalen Geldbeutel.

Leicht ist er – auch wenn der Paketdienstleister nicht mitzieht

Die erste Reifeprüfung des Spacecots: Wir haben die Lieferung verpasst und mussten den Spacecot in einem 15 Minuten zu Fuß entfernten Paketshop abholen. Das Paket insgesamt, also inklusive Verpackungsmaterial und Zubehör, bringt 12,5 Kilogramm auf die Waage. Ungefähr ein Kasten Bier also. Das Paket des Herstellers hat auch praktische Aussparungen an der Seite zum Greifen – die Umverpackung des britischen Paketdienstleister leider nicht. So kam ich dann doch, auch da es Sommer war, ins Schwitzen. Zwischenstand also: Leicht ist er, man sollte aber daran denken, die Umverpackung abzunehmen, wenn man ihn wie wir aus dem Paketshop holt.

Der erste Eindruck

Kleiner Minuspunkt beim ersten Eindruck: Direkt nach dem Auspacken roch der Spacecot ziemlich künstlich. Der Geruch verflog aber nach wenigen Stunden und die Textilien sind als Eco-friendly gekennzeichnet und anti-allergen. Die Verarbeitung ist durchweg hochwertig und die Stoffe sind wasserabweisend und abwaschbar.

Unser Spacecot ist in der Farbe Biscuit, es gibt noch zwei weitere Versionen in Silver und Midnight Grey als Sondermodell für einen britischen Händler. Das Design ist vom ästhetischen Standpunkt aus gesehen eher schlicht und funktional. Es sieht ganz gut aus, ist aber kein Highlight in der Wohnung. Muss es als Reisebettchen für uns aber auch nicht sein. Für Hipster-Eltern aber sicher eher nicht hip genug.

Wie versprochen: Auf- und Zuklappen in zwei Handgriffen

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Der erste Riesenpluspunkt für den Spacecot: Hier gibt es nichts, was zusammengeschraubt werden müsste. Er lässt sich wie versprochen mit zwei Handgriffen und im Grunde idiotensicher auf- und wieder zuklappen. Eine Kindersicherung verhindert, dass sich Babys mit großem Forscherdrang selber einklappen.

Die Liegefläche für unsere Tochter wird ebenso einfach und im Grunde ohne Erklärungsbedarf eingehängt. Es gibt dabei zwei Größen: eine auf Bodenhöhe für größere Babys, die den Spacecot zum Laufstall macht. Und eine auf mittlerer Höhe, bei dem man Neugeborene leicht rein und wieder rausnehmen kann. Netter Nebeneffekt: Da die Liegefläche eingehängt ist, kann man damit Babys in den Schlaf schaukeln. In den ersten Lebensmonaten wurde der Spacecot für uns zur unverzichtbaren Einschlafhilfe.

Versteckte Talente als Stubenwagen-Ersatz

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Seine wahre Stärke offenbarte der Spaceot aber erst im mobilen Einsatz in der Wohnung, also als Ersatz für einen Stubenwagen. Er hat zwar keine Rollen, lässt sich aber zusammengeklappt auch durch die engsten Ecken manövrieren. So nutzen wir ihn zum Beispiel häufig, wenn wir alleine mit dem Kind sind und duschen oder kochen wollen. Den Spacecot stellen wir einfach ins Bad oder vor unsere kleine Küche und haben dann unsere Kleine immer im Blick.

Das gleiche gilt für den Spacecot als Reisebettchen. Die Maße sind zusammengeklappt 81 x 58 x 16 Zentimeter – das passt in so ziemlich jeden Kofferraum. So ist auch die leidige Frage beim Besuch bei Freunden, ob sie etwas hätten, wo ein Baby sicher schlafen kann, gleich erledigt. Und unsere Kleine schläft darin genauso gut wie in ihrem eigenen Bettchen.

Fazit

Mehr Infos zu dem Reisebettchen gibt es unter www.spacecot.de.

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