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Rauchen und Stillen: Wie der riskante Konsum die Muttermilch verändert

Rauchen und Stillen: Wie der riskante Konsum die Muttermilch verändert

Lieber nicht

Alkohol in der Stillzeit? Ein No Go! Und Rauchen und Stillen? Ebenfalls! Denn nur mal "schnell eine Zigarette" zwischendurch hat schon Auswirkungen auf die wertvolle Muttermilch. 

Schon nach dem positiven Schwangerschaftstest ist es klar: Ab sofort sollte die werdende Mama ihre Gewohnheiten ändern und alles, was die Gesundheit des ungeborenen Würmchen im Bauch gefährden könnte, nicht mehr konsumieren. Während nach der Geburt z. B. Sushi mit rohem Fisch, Tiramisu mit Ei etc. wieder erlaubt sind, ist es weiterhin besser, Alkohol und Zigarettenkonsum links liegen zulassen – vor allem im ersten Halbjahr, wo die Mamas meistens voll stillen und der Beikoststart noch nicht stattgefunden hat. Für den Papa und jeden Babybesuch gilt übrigens auch die Empfehlung, nicht in Anwesenheit des Babys zu qualmen, denn Passivrauchen schadet dem Säugling (und auch Geschwisterkindern natürlich) und ist ebenfalls ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod.

Rauchen und Stillen: Wie lange ist eine Zigarette in der Muttermilch?

Direkt nach dem Zigarettenkonsum ist die höchste Konzentration von Nikotin in der Muttermilch nachweisbar. Nach etwa 1,5 Stunden halbiert sich die Konzentration.

Wie gefährlich ist es, in der Stillzeit zu rauchen?

Neben dem bekannten Nikotin, das sofort mit Zigaretten in Verbindung gebracht wird, gibt es noch weitere krebsverursachende Schadstoffe, die dann in die Muttermilch übergehen. Auch Nitrosamine, Benzpryne, Dioxine und Schwermetalle belasten "das flüssige Gold" aus der Brust. Je mehr Zigaretten geraucht werden, desto mehr steigt natürlich die Belastung.

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Wie lange darf ich nicht stillen, wenn ich geraucht habe?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät dazu, mindestens eine Stunde vor dem Stillen nicht zu rauchen. Wenn der Verzicht einfach nicht möglich ist, dann sollten Eltern wenigstens deutlich weniger rauchen und das natürlich nicht in der Nähe vom Nachwuchs.

Wie viele Zigaretten verhindert das Stillen?

Schon direkt nach der Geburt wirkt sich das Rauchen aus, denn die Muttermilch muss noch gebildet werden, der Vorgang kann aber bei Kettenraucherinnen (ab 10-15 Zigaretten täglich) verzögert sein. Der Milcheinschuss kommt später und die Milchproduktion wird vermindert, so die Nationale Stillkommission.

Welche Folgen hat Rauchen in der Stillzeit für das Baby?

Der Zigarettenkonsum, insbesondere bei starken Raucherinnen, hat negativen Einflüsse wie Saugprobleme, Koliken, Probleme mit Gewichtszunahme, Erbrechen oder Unruhe. Auch treten häufiger Erkrankungen, die die Atmung betreffen wie Husten, Erkältungen oder Krupp u. v. m.. Laut der Nationalen Stillkommission ist dieser Effekt auch ebenfalls durch das Passivrauchen beim Kind zurückzuführen.

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Quelle: Nationale Stillkommission, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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Mein Fazit

Ich habe leicht reden, denn ich habe nie geraucht, noch trinke ich regelmäßig Alkohol (bis auf Cocktails schmeckt er mir nicht). Für mich waren also Schwangerschaft und Stillzeit in dieser Hinsicht absolut kein Verzicht. Deswegen musste ich meine Gewohnheiten nicht großartig ändern und kann nicht mitreden, wie das ist, seine Vorlieben aufgeben zu müssen. Aber ein Slogan von Aktion Sorgenkind beschreibt es ganz gut, warum die Verhaltensänderung eine Selbstverständlichkeit sein sollte: "Sie können auf alles verzichten, nur nicht auf ein gesundes Kind."

Bildquelle: Getty Images/martin-dm

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