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Bauchlandung

Wann drehen sich Babys? So unterstützt ihr euer Kind dabei

Schwups, einmal nicht hingesehen und schon strahlt dich dein Baby aus der Bauchlage an. Hui! Jeder Winzling hat da ein anderes Tempo. Trotzdem wollen viele Eltern wissen, wann sich Babys jetzt eigentlich drehen – und wie sie speziell ihr Kind dabei unterstützen können, diesen Entwicklungsschritt zu meistern.

In den ersten Lebenswochen der neuen Erdenbewohner heißt es nur: schlafen, essen und wickeln. Und dann kommen plötzlich nach ein paar Monaten die ersten Meilensteine dazu: Das erste Greifen oder eben das erste Mal Drehen.

Vorbei sind die Zeiten, wo Mama und Papa ihr Neugeborenes kurz ohne zu schauen aufs Sofa oder Bett legen konnten. Denn auch wenn ein Säugling nie unbeaufsichtigt sein sollte, haben wir es ehrlicherweise vielleicht aus der Not heraus doch schon mal gemacht. Allerspätestens mit der beginnenden Mobilität der Kleinen ab dem dritten Monat ist die einzige sichere Ablage jedoch der Fußboden bzw. der Teppich. Es könnte sich jederzeit umdrehen oder rollen.

Wann drehen sich Babys?

Für das erste Mal vom Rücken auf den Bauch drehen, muss eine wichtige Voraussetzung erfüllt sein: Der Wonneproppen kann seinen Kopf alleine heben – und macht somit seinen ersten "Liegestütz" in der Bauchlage. Das passiert meistens in den ersten drei bis vier Monaten und ist oft eine ganz zufällige Einlage, während das Baby gerade strampelt.

Aber erwarte nicht, dass dein kleiner Liebling lange und gerne in der neuen Position "ausharrt". Die Bauchlage ist nämlich anstrengend für Säuglinge: Den schweren Kopf und den Oberkörper halten, geht ganz schön auf die Muskeln. Auch wir Großen reißen uns schließlich nicht immer darum, Liegestützen zu machen.

Wann muss sich das Baby drehen?

Spätestens bei der Vorsorgeuntersuchung U5 wird der Kinderarzt verstärkt auf die Motorikentwicklung des kleinen Patienten eingehen. Während viele Eltern sich Sorgen machen, dass neurologische oder orthopädische Gründe dahinterstecken, warum ihr Baby den Dreh noch nicht raus hat, sind oft ganz simple Dinge die Ursache:

  • Der kleine Sonnenschein findet die Bauchlage vielleicht einfach noch zu anstrengend.
  • Und gerade kräftigere Babys sind mit ihrem zuckersüßen Babyspeck schlicht nicht so beweglich wie ihre zierlichen Altersgenossen.

Wenn dein kleiner Liebling nicht wirklich zu den agilen Kindern gehört und so gar keine Anstalten macht, seine Liegeposition zu ändern, verzweifle nicht. Und auch wenn es den meisten Eltern automatisch passiert: Vergleiche mit anderen Babys bringen dich nicht weiter.

Wie bei allen Entwicklungsschritten schreibt jedes Baby sein eigenes Drehbuch. Es kann sogar in seltenen Fällen sein, dass der Säugling diesen Meilenstein ganz weglässt und stattdessen direkt mit Krabbeln oder Robben anfängt. Wann ein Baby sich dreht, ist also von Kind zu Kind verschieden.

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Wie kannst du dem Baby helfen, sich zu drehen?

Am besten förderst du spielerisch, dass deine Tochter oder dein Sohn sich mit der – für die Entwicklung wichtige – Bauchlage vertraut macht, indem du folgende Tipps ausprobierst:

  • Zeig deinem Kind (neues) Babyspielzeug und platziere es so, dass es außerhalb seiner Reichweite etwa auf seiner Kopfhöhe liegt. Du kannst dich gerne auf dem Bauch dazulegen.
  • Während dein Baby strampelt oder seine Beine anwinkelt, kannst du sanft seinen Oberschenkel umfassen und dann eine Drehbewegung in die richtige Richtung signalisieren. So wird es vielleicht schon auf dem Bauch landen. Voraussetzung ist auch hier, dass das Kind sein Köpfchen selbst halten kann! Vorsicht bei den Ärmchen. Wenn es sie noch nicht alleine unter dem Bauch wieder herausziehen kann, musst du nachhelfen.
  • Hat dein Baby die Drehung geschafft, strengt die Bewegung das Kind schon nach kürzester Zeit an. Du kannst nachhelfen und ein gerolltes Handtuch oder eine Decke auf Brusthöhe als Stütze anbieten. Es gibt auch bunte Kissen mit Entertainment:

Übriges sind ältere Geschwister eine fantastische Motivation für Babys, sich zu drehen und somit auch einen anderen Blickwinkel einzunehmen, um ja nichts zu verpassen. Deswegen sind die Zweit- oder Drittgeborenen oft schneller mit der Entwicklung als die Erstgeborenen. Neugier und ein Vorbild haben, sind also immer noch der beste Antrieb.

Wichtig: Wenn dein Baby eine Lieblingsseite hat, achte darauf, dass es sich auch über die andere dreht, damit seine Muskulatur auf beiden Seiten zum Einsatz kommt

Yao Fordemann

Ruhig bleiben – und auf Vergleiche lieber verzichten

Meine Tochter war kein Fan der Bauchlage, auch wenn sie vom Zeitpunkt her zu den Pünktlichen gehörte. Sie hat viel geschimpft, schließlich war es anstrengend und alles andere als eine Chill Out-Position. Während ich in dieser Phase noch zum Glück wenig mit dem Vergleichen anfing, wurde ich einige Monate später beim Thema "Krabbeln" unruhig. Leider.

So habe ich zwei Krabbelkurse besucht, ohne dass meine Tochter einen Zentimeter vorwärtskam. Und obwohl ich es hätte genießen können, dass meine kleine Maus zufrieden vor mir lag, während alle anderen Mamis immer in Bewegung waren, um ihre Mini-Mes einzusammeln, grübelte ich ständig darüber nach, wann es endlich bei uns so weit ist. Heute weiß ich es besser: Keep Calm and Relax! Das Leben mit einem weniger aktiven Nachwuchs hat auch seine Vorteile.

Ein Baby kann sich übrigens auch schon sehr früh und unerwartet drehen. Deshalb warnen Kinderärztinnen immer wieder davor, einen Säugling unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen zu lassen – und das von Anfang an. Apropos: So wird das Wickeln zum Kinderspiel:

Babys richtig wickeln: Die 5 besten Tipps Abonniere uns
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Bildquelle: FamVeld/iStock/Getty Images Plus

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