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Achtung, Gefahr

Das sind die 10 gefährlichsten Orte für eure Kinder im Haushalt

Wir alle tun jeden Tag unser Bestes, um unsere Kinder vor Unfällen zu schützen. Je jünger die Kinder, desto mehr versuchen wir zu verhindern, dass sie sich irgendwo verletzen könnten. Und doch ist wohl kein Kinderleben frei von Blessuren, die wir Eltern einfach nicht kommen sehen, weil die meisten Unfälle sich aus Alltagssituationen heraus ergeben. Deswegen können auch die bekanntesten Orte für eure Kinder gefährlich werden. Unsere Liste der gefährlichsten Haushaltsorte für Kinder soll euch keine Angst machen, sondern dafür sensibilisieren, immer wachsam zu sein.

1. Schrankwände

Wir alle wissen, dass schwere Kisten nicht oben auf dem Schrank gelagert werden sollen, solange die Kinder noch klein sind. Denn wenn sie sich unten am Schrank hochziehen und heftig daran rütteln, könnten sich die Boxen lösen und den Kleinen (und Großen) auf den Kopf fallen. Oft glauben wir, dass nach der Kleinkindzeit eigentlich nichts mehr passieren kann und räumen die Kisten vielleicht wieder auf die Schränke. Das solltet ihr gut überlegen oder sie zumindest so absichern, dass sie wirklich nicht hinunterfallen können. Denn natürlich können sich Pakete jederzeit lösen und eine Gehirnerschütterung bekommt man auch von Weihnachtsdekoration, die einem auf den Kopf fällt:

Andrea Zschocher

Eigentlich sicher ...

Also eigentlich hätte da nichts passieren sollen ... Ich habe wie jedes Jahr die Weihnachtsdeko in ihre Kiste und auf den Schrank geräumt. Meine Kinder sind auch zu groß um noch an Schränken herumzuzerren oder zu wackeln. Und doch rutschte die kleine Kiste dann im Sommer runter und natürlich stand genau in dem Moment ein Kind dort. Das Ende vom Lied war eine Gehirnerschütterung und ein extrem schlechtes Gewissen. Und die Deko steht jetzt eben IM Schrank.

2. Türscharniere

Gequetschte Finger sind kein Spaß, aber tatsächlich noch die harmlose Variante, wenn Kinderhände in den Scharnieren von Türen stecken bleiben. Es kommt immer wieder vor, dass Kinder sich hier auch (Teile ihrer) Finger abtrennen können. Abhilfe könnt ihr schaffen indem ihr den Spalt auf Kinderhöhe mit einem Fingerklemmschutz verseht. Diesen Türscharnierschutz könnt ihr entweder kaufen oder mit etwas Aufwand aus einer Poolnudel und Gaffa Tape selbst basteln.

Wichtig ist: Der Klemmschutz von Türen hilft nicht im Schranierbereich.

3. Küchenschublade

Von klein auf sehen unsere Kinder uns mit Besteck hantieren. Irgendwann übernehmen sie das selbst und auch wenn wir sie auf den Umgang mit Messer und Gabel vorbereiten, Unfälle können wir trotzdem nicht verhindern. Denn wenn Kinder ausprobieren wollen ob das Messer nun wirklich scharf ist, dann werden sie das tun. Hier hilft nur immer wieder drüber reden und vielleicht auch an anderen Gegenständen oder Lebensmitteln demonstrieren, was bei einem Schnitt passieren kann.

Andrea Zschocher

Zeig mal das Messer

In meiner Familie ist seit mehr als 30 Jahren ein Thema, dass ich einem Geschwisterkind mal ein Käsemesser aus der Hand gezogen habe. Ich war jung und wollte das Ding eben auch unbedingt sehen. Leider verletzte sich mein Gegenüber bei der Aktion sehr, ich habe ihm durch meine ruckartige Aktion beinahe den Daumen abgetrennt.

Ganz generell sind Schubladen natürlich auch deswegen gefährlich, weil Kinder sich hier in unbeobachteten Momenten die Finger einklemmen können. Abhilfe schaffen Schubladenstopper, die zumindest dafür sorgen, dass die Schubladen nur sehr langsam zugleiten und stoppen, wenn sie auf Widerstand stoßen.

4. Offene Schranktüren

Wir können 100 Mal sagen, dass in der Wohnung nicht gerannt werden soll, die Kinder hören ja doch nicht zu. Oder bremsen kurz ab und flitzen dann wieder davon. Wenn Schranktüren da offen stehen, rumsen Kinder leider immer wieder mit Schmackes dagegen. Das kann im schlimmsten Fall zu einer Gehirnerschütterung führen. Deswegen gilt zum einen: Es wird nicht gerannt und zum anderen: Alle Schranktüren werden geschlossen.

5. Tische

Nicht die Tische selbst sind meist das Problem, sondern das, was darauf abgestellt wird. Oft steht die Kaffeetasse dort, die Schere liegt herum oder Kleinteile, die wir achtlos dort deponieren. Für Kleinkinder ist all das extrem faszinierend. Und so versuchen sie, sich Dinge vom Tisch zu angeln. Bei heißen Getränken kann es so sehr schnell zu (lebensgefährlichen) Verbrühungen kommen. Achtet immer darauf, dass ihr Getränke nur mittig auf dem Tisch abstellt und haltet die Tischplatte möglichst frei von Kleinigkeiten, die herunterfallen und verschluckt werden können.

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6. Herd

Beinahe täglich sehen unsere Kinder uns am Herd hantieren, Knöpfe drehen, Feuer bei einem Gasherd oder rot leuchtende Platten bei Induktion- oder E-Herden. Das ist natürlich spannend und viele Kinder wollen das dann auch mal ausprobieren. Die Folgen können fatal sein. Deswegen raten wir zu einem Herdschutz und außerdem dem Hinweis, dass Kinder am Herd ohne Begleitung niemals etwas verloren haben.

7. Couch

In den meisten Wohnzimmern steht eine mehr oder weniger gemütliche Couch. Dieses Möbelstück birgt im Prinzip für alle Altersgruppen die Gefahr, sich zu verletzen. Denn während Babys herunterrollen können, wenn sie hier unachtsam abgelegt werden, rutschen Kleinkinder oft mit dem Kopf voran hier herunter. Denn wer bis an den Rand klettert, der rechnet nicht unbedingt mit der Schwerkraft, die den kleinen Körper dann runterzieht. Ältere Kinder hüpfen, oft gegen den Willen von uns Erwachsenen, auf dem Möbel herum und verletzen sich dann auf teilweise spektakuläre Weise. Hier gilt: Steter Tropfen höhlt den Stein. Besprecht mit euren Kindern alle Tabus zum Thema Sofa und setzt eure Familienregeln dann auch durch.

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Jessica Fowler

Kopfüber ins Elend

Meine Tochter ist mit ca. 3 Jahren auf der Couch rumgehopst, ausgerutscht, mit dem Kopf auf den Parkettboden gefallen und musste mit einer Platzwunde ins Krankenhaus. Zum Glück musste es nicht genäht werden, sondern wurde relativ schmerzlos zugeklebt. Aber die kahlrasierte Stelle hat sie noch ein Weilchen genervt und am lustigsten fanden sie und mein Vater, der uns ins Krankenhaus gefahren hat, dass der Arzt dachte, mein Vater wäre mein Mann (und ihr Papa). Das kann ich mir heute noch anhören.

8. Fliesen und Teppiche

Wir unterschätzen die Rutschgefahr von Fliesen und auch Teppichen aus unterschiedlichen Gründen meistens. Fliesen sind oft ziemlich glatt, wir Eltern haben nur schon gelernt, wie wir uns stabil auf ihnen fortbewegen. Unser Nachwuchs kann das nicht und rutscht deswegen sehr viel leichter aus. Hier können Anti-Rutsch-Hausschuhe oder Stoppersocken wirklich helfen.

Katja Gajek

Dieser verdammte Flur

Bei uns besteht der Boden des Flurs aus Fliesen, einen Teppich haben wir nicht. Als unser Sohn anfing, zu laufen, ist er ausgerechnet hier oft ausgerutscht und auf den Hinterkopf gefallen. Zum Glück ist nie etwas Ernstes passiert. Doch kurz nach seinem zweiten Geburtstag war er wieder flink unterwegs, rutschte aus, stolperte diesmal nach vorne und stieß mit dem Kopf gegen einen Türrahmen. Das Resultat war eine tiefe Wunde, viel Blut und ein Besuch in der Notaufnahme. Aus der Platzwunde ist mittlerweile eine schicke Narbe geworden. Deshalb ziehen wir unserem Sohn immer Anti-Rutsch-Socken an und sagen ihm, dass er im Flur etwas aufpassen soll. Dieser verdammte Flur!

Dekoteppiche sind eine echte Stolperfalle für alle, so dass ihr überlegen solltet, ob ihr die nicht für eine gewisse Zeit komplett aus eurem Zuhause entfernt. Denn auch wenn so eine Teppichkante nicht besonders hoch erscheint, für Kinder, die erst laufen lernen und auch für die, die entgegen der Absprache doch durch die Gegend rennen, wird ein Teppich schnell zu einer echten Gefahr, die schlimmstenfalls mit ausgeschlagenen Zähnen oder Schürfwunden enden kann.

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9. Ecken aller Art

So furchtbar wie das klingt, aber Ecken sind nicht wirklich die Freunde unsere Kinder. Natürlich wissen wir, dass nicht jede Ecke abgepolstert werden kann, wir leben nicht in einer Schaumstoffwelt und Kinder müssen lernen, Gefahren einzuschätzen. Aber gerade wenn die Kleinen wieder in Eile sind, nehmen sie die Ecken oder Kanten, die sich in jedem Zuhause finden, gerne mal mit. Und leider hat das oft auf den ersten Blick schlimme Wunden zur Folge. Platzwunden am Kopf, Schrammen am Knie, die Liste ist lang und oft können wir Eltern gar nicht vorhersehen, wie ungünstig Kinder teilweise irgendwo gegen rennen.

Tina Hoffmann

Begegnung mit einem Sanitäter

Mein Sohn hat Ohren putzen gehasst als er klein war. Das eine Mal war es aber echt nötig, er rannte vor mir weg, ich hinterher, er stolperte, segelte etwa zwei Meter durch die Luft und dann mit der Stirn gegen die spitze Kante der Heizung. Ihm blieb erstmal die Luft weg, die Stirn kam sofort komplett blau raus. Ich habe den Krankenwagen gerufen und der Sanitäter sagte so: „Jungs - mir ist das gleiche passiert" und zeigte mir eine Narbe an der Stirn.

Leider hilft der Eckenschutz nur eine überschaubare Zeit. Ich will hier niemandem die Illusion nehmen, aber eine schnelle Umfrage in der Redaktion ergab: In jeder Familie gibt es mindestens ein Kind, was mit sehr viel Hingabe den eigentlich festen Eckenschutz in Windeseile abgeknibbelt hatte. Bleiben nur gut aufpassen, zur Achtsamkeit erziehen und die elterliche Hand an Tischecken, wenn die Kinder mal wieder unterm Tisch rumkrabbeln.

10. Wickelkommode

Jedes Elternteil bekommt allerspätestens nach der Geburt den Hinweis, den Nachwuchs NIEMALS unbeaufsichtigt auf der Wickelkommode liegen zu lassen. Denn auch wenn sich das Baby noch nicht drehen kann, manchmal reichen die unkontrollierten Bewegungen von Neugeborenen aus um herunterzufallen und Kopfverletzungen zu riskieren.

Am sichersten ist das Wickeln auf dem Boden, aber oft ist das für Eltern nicht gerade rückenfreundlich. Deswegen können wir hier nur appellieren. Wenn ein Baby auf der Wickelkommode liegt, gilt ausschließlich und zu jeder Zeit: Eine Hand gehört ans Kind.

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Unfälle entstehen auch, weil Kleinkinder in der Autonomiephase ihren eigenen Willen entdecken. Im Video wird diese wichtige Phase näher beleuchtet:

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Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / Alexander_Safonov

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