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Geldstrafe: Vater darf Bilder seiner kleinen Tochter nicht ins Netz stellen

Geldstrafe: Vater darf Bilder seiner kleinen Tochter nicht ins Netz stellen

Kinderfotos

Das wird teuer: Obwohl die sorgeberechtigte Großmutter es verboten hatte, veröffentliche der Vater Fotos seiner kleinen Tochter auf Facebook. Das Amtsgericht Hannover verurteilte ihn nun zu einer Geldstrafe.

Die Großmutter hatte dem 23-Jährigen Papa zwar erlaubt, Fotos von sich und seiner damals neun Monate alten Tochter zu machen, sie untersagte ihm aber, diese ins Netz zu stellen. Trotz des Verbots veröffentlichte er die privaten Fotos bei Facebook und gab seinen Facebook-Freunden so Einblick in den geschützten Raum in der Wohnung. Die Großmutter klagte gegen die Veröffentlichung der Bilder in den sozialen Medien und bekam nun Recht. Die Strafe für den Papa: 40 Tagessätze à 40 €.

Kinderfotos im Netz: Immer wieder Thema

Kinderbilder bei Facebook, Instagram und Co. sind ein sehr wichtiges Thema, für das wir unbedingt einen sensibleren Umgang brauchen. Vielen Eltern ist gar nicht bewusst, dass bereits Babys und Kinder Persönlichkeitsrechte haben und dass das Posten von Bildern somit eine Verletzung ihrer Privatsphäre darstellt. Das Problem: Es ist natürlich unmöglich, seine kleinen Kinder zu fragen, ob sie mit der Veröffentlichung ihrer Bilder einverstanden sind. Wer Fotos seiner Kinder mit seinen Freunden teilen möchte, sollte daher viele Punkte beachten: Die Kleinen nicht in peinlichen Momenten zeigen, keine anderen Kinder außer den eigenen zeigen und vor allem darauf achten, dass die Fotos nicht in falsche Hände geraten. Wichtig sind dabei eure Privatsphäreeinstellungen auf den verschiedenen Plattformen. Tipps dafür findest du hier:

Möchtest du so im Internet zu sehen sein?

Bei Kindern finden wir es irgendwie süß, wenn sie auf dem Töpfchen oder mit verschmiertem Mund fotografiert werden. Uns Erwachsenen wiederum wären solche Fotos einfach nur peinlich. So kommt es, dass die ganze Welt den Nachwuchs in extrem privaten Momenten kennt und das Kind das Ganze erst viele Jahre später versteht – und sich vermutlich ziemlich schämt. Bloggerin Toyah Diebel hat gemeinsam mit Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht eine Kampagne zu diesem Thema gestartet. Sie ließen Fotos anfertigen, auf denen sie sich in typischen Babyfoto-Posen präsentierten:

Mit der Aktion zeigt die Bloggerin und Autorin, wie wichtig es ist, sich als Eltern immer die Frage zu stellen: Würdest du so ein Foto von dir selbst posten?

Bildquelle: Getty Images/Vyacheslav Dumchev

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