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Urlaub für alle

Urlaub mit Freu(n)den: 11 Tipps für den Urlaub mit befreundeten Familien

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Urlaub mit den Kindern ist toll. Aber manchmal auch ganz schön anstrengend, weil die Kinder eben auch beschäftigt werden wollen und das ist für uns Eltern oft wenig erholsam. Die Lösung? (Ohne Kinder in Urlaub zählt nicht) Urlaub mit befreundeten Familien! So beschäftigen sich die Kinder gegenseitig und wir Eltern kommen auch mal zu Ruhe – zumindest so der Plan! Mit unseren 11 Tipps wird der gemeinsame Urlaub garantiert ein Erfolg.

Der Erfolg eures Urlaub mit befreundeten Familien hängt maßgeblich von der Vorbereitung ab. Diese 11 Fragen solltet ihr vor eurer Reise miteinander besprechen und abstimmen. Also setzt euch mit euren Freunden zusammen und redet ehrlich über eure Wünsche und Erwartungen an den gemeinsamen Urlaub. Dann werdet ihr alle eine gute Zeit haben!

#1 Mit wem wollen und können wir verreisen?

Der Erfolg eines gemeinsamen Urlaubs mit einer befreundeten Familie steht und fällt mit der Wahl der Urlaubspartner*innen. Bevor ihr Freunden vorschlägt, zusammen zu verreisen, geht den gemeinsamen Urlaub mal in eurem Kopf durch – welche Bilder habt ihr im Kopf? Passt ihr von den Interessen und Bedürfnissen zu einander bzw. können alle berücksichtigt oder separat bedient werden? Wenn ihr denkt, dass es irgendwo knirschen könnte, dann fahrt lieber alleine in den Urlaub oder sucht euch eine andere befreundete Familie.

Neue Freunde finden

Wenn ihr keine Familie in eurem Freundeskreis habt, die zu euch und euren Urlaubsvorstellungen passt, ihr aber dennoch gerne zusammen mit einer anderen Familie verreisen wollt, dann schaut doch mal in Familienreise-Foren oder -Gruppen auf Facebook. Stellt euch und eure Pläne vor und fragt, wer Lust und Zeit hat. Dabei sind schon oft aus Fremden Freunde geworden!

„Was ist, wenn man sich nach ein paar Tagen nur noch zofft? Man kann sich noch so lange kennen – schiefgehen kann es trotzdem. Genauso können aber durch einen gemeinsamen Urlaub aus guten Bekannten Freunde fürs Leben werden."

Diplom-Psychologin Angelika Faas

#2 Mögen sich alle?

Super, wenn ihr Eltern euch gut versteht. Das bringt aber alles nichts, wenn eure Kinder sich nicht mögen. Das führt nur zu Stress, Frust und Streit und am Ende kommt keiner erholt aus diesem Urlaub zurück.

Angelika Zahn

Fight, Fight, Fitght!

Mein No-Go: Mit einer Familie in den Urlaub fahren, bei der sich die Kinder nicht wirklich verstehen und die ganze Zeit streiten. Ist für alle Beteiligten Horror – ich spreche aus Erfahrung ...

Angelika Zahn

#3 Wo wollen wir hin?

Wohin soll die Reise gehen? Findet eine Familie, die das gleiche Ziel hat wie ihr. Es bringt nichts, die besten Freunde zum Urlaub in den Bergen zu überreden, wenn dort Eltern und Kinder die ganze Zeit nur maulen oder ein Schnute ziehen, weil sie viel lieber am Meer wären. Wählt einen Urlaubsort auf den ihr euch alle freut. Wenn ihr noch Tipps braucht, haben wir die besten Reiseziele für Familien für euch.

#4 Welche Unterkunft passt zu uns?

Neben dem Urlaubsort ist auch das Zuhause in der Ferne ein wichtiger Punkt, der für alle gut sein sollte. Wer sonst immer All-inclusive urlaubt, wird am Urlaub auf dem Campingplatz oder auf dem Bauernhof eventuell nicht so viel Freude haben. Wer sehr wählerisch beim Essen ist oder sich ungerne zeitlich bindet, wird bei einem Hotelurlaub wahrscheinlich schlechte Laune kriegen.

Überlegt euch auch gut, ob es wirklich funktioniert, wenn ihr euch eine Unterkunft, z. B. ein Ferienhaus, teilt. In den meisten Fällen ist es besser, wenn jede Familie ihr eigenes Haus, Zimmer, Wohnung oder Wohnwagen hat.

Jessica Fowler

Geordneter Rückzug

Mir ist vor allem wichtig, dass jede Familie einen Rückzugsort hat. Bei uns war das z.B. ein Haus mit zwei voneinander getrennten Wohnungen. Dadurch hatten wir sowohl einen gemeinsamen Pool als auch eine Terrasse, auf der wir jeden Tag gemeinsam gegessen haben, und sind auch gemeinsam in die Stadt und zum Strand gefahren. Gleichzeitig konnten wir aber auch einfach mal getrennt voneinander Filmabende oder ähnliches mit der eigenen Familie einlegen.

Jessica Fowler

#5 Wie viel Geld könnt ihr ausgeben?

Wenn ihr mit einer befreundeten Familie verreisen wollt, sprecht vorher über euer jeweiliges Urlaubsbudget und stimmt den Urlaub darauf ab. Es sorgt für Frust am Urlaubsort, wenn eine Familie jeden Abend essen gehen und teure Ausflüge buchen will, aber die andere Familie sich das nicht leisten kann. Natürlich muss man im gemeinsamen Urlaub nicht alles gemeinsam machen, aber es sollte kein zu großes Ungleichgewicht entstehen, sonst sind auch die Kinder enttäuscht, die sehen, dass die anderen so tolle Sachen machen und sie selbst das nicht können.

#6 Wie läuft es bei euch?

Jede Familie hat ihre eigene täglich Routine. Wenn ihr zusammen mit Freunden in Urlaub fahrt, geht gemeinsam einmal durch, wie euer jeweiliger Tagesablauf so aussieht und welche Fixpunkte auch im Urlaub eingehalten werden sollen. Passt das zusammen? Bietet es vielleicht sogar Möglichkeiten, weil man in der Zeit in der das Kleinkind schläft etwas schönes mit dem großen Kind machen kann (ohne dass das kleine nervt)? Wichtig ist, das ihr die Abläufe euer Urlaubspartnerfamilie kennt und wisst, was euch erwartet.

Angelika Zahn

Ich bin noch nicht müde!

Ich empfehle, nur mit Familien zu verreisen, bei der man sich vorher wirklich sicher ist, dass es matcht. Das muss nicht unbedingt die Familie sein, mit der ihr im Alltag am meisten zu tun hat. Ein Beispiel: Legen die anderen Eltern Wert darauf, dass die Kinder auch im Urlaub um 19 Uhr im Bett liegen und ihr seht das eher entspannter, kommt Stress auf.

Angelika Zahn

#7 Was wollen wir essen?

Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn ihr euch eine Unterkunft teilt und auch gemeinsam essen wollt. Besprecht vor eurem Urlaub welche Vorlieben, Abneigungen, Unverträglichkeiten und Essensintervalle es gibt. Wie viele Süßigkeiten dürfen eure Kinder essen oder gibt es bei euch Regeln in Bezug auf Nachtisch und Teller leer essen? Damit es vorm und beim Kochen (Eltern) und beim Tisch (Kinder) nicht zu Diskussionen kommt, sprecht euch wenigstens grob ab oder plant gleich alle Mahlzeiten für die gemeinsame Urlaubszeit vor.

Charoline Bauer

Heute wir, morgen ihr

Wir haben es bei unseren Urlaub mit befreundeten Familien in den letzten Jahren immer so gemacht, dass wir vorab die absoluten Essens-No-Gos von allen besprochen haben und auf dieser Basis hat eine Familie drei Abendessen für alle eingeplant und dafür eingekauft und die andere Familie für drei andere Abende. Einen Abend sind wir zusammen ins Restaurant gegangen. Frühstück hat jeder mitgenommen, was die eigene Familie mag und jede*r durfte sich an allem bedienen.

So muss nicht eine*r für alle einkaufen gehen, man muss nicht groß rumrechnen und jeder hat die gleiche Anzahl an Essen, um die er oder sie sich kümmern muss. Für uns hat dieses System prima funktioniert. Wir haben dabei übrigens mit vier Erwachsenen und vier Kindern in einem gemeinsamen Ferienhaus geurlaubt.

Charoline Bauer

#8 Wie erziehst du?

Natürlich müsst ihr euch für eine Woche gemeinsamen Urlaub nicht auf einen gemeinsamen Erziehungsstil einigen, aber es ist schon ganz gut, wenn man schaut, dass für diese Woche wenigstens etwa die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Ihr solltet euch zum Beispiel einig sein, ob die Kinder nur am Tisch oder überall essen dürfen. Wie viel Medienzeit dürfen die Kinder haben? Wie oft gibt es Eis oder Süßigkeiten? Wann ist Bettgehzeit? Welche Erziehungsregeln sind euch besonders wichtig bzw. was ist für euch ein No Go (z. B. Schreien, Strafen, etc.). Setzt euch als Eltern vorher zusammen und sprecht darüber – selbst wenn ihr euch gut kennt, kann so eine klare Absprache hilfreich sein.

#9 Was willst du?

Sammelt vor eurem Urlaub, die Wünsche und Vorstellungen aller Urlaubsteilnehmenden ein - vom Kleinkind bis zum Opa. Ihr könnt vielleicht nicht alle Bedürfnisse berücksichtigen, aber es sollte von jedem etwas dabei sein: Also Strand-Chill-Buddeltage für das Kleinkind, Wanderungen für die Mama, Kultur für Papa, Shopping für den Teenager, etc.

#10 Heute geschlossene Gesellschaft

Urlaub mit einer befreundeten Familie ist toll. Es ist immer was los und es kommt keine Langeweile auf. Aber das kann auch irgendwann zu viel werden. Für uns hat es sich deshalb bewährt, wenn wir einzelne Aktivitäten nur für die Kernfamilie einplanen - das kann einfach nur ein Nachmittag am Strand sein, ein Ausflug auf den Reiterhof oder die Gokart-Bahn oder eine gemeinsame Familienwanderung. So kommen alle etwas zur Ruhe und freuen sich dann wieder richtig auf den Trubel mit allen anderen.

#11 Wie streiten wir?

Es muss nicht gleich streiten sein, aber auch unausgesprochener Ärger oder Unwohlsein mit einer bestimmten Situation oder Handlung des anderen kann euch die Stimmung und den Urlaub verderben. Besprecht euch vor der Reise, wie ihr mit solchen Situationen umgehen wollt – wann (z. B. erst abends, wenn die Kinder im Bett sind) und wie (direkt in der Situation, wenn möglich oder mit Vorwarnung/Ansage) soll es angesprochen werden. Es ist völlig ok und normal, wenn euch Dinge an euren Freunden im Urlaub nerven oder ärgern. Aber es ist wichtig darüber gemeinsam zu sprechen – damit seid ihr auch ein tolles Vorbild für eure Kinder, wie man mit Konflikten umgeht und Kompromisse findet.

Maike Mauer

Redezeit

Beide Parteien sollten ehrlich und offen zueinander sein (können), wenn mal etwas zu viel ist. Sonst entsteht schnell unnötiger Groll. Wie Jessica schreibt: Rückzug muss in Ordnung sein.

Maike Mauer

Was sind die Vorteile beim gemeinsamen Urlaub mit befreundeten Familien?

  • Spielgefährten für die Kinder: Die Kinder haben jemanden zum Spielen (gerade für Einzelkinder oder Geschwister mit großem Altersabstand schön).
  • Geteilte Kinderbetreuung: Die Eltern können sich die Betreuung aufteilen, sodass jede*r mal zum Entspannen kommen.
  • Es spart Geld: Ein großes Ferienhaus oder Ferienwohnung durch zwei geteilt, ist oft günstiger als ein kleines Haus oder Wohnung alleine.
  • Neue Erfahrungen und Input sammeln: Gerade im Hinblick auf Kindererziehung und Familienroutinen kann man oftmals die ein oder andere Strategie von der befreundeten Familie lernen.
  • Gewohnte (Urlaubs-)Pfade verlassen: Andere machen Dinge anders und manchmal machen sie sie besser, bzw. bringen eure Freunde euch vielleicht auf neue Urlaubsunternehmungen, die ihr gar nicht auf dem Schirm hattet.
  • Hallo Date-Night: Wenn die anderen Eltern auf eure Kinder aufpassen, könnt ihr vielleicht auch einmal einen Adults only-Abend für euch als Paar genießen.
  • Keine Langeweile bei der Selbstversorgung: Wenn ihr als Selbstversorger urlaubt, könnt sich die Erwachsenen jeweils beim Kochen und bei der Kinderaufsicht gegenseitig Gesellschaft leisten, damit macht beides gleich viel mehr Spaß.

Welche Nachteile hat ein gemeinsamer Urlaub mit Freunden?

  • Streit: Je mehr Leute dabei sind (und mitbestimmten wollen), desto größer ist das Konfliktpotential.
  • Stress: So viel Trubel, Heiterkeit und Unternehmungen sind nicht für alle was. Manche fühlen sich davon schnell gestresst und überfordert (das gilt für Kinder wie für Erwachsene).
  • Verlust von Privatsphäre: Wenn ihr zusammen urlaubt, bekommt ihr sicher auch mal mit, wie die anderen sich streiten. Oder sie bekommen mit, wenn ihr euch anzickt. Das kann und möchte nicht jeder vor anderen, aber lässt sich beim gemeinsamen Reisen nicht immer vermeiden.
  • Neid: Das andere Paar geht viel liebevoller miteinander um? Die anderen Kinder hören besser und essen alles? Die andere Familie kann sich viel mehr Extras leisten? Bei einem Urlaub mit befreundeten Familien vergleicht man sich oft automatisch und fühlt sich vielleicht schlecht oder ist neidisch, wenn man denkt, dass es bei den anderen besser läuft.

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Bildquelle: Getty Images/ Stockbyte

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