Osteopathie bei Babys: Wann zahlt die Krankenkasse?

Gerade bei Babys und Kleinkindern gilt die Osteopathie als wirksame Therapieform. Wie Sie einen guten Osteopathen für Ihr Baby finden und wer die Kosten übernimmt, das erfahren Sie hier.

Wie finde ich einen Therapeuten?

Wie Osteopathie Babys hilft

Für Babys sind Osteopathen mit einer kinderosteopathischen Weiterbildung zu empfehlen.


Die Bezeichnung „Osteopath“ ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt. Eine fundierte Ausbildung ist jedoch unabdingbar. Wie Sie die richtige Wahl treffen:
1. Wer darf als Osteopath praktizieren?

Osteopathie gilt nicht als eigenständige Heilkunde. Daher dürfen nur Ärzte oder Heilpraktiker mit entsprechender Zusatzqualifikation sie selbstständig ausüben. Osteopathisch ausgebildete Physiotherapeuten benötigen eine Verordnung.
2. Qualitätsmerkmale eines Osteopathen
In Deutschland ist die Ausbildung zum Osteopathen bislang nicht gesetzlich geregelt – Dauer und Qualität sind also uneinheitlich. Nur in Hessen gibt es derzeit eine staatliche Kontrolle. Erkundigen Sie sich daher nach der Qualifikation des Therapeuten. Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) zum Beispiel verlangt eine mindestens vierjährige Ausbildung an einer anerkannten Schule. Therapeuten mit Schutzmarken wie D.O. (Diplomierter Osteopath) und M.R.O. (Mitglied im Register der Osteopathen) erfüllen diese Voraussetzungen. Adressen finden Sie auf der VDO-Verbandsseite (www.osteopathie.de) und der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM, www.dgom.info).
3. Osteopathen mit Zusatzausbildung für Babys und Kinder
Um Kinder kompetent behandeln zu können, ist es zudem wichtig, deren Anatomie, Entwicklungsstufen und spezifischen Krankheitsbilder genau zu kennen. Ideal sind deshalb Therapeuten mit einer zusätzlichen kinderosteopathischen Weiterbildung von mindestens 400 Stunden. Hier hilft die Mitgliederliste der Deutschen Gesellschaft für Kinderosteopathie (DGKO, www.kinderosteopathen.de) weiter.

Welche Kasse zahlt den Osteopathen?

Wer sein Baby oder Kind osteopathisch behandeln lassen möchte, sollte sich vorher über die Kostenbeteiligung der Krankenkasse informieren.
Da es derzeit erst wenige Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie gibt, ist diese Therapieform bislang nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Es gibt jedoch erste Vorreiter, die sich an Behandlungskosten beteiligen. So zahlt z.B. die DAK eine osteopathische Erstuntersuchung für Säuglinge in den ersten zwölf Lebensmonaten. Für notwendige Folgebehandlungen erhalten kleine DAK-Versicherte vergünstigte Konditionen bei anerkannten Vertragspartnern.
Private Krankenkassen oder private Zusatzversicherungen
hingegen übernehmen die Kosten für osteopathische Sitzungen häufig ganz oder zumindest teilweise – je nach Vertrag. Wer mit seinem Kind einen Besuch beim Osteopathen plant, sollte sich also zuvor bei seiner Krankenkasse erkundigen, welche Möglichkeiten der Kostenbeteiligung es gibt. Für eine Therapiestunde mit ausführlicher Anamnese, Untersuchung und Behandlung müssen Sie bei Kindern mit Kosten zwischen 60 und 120 Euro rechnen.


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