Fruchtbarkeit: Gefahr durch Softdrinks

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Fruchtbarkeit: Gefahr durch Softdrinks

Eine US-Studie zeigt, dass Limonaden und andere zuckerhaltige Getränke die Fruchtbarkeit reduzieren. Schon eine geringe Menge scheint zu schaden – wie viel darf man noch trinken?

 

Softdrinks beeinträchtigen die Fruchtbarkeit: Ein Hindernis für den Kinderwunsch

Ob in Süßigkeiten, Getränken oder versteckt in industriell gefertigten Lebensmitteln, in denen man ihn nicht vermutet: Zucker ist überall und macht unserer Gesundheit und unserem Körpergewicht zu schaffen. Neben Übergewicht, Diabetes, Fettleber, erhöhtem Krebsrisiko und anderen Krankheiten hat Industriezucker eine weitere Auswirkung – er senkt die Fruchtbarkeit. Eine neue US-Studie der Boston University belegt, dass sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Chancen auf ein Baby sinken, wenn sie regelmäßig Softdrinks konsumieren.

Warum Softdrinks so gefährlich sind

Wer seinen Zuckerkonsum reduzieren möchte, denkt oft zuerst an Schokolade, Kekse und andere Leckereien. Dabei sind Softdrinks mindestens genauso gefährlich, da man sich den Zucker in einer für den Körper leicht verwertbaren Form in hohen Mengen zuführt.

Wer 0,3 Liter Cola oder Limonade trinkt (also ein nicht einmal besonders großes Glas), nimmt auf einen Schlag 27 Gramm Zucker zu sich, der binnen 20 Minuten im Blut landet. Der Körper hat dafür keine Verdauungsarbeit zu leisten – anders als bei fester Nahrung.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, pro Tag nicht mehr als 25 Gramm freien Zucker aufzunehmen – damit liegt man also schon mit einem Glas oder einer kleinen Flasche Cola über der Grenze.

Cola und Co.: Welche Mengen beeinträchtigen die Fruchtbarkeit?

Das Forscherteam befragte und untersuchte 3.800 Frauen und 1.000 Männer, die jeweils ein Jahr lang probierten, ein Kind zu zeugen. "Wir fanden positive Assoziationen zwischen dem Konsum von zuckergesüßten Getränken und einer geringeren Fruchtbarkeit, die nach Kontrolle weiterer Faktoren, einschließlich Fettleibigkeit, Koffeinkonsum, Alkohol, Rauchen und allgemeiner Ernährungsqualität, konsistent waren", erklärte Elizabeth Hatch, Hauptautorin der Studie und Professorin für Epidemiologie an der Boston University.

Die Forscher stellten fest, dass schon ein Softdrink pro Tag die Fruchtbarkeit herabsetzt – bei Männern um ein Drittel, bei Frauen um 25 %. Trinken beide Partner gerne täglich ihre Limo und Cola, potenziert sich die Wirkung noch. Das kann schon eine einfache Erklärung sein, wenn sich der Kinderwunsch nicht erfüllen will.

Noch extremer ist die Auswirkung von Energydrinks, die die Chancen auf ein Baby noch stärker senken.

Fruchtsäfte und Diätgetränke beeinträchtigen Fruchtbarkeit nicht

Wer aus Sorge um die Figur ohnehin schon auf Cola Light und andere Diätvarianten setzt oder aber gerne Fruchtsäfte trinkt, braucht sich wegen der negativen Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit keine Sorgen zu machen, sagen die Forscher. Obwohl auch Fruchtsäfte viel Zucker enthalten, scheint der Stoffwechsel anders damit umzugehen.

Allerdings sollte man auch hier auf die generellen gesundheitlichen Auswirkungen achten, denn dass Fruchtsäfte dem Körper zu viel Zucker in zu kurzer Zeit liefern, ist dennoch der Fall. Und die Zuckerersatzstoffe in Diätgetränken stehen ebenfalls immer wieder in der Kritik.

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Mit viel Wasser zubereitete Fruchtschorlen oder aber Wasser, in dem einige frische Fruchtscheiben schwimmen, sind eine gesündere Alternative, wenn man nicht nur Wasser trinken möchte. Mit der Zeit gewöhnt sich der Körper an die geringere Süße – bald schmeckt einem das "Zuckerwasser" dann gar nicht mehr.

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Bildquelle: Getty Images

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