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Neuanfang

Erster Kindergartentag: So wird der Neuanfang entspannt für Mama, Papa & Kind

© getty images /iStock / Getty Images Plus /Rawpixel
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Der erste Kindergartentag steht vor der Tür und bringt mächtig Aufregung mit sich! Denn alles wird ab jetzt ein bisschen anders. Gerade bei uns Eltern können die Gefühle da ordentlich Achterbahn fahren. Kleiner Trost: Euer Kind ist vermutlich genauso vorfreudig-aufgregt wie ihr und im Zweifelsfall solltet ihr euch davon anstecken lassen.

Wie bereitet ich mein Kind auf den ersten Kindergartentag vor?

Ein Patentrezept gibt es dafür nicht. Der erste Kindergartentag für die Ü3-Kinder ist und bleibt spannend. Ihr kennt euer Kind am besten. Die einen mögen gern Bücher lesen, die ihnen ganz genau erklären wie der Kitaalltag ablaufen wird, andere möchten den Weg zum Kindergarten schon mal ablaufen oder von Freund*innen hören, was sie bisher verpasst haben. Schaut, was euer Kind wirklich braucht und vergesst nie: Jede Familie hat eigene Regeln. Achtet auf euch, nicht auf das, was alle anderen sagen.

Wichtig ist es, dass ihr euer Kind bei den Vorbereitungen mit einbezieht. Wie würdet ihr euch fühlen wenn es von jetzt auf gleich heißt: So wirds gemacht, du darfst dazu gar nichs sagen. Es geht um einen neuen Lebensabschnitt für eure Mäuse, da dürfen sie natürlich auch erklären was sie vorhaben oder dabei helfen gemeinsame Rituale für euren veränderten Alltag zu entwickeln.

Andrea Zschocher

Kita, Kindergarten, Krippe ..?

Ich muss gestehen, dass mich die Begrifflichkeiten rund um den Kindergartenalltag von Kindern manchmal überfordern. Was genau ist die Krippe? Gibt es einen Unterschied zwischen Kita und Kindergarten? Vielleicht liegt es daran, dass meine Kinder sehr kleine Kitas von privaten Trägern besuchen bzw besucht haben, aber dieses Konzept U3 und Ü3, das gab es nie.

Eine Zeitlang waren alle drei Kinder zusammen in ihrer Kita und zugegeben, die Eingewöhnung vom dritten Kind ging in dem Fall wirklich sehr schnell. Aber weil das Kind das so wollte, nicht weil ich darauf gedrängt hätte.

Vorbereitungen für den ersten Kindergartentag

Solltet ihr sie nicht bei Vertragsunterzeichnung bekommen haben, fragt im Kindergarten nach einer Checkliste die mehr oder weniger ausführlich beschreibt, was ihr alles besorgen und mitbringen müsst. Meist reichen diese Listen von Hausschuhen über Wechselwäsche bis hin zu Brotdosen. Aber tatsächlich ist das von Kindergarten zu Kindergarten sehr unterschiedlich, denn jedes Team braucht und wünscht andere Dinge. Am Anfang ist es hilfreich sich einfach an die Liste zu halten, sie ist über Jahre im Kita-Team erprobt worden und erleichtert allen den Start.

Ihr könnt natürlich die Vorbereitungen auf den ersten Kindergartentag auch zuhause gestalten. Solltet ihr beispielsweise ab sofort einen Kindergartenrucksack oder eine Tasche benötigen, könnt ihr dieser einen Platz in eurem Heim einräumen. So wird sichtbar: Bald geht es los.

Wenn euer Kind mit dem ersten Kindergartentag überfordert ist

Ihr merkt, dass die Vorbereitungen eurem Nachwuchs Angst machen? Keine Sorge, das ist total normal. Und wird, ehrlich gesagt, auch spätestens beim Übertritt von der Kita in die Schule wieder ein Thema werden. Das ist ja auch total ok. Für den Moment hilft es am meisten, ihr lasst eure Kinder mit dem Thema einfach in Ruhe. Macht kein großes Ding daraus, betont auf keinen Fall immer wieder wie aufregend der neue Schritt ist. Das würde vermutlich nur zu (noch mehr) Angst führen.

Sich Sorgen um neue Situationen zu machen, ist ganz normal. Will euer Kind darüber sprechen, seid offen und hört zu. Eltern mit offenen Ohren und Armen sind das beste Gegenmittel zu eigener Überforderung.

Andrea Zschocher

Buchtipp für den ersten Kindergartentag

Mein jüngstes Kind musste kürzlich den Kindergarten wechseln. Und um es auf diesen Moment vorzubereiten, immerhin änderte sich alles, was bisher bekannt war, sind Bücher hier das Mittel der Wahl. Ich besorgte also das Buch "Niemals Nie Nicht!" über eine Fledermaus die auch ihren erste Kindergartentag hat. Aber Lust hat sie darauf nicht, sie möchte bei ihren Eltern bleiben und schreit so laut, dass diese plötzlich schrumpfen. Super, so kann sie die beiden ja mit in die Kita nehmen.

Aber irgendwann wird der kleinen Fledermaus klar: Die Eltern im Kindergarten sind gar nicht so toll. Aber die wollen sie plötzlich gar nicht mehr allein lassen... Ein lustiges Buch, dass die Angst vieler Kinder vor dem Alleinsein schön spiegelt und ganz viel Kraft gibt.

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So klappt die Eingewöhnung im Kindergarten

Habt ihr schon mal von den Schnuppertagen gehört? Viele Einrichtungen bieten an, dass die Eltern zusammen mit ihren Kindern in eine Spielgruppe kommen und so gemeinsam die unbekannten Räume, vor allem aber die Erzieher*innen kennengelernt werden können. Das hat für beide Seiten viele Vorteile: Alle Beteiligten lernen sich gut kennen und am ersten Kindergartentag wirkt die Umgebung nicht mehr so fremd. Alternativ könnt ihr auch einen Tag der offenen Tür nutzen um euch, auch nach Vertragsunterzeichnung, nochmal gemeinsam die Räumlichkeiten anzusehen.

Aber keine Sorge: Ihr müsst unter keinen Umständen am ersten Kindergartentag eure Kinder an der Tür abgeben und dann hoffen, dass alles gut geht. Meist bieten die Kitas eine sanfte Eingewöhnung, meist nach dem Berliner Modell an. Das bedeutet, dass ihr über mehrere Tage bzw. Wochen die Trennung übt bis euer Kind schließlich von der Garderobe aus direkt in seine Spielgruppe rüber flitzt.

Andrea Zschocher

Take your time

Ich weiß, dass das ein eher kontroverser Tipp ist, aber nach drei Kitaeingewöhnungen ist mein Fazit: Take your time. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht um im Kindergartenalltag anzukommen. Sprecht mit den Erzieher*innen, sie wollen die Eingewöhnung für alle Seiten so stressfrei wie möglich gestalten. Und dazu zählt eben auch zu sehen, bei wem es etwas länger dauert.

Wichtig ist, alles anzusprechen was verunsichert. Denn nur im Gespräch lassen sich Lösungen erarbeiten.

Seid zuversichtlich in der Eingewöhnung

Kinder lassen sich sehr von den Unsicherheiten von Mama und Papa beeinflussen. Deshalb gilt: Nur wenn ihr einen zuversichtlichen Eindruck macht, traut sich euer Nachwuchs die Eingewöhnung in der neuen Umgebung zu.

Mindestens genauso wichtig für die Kindergarten-Eingewöhnung ist, dass ihr Eltern Vertrauen in die Erzieher*innen und die neue Umgebung habt. Wenn es euch da nicht gefällt, wie sollen eure Kinder dann positive Gefühle für diesen Ort entwickeln?

Verurteilt auch nicht alles, was euch im ersten Moment vielleicht fremd erscheint. Denn nur weil Dinge anders gemacht werden als bei euch zuhause, sind sie nicht schlechter. Lasst euch darauf ein. Eine erste Bilanz könnt ihr, gern gemeinsam mit den Erzieher*innen, nach einem Monat ziehen.

Erster Kindergartentag: Was muss ich mitbringen?

Erkundigt euch im Vorfeld bei eurem Kindergarten, was ihr am ersten Tag mitbringen sollt. Es gibt normalerweise eine Checkliste. Die folgenden Gegenstände sind jedoch auch über den ersten Tag hinaus wichtig:

  • Brotdose: Neben einem gesunden Frühstück sind etwas Obst oder ein paar Gemüsestifte für zwischendurch empfehlenswert. (Hinweis: Das gilt nur, wenn ihr in eurem Kindergarten selbst für das Frühstück verantwortlich seid. Viele Kitas übernehmen das, gegen einen Aufpreis, inzwischen selbst. Hier solltet ihr nachfragen)
  • Trinkflasche: In vielen Kindergärten werden Tee und Wasser angeboten. Manche Kitas möchten bei Ausflügen aber eine eigene Trinkflasche für jedes Kind.
  • Kuscheltier: In die meisten Kindergärten darf das Kuscheltier mit. Allerdings sollte es nicht das Lieblingstier sein – falls es mal verloren geht
  • Zahnbürste: Gebt eurem Kind eine eigene Zahnbürste und eine Zahnpasta mit für das gemeinsame Zähneputzen nach dem Essen.
  • Wechselkleidung und Regenkleidung zum Rausgehen kann in vielen Kindergärten auch deponiert werden.
Andrea Zschocher

Von dieser Liste brauchte ich ...

... Wechselkleidung. Und, wenn die Kinder es wollten, ein Kuscheltier. Das allerdings täglich wechselte. So unterschiedlich sind Kindergärten nämlich. Die einen bieten ein Frühstück an, die anderen besorgen die Zahnbürsten und Zahnpasten für alle. Wir hatten vielleicht besonders viel Glück, aber abgesehen von der Wechsel- und Regenbekleidung war im Kindergarten meiner Kinder alles vorhanden.

Aber es ist immer besser vorbereitet zu sein als einen Tag vor dem Start in den Kindergartenalltag festzustellen was noch alles fehlt. Daher mein Rat: Fragt mit Vorlauf nach, was ihr wirklich braucht.

Tipps für die erste Trennung im Kindergarten

Dass der Abschied am Anfang schwer fällt, ist völlig normal. Und auch wenn es ein bisschen länger dauert als ihr das aus dem Bekanntenkreis so kennt, lasst euch nicht verunsichern. Es ist die Eingewöhnung eures Kindes, ihr seid die Eltern und es ist wichtig wie es euch allen damit geht.

Hier ein paar Tipps die helfen, die Trennung zu überbrücken:

  • Malt euch und eurem Kind die gleichen Symbole auf die Hand. Dann erinnert es sich an euch, wenn es darauf schaut.
  • Malt eurem Schatz eine kleine Nachricht für die Brotbox.
  • Ladet das Lieblingskuscheltier mit Mama- bzw. Papaenergie auf, dann kann sich das Kind im Laufe des Tages "Energie zapfen".
  • Gebt z. B. einen Schal mit, der nach euch riecht.
  • Fragt euer Kind, was es braucht, um sich im Kindergarten wohl zu fühlen. Alle Ideen dürfen sein, nichts davon ist doof.
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Was für die Eingewöhnung wichtig ist:

  • Versichert glaubhaft, dass ihr euer Kind bald wieder abholt und es bis dahin gut bei den Erzieher*innen aufgehoben ist. Macht ihm Lust auf seinen Spieltag im Kindergarten und sagt ihm, was ihr in der Zeit macht und wann ihr zurückkehrt. Uhrzeiten helfen den Kleinsten allerdings nicht. Sagt beispielsweise, dass ihr nach dem Mittagsschlaf wiederkommt.
  • Seid unbedingt pünktlich, damit euer Kind das Gefühl hat, dass auf eure Aussage Verlass ist.
  • Zeigt eurem Kind, dass ihr Vertrauen zu seiner Erzieherin bzw. seinem Erzieher habt. Schließlich ist er/sie auch die wichtigste Ansprechperson, falls doch mal Probleme auftreten.
  • Erinnert euer Kind an die vielen Sachen, die es im Kindergarten machen kann, z.B. draußen herumtoben, singen, spielen.
  • Zeigt eurem Kind, wie stolz ihr auf seine Selbstständigkeit seid. Für Kinder ist es ein tolles Erfolgserlebnis, sich in einer fremden Umgebung gut integriert zu haben.
  • Ob ihr beim Hinbringen schnell oder langsam Abschied nehmen solltet - darüber gibt es geteilte Ansichten. Da ihr euer Kind kennt, werdet ihr am besten wissen, ob ihr es auch mal weinend bei der Erzieherin zurücklassen könnt und es sich schnell beruhigt oder ob ihr noch einen Moment bei ihm bleiben solltet.

Ihr wollt wissen wie ihr (neue) Regeln im Familienalltag am besten kommuniziert? Im Video findet ihr Tipps:

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