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Schlafwandeln beim Kind: (k)ein Grund zur Sorge?

Schlafwandeln beim Kind: (k)ein Grund zur Sorge?

Gute Nacht...

Taps taps taps – kleine Füße tapsen durch den Flur, auf Rufen keine Antwort. Wenn das Kind nachts durch die Wohnung geistert, kann man sich schon mal ganz schön erschrecken. Schlafwandeln ist bei Kindern aber gar nicht so selten und in der Regel auch kein Grund zur Sorge! Auf ein paar Dinge solltet ihr trotzdem achten. 

Warum schlafwandeln Kinder?

Schlafwandeln tritt meist ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen auf und bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen. Die Ursache liegt im Gehirn. Bei Kindern ist es noch in der Entwicklung, darum sind Synapsen und Verbindungen oft noch nicht fertig ausgebildet. Beim Schlafwandeln befindet sich das Gehirn in einem Schlafstadium wie dem REM-Schlaf oder dem Tiefschlaf. Bei "normalen" Schläfern sind in dieser Zeit Teile des Gehirns quasi auf Standby geschaltet. Bei Kindern kann es aber vorkommen, dass die motorischen Zentren trotzdem Befehle erhalten. Ein Teil des Gehirns schläft also während ein anderer dafür sorgt, dass das Kind sich scheinbar wach verhält. Manche Kinder schlafwandeln sogar mit offenen Augen, gehen zum Kühlschrank und essen etwas. Trotzdem befinden sie sich im Tiefschlaf

Manche Kinder stehen auch auf, weil sie unterbewusst zum Beispiel den Reiz der vollen Blase spüren. Sie wollen zur Toilette gehen, sind aber noch nicht ausreichend wach. Dadurch finden sie eventuell nicht die richtige Tür und verwechseln den Kleiderschrank mit dem Badezimmer. Das ist ärgerlich für die, die es wieder sauber machen müssen. Aber bedenkt: Es ist weder beabsichtigt, noch steuerbar.

Ist Schlafwandeln gefährlich?

In der Regel nicht. Schlafwandeln, wie man es vielleicht aus dem Film kennt, ist tatsächlich eine der seltensten Formen. Kaum ein Kind läuft mit ausgestreckten Armen und wehendem Hemdchen durch den Garten. Tatsächlich stehen die meisten nicht einmal aus dem Bett auf. Vielmehr wühlen sie etwas herum, setzen sich vielleicht auf, schauen ausdruckslos in die Gegend. Manche Kinder sprechen oder weinen im Schlaf.
Diese leichten Formen des Schlafwandelns kommen tatsächlich recht häufig vor und sind absolut harmlos. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin schlafwandeln bis zu 30 % der Kinder zwischen vier und sechs Jahren. Bei bis zu 80 % von ihnen verschwindet dieses Phänomen aber mit der Pubertät völlig.

Gefährlich kann es allerdings werden, wenn euer Kind sich schlafend aus dem Bett begibt. Neigt euer Kind zum Schlafwandeln, solltet ihr darauf achten, dass eure Wohnung kindersicher ist. Stolperfallen abends beseitigt werden und ihr solltet darauf achten, dass alle Fenster, Türen und auch Balkontüren gut verschlossen und Treppen mit Gittern geschützt sind. Manche Schlafwandler essen gern etwas. Achtet daher noch einmal besonders darauf, dass euer Kind nichts Giftiges in die Hände bekommt, was es im Schlaf für Essen oder Trinken halten könnte.

Was tun, wenn das Kind schlafwandelt?

Auch wenn ihr euch sicherlich erst einmal erschreckt, wenn ihr euer schlafwandelndes Kind seht: Vor allem ist es wichtig, Ruhe zu bewahren! Geht langsam auf euer Kind zu, ihr könnt es auch sanft ansprechen. Früher wurde davor gewarnt, Schlafwandler zu wecken. Es passiert aber nichts Schlimmes, wenn ihr es doch tut. Die kleinen Schlafwandler sind dann oft verstört. Auch kann sich euer eigener Schreck leicht übertragen. Das ist nicht weiter gefährlich, aber wahrscheinlich dauert es die halbe Nacht, bis ihr wieder Ruhe findet. Besser ist es also, euer Kind sanft wieder ins Bett zurückzuführen.

Bildquelle: Getty Images / Elva Etienne

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