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Babybrei-Test: Viel zu viele Gemüsefleischbrei-Gläschen enthalten krebserregende Stoffe

Babybrei-Test: Viel zu viele Gemüsefleischbrei-Gläschen enthalten krebserregende Stoffe

Laut Öko-Test

Bei der ersten festen Nahrung für ihren Schatz sind Eltern meist eher wählerisch. Wer nicht täglich selbst kochen kann, greift gern mal zu Fertiggläschen. Doch hält der Brei im Glas, was er verspricht? Das Verbrauchermagazin Öko-Test verglich erneut 20 Gemüsebreie mit Fleisch und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis: Nur sechs der Produkte schnitten mit "gut" ab.

Gemüsefleischbrei-Test 2021: Diesen Brei könnt ihr kaufen

Der Gemüsefleischbrei ist meist der dritte Schritt in der Beikostfolge. Fertige Breie sollten möglichst aus besten Zutaten bestehen und dem Baby alles liefern, was es an Nährstoffen braucht. Doch bei der Zubereitung bzw. Sterilisierung der fertigen Gläschen entsteht leider der Stoff Furan. Die WHO weist diesen in bestimmten Mengen als krebserregend aus. In elf der getesteten Breie wurden deutlich erhöhte Furanwerte gefunden, nur sechs waren diesbezüglich noch in Ordnung und enthielten auch sonst keine bedenklichen Inhaltsstoffe. Darunter die Breie von Alnatura, Babydream und DM Bio.

Tipp: Um den Furanwert möglich niedrig zu halten, solltet ihr Babybreigläschen immer ohne Deckel erhitzen bzw. durch ständiges Rühren. Dann verflüchtigt sich der Stoff.

Diese Fleischbrei-Sorten sind bedenklich

Neben den Furanwerten bemängelt Öko-Test nach der Laborauswertung auch den Zusatz von Eisendiphosphat beim Gemüsefleischbrei von Bebivita (Aldi). Dieser wird häufig zugesetzt, weil Kinder in dem Alter einen erhöhten Eisenbedarf haben, der aber eigentlich vom dem enthaltenen Fleisch schon gedeckt sein sollte. Öko-Test bemängelt daher den Zusatz von künstlichem Eisen. Daher erhielten die Aldi-Fleischbreie nur eine "mangelhafte" Bewertung. 8 Fleischbreisorten wurden insgesamt mit "befriedigend" bewertet. Darunter sowohl Bio- als auch Discounter-Marken.

Die gesamten Testergebnisse und Details könnt ihr euch direkt bei der Öko-Test Ausgabe 10/2021 ansehen.

Gemüsebrei-Test 2021: Nur zwei Alnatura Gemüsebrei-Gläschen erhalten die Bestnote "gut"

Öko-Test verglich im März 2021 bereits die Inhaltsstoffe von 20 Gemüsebabybreigläschen. Im Labor wurden die Produkte auf Pestizide, Schwermetalle und Keime untersucht und es wurde der Nitrat- und Nitritgehalt geprüft, der bei bestimmter Höhe die Sauerstoffbindung im Blut beeinträchtigen kann. Auch hier wurde leider in vielen Breigläschen Furan entdeckt. Nur zwei der 20 Gemüsebreie waren hinsichtlich dieser Werte okay, fünf wurden mit mit "befriedigend" bewertet.

Einen deutlichen Vorsprung gegenüber den 18 anderen Gemüsebreisorten hat die Marke Alnatura. Lediglich hier konnte Ökotest im Vergleich insgesamt am wenigsten problematischen Inhaltsstoffe finden. Wenngleich auch hier der Gehalt an Furan leicht erhöht war, konnten die Testergebnisse der anderen Inhaltsstoffe überzeugen. Um diese zwei Babybreie handelt es sich:

  • Alnatura Gemüse mit Süßkartoffeln, Demeter 0,89 € pro 190 g, ab dem 4. Monat
  • Alnatura Pastinaken mit Zucchini und Blumenkohl, Demeter 0,89 € pro 190 g, ab dem 5. Monat
Alnatura Demeter Bio Gemüse mit Süßkartoffel, 6er Pack (6 x 190 g)
Alnatura Demeter Bio Gemüse mit Süßkartoffel, 6er Pack (6 x 190 g)

Diese Breie kann man seinem Säugling bedenkenlos füttern. Das heißt nicht, dass alle anderen Babybreigläschen nicht genießbar sind. Es kann jedoch hier zu häufigem Verzehr eher langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Diese zwei Gemüsebreisorten sind bei Öko-Test im März durchgefallen

Ganze zwei Babybrei-Gläschen erhielten im Test vom März 2021 die Note "ungenügend". Sie sind absolut nicht zum Verzehr für Säuglinge empfohlen. Es handelt sich einmal um den Babydream Rahm-Spinat in Kartoffelgemüse, den man bei Rossmann kaufen kann. Hier sind Nitrat, Furan und Cadmium gefunden wurden, weswegen Öko-Test davon abrät. Eine weitere Biomarke fällt leider auch durch: Der Holle Kartoffeln, Kürbis und Zucchini-Brei von Demeter genügt ebenfalls nicht den Ansprüchen von Öko-Test, weil er zu viel Nitrat und Furan erhält.

Die vollständigen Testergebnisse und weitere Details könnt ihr euch bei Öko-Test Ausgabe 3/2021 ansehen.

Öko-Test betont, dass die getesteten Breisorten alle insgesamt nicht gegen Gesetze verstoßen oder ungesund wären. Kritisiert wird lediglich, dass sich die Inhaltsstoffe teilweise an der oberen Grenze der Toleranzwerte befinden, was für einen Säuglingsbrei eher problematisch ist.

Wenn ein Baby zum Kleinkind heranwächst, begegnen im zahlreiche Erreger und Krankheiten. Von einigen dieser Kinderkrankheiten solltet ihr schon mal gehört haben:

Mein Tipp

Ob und aus welchen Gründen ihr fertige Breigläschen füttert, bleibt euch überlassen. Letztlich ist das Gesündeste immer, den Brei selber zu kochen. Doch es gibt eben Situationen, vor allem unterwegs, wo das einfach nicht geht. Dann empfiehlt Öko-Test, dass man den fertigen Brei wenigstens aus dem Glas holt, umrührt und ohne Deckel erhitzt, damit so wenig Furan wie möglich freigesetzt wird, was womöglich gesundheitsschädigend sein könnte. Doch wenn ihr dem Baby ab und an mal ein Breigläschen gebt, ist das überhaupt kein Problem. Letztlich gibt es noch keine ausreichenden Erkenntnisse, was stark erhöhte Werte beim Menschen anrichten würden.

Bildquelle: Getty Images/nicoletaionescu

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