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Buggy-Test: Das sind die Sieger bei Stiftung Warentest

Kaufberatung

Buggy-Test: Das sind die Sieger bei Stiftung Warentest

Irgendwann möchten die Kinder laufend die Welt erkunden. Dazu brauchen sie aber einen Zufluchtsort, wenn sie müde sind – da kommt so ein Buggy gerade recht. Stiftung Warentest machte 2018 einen Buggy-Test und schaute sich dabei auch drei Sportmodelle an. Nur zwei bekamen ein "gut".

So lief der Buggy-Test bei Stiftung Warentest ab

Es war wichtig für die Tester, wie gut der Sitzkomfort war, haben die Kinder zum Beispiel eine gute Rückenstütze? Dazu gehörte auch die Untersuchung der Federung. Sie wollten wissen, ob es einen Regen- oder Sonnenschutz gibt und wie gut das Gurtsystem ist. Das war zunächst das Hauptkriterium (45%). Danach widmeten sie sich der Handhabung (35%) - wie gut ist die Gebrauchsanleitung, lässt sich der Buggy gut zusammenlegen und wieder aufklappen, wächst er mit? Sie testeten die Bremsen und damit die Standsicherheit (5%), darüber hinaus die Haltbarkeit (5%) und die Schadstoffe (10%). Letzteres war beim früheren Test 2016 ein großes Manko.

Buggy-Test: Die Testergebnisse im Überblick

Gesamtnote Vorteile Angebot
Joie Litetrax 4 2,2 (gut)
  • ordentlicher Sitzkomfort
  • gute Federung
  • große Räder rollen gut über unebene Flächen
  • lässt sich schnell aufbauen
139,99 € (Babywalz)
iCoo Pace 2,3 (gut)
  • lässt sich gut aufbauen
  • kleinere Räder, dadurch wendiger
  • bis zu 22 kg geeignet
  • Liegefläche kann weit nach unten gelassen werden
265,50 € (Amazon)
ABC Design Mint 2,6 (befriedigend)
  • Für große Eltern (über 1,80 m) sehr gut geeignet
  • Zuverlässiger Regen- und Sonnenschutz
  • große Räder rollen gut über unebene Flächen
149,99 €  (Idealo)

Der Sitzkomfort ließ bei den Buggys ein wenig zu wünschen übrig. Die Tester hätten sich besonders für die Ruhepausen eine gerade Liegefläche der Buggys gewünscht. Zudem verfügt keiner über mitwachsende Fußstützen - so hängen manche Kinderbeine in der Luft. Dafür waren bei den Testsiegern die Federung gut und das macht ebenfalls einen guten Sitzkomfort aus. Bequem sollten es auch die Schiebenden haben. Große Menschen können nur die drei Jogger-Buggys und den Buggy ABC-Design gut schieben. Der Joie Litetrax und der iCOO Pace bekamen die Gesamtnote "gut" - auch weil sie keine überhöhte Menge an Schadstoffen aufwiesen.

Buggy-Test: Die Testsieger im Detail

Joie Litetrax 4

Der Joie Litetrax 4 hat keinen guten, aber ordentlichen Sitzkomfort, schnitt jedoch gut in der Federung ab. Auch sein Gurtsystem überzeugte. Wenn ihr nicht nur in der Stadt unterwegs seid, sondern auch einmal einen Waldspaziergang machen möchtet, seid ihr mit dem Gerät gut aufgehoben. Die großen Räder rollen gut über unebene Flächen. Wichtig ist ja auch immer, wie schnell sich so ein Buggy zusammen- und wieder aufklappen lässt - auch hier schnitt der Joie Litetrax mit einem "gut" ab. Was Schadstoffe und die Sicherheit betrifft, war alles im grünen Bereich. Die Bremsen funktionieren gut, und es wurden auch keine gefährdende Menge an Schadstoffen gefunden. Die Tester waren zudem sehr angetan von dem ausladenden Sonnenschutz. Auch mit seinem Preis konnte der Testsieger punkten - bei Babywalz kostet er unter 140 €.

iCoo Pace

Der iCoo Pace platzierte sich hinter dem Testsieger, bekam von den Testern ebenfalls ein "gut". Die Liegefläche kann relativ weit heruntergelassen werden, wenn euer Nachwuchs mal eine Schlafpause einlegen möchte. Allerdings bemängelten die Tester, dass das Sitzkissen zu dünn sei. Anders als der Joie Litetrax wird kein Regenschutz mitgeliefert. Der Wagen lässt sich gut aufbauen und schnell wieder zusammenfalten. Euer Gepäck könnt ihr auch gut verstauen. Er hat kleinere Räder, das macht ihn im Supermarkt wendiger. Der Buggy ist auch noch für größere Kinder mit einem Gewicht bis zu 22 Kilogramm geeignet. Wie auch beim Testsieger müsst ihr, wenn ihr über 1.80 cm seid, euch ein wenig vorbeugen, um ihn zu schieben. Auch der iCoo Pace schnitt bei den Sicherheit- und Schadstofftests gut ab. Preislich ist er teurer als der Testsieger und ist  für ca. 265 € bei Amazon zu haben.

ABC Design Mint

Für Eltern, die größer als 1,80 m groß sind, empfiehlt Stiftung Warentest den ABC Design Mint. Insgesamt erhielt das Modell die Note "befriedigend" und überzeugte im Test vor allem mit einem zuver­lässigen Regen- und Sonnen­schutz und mit seinen großen Hinterrädern. Dank diesen lassen sich nämlich auch schwierige Untergründe problemlos überwinden. Außerdem ist das Gepäck­fach geräumig und gut zugäng­lich. Der Buggy ist erst ab 9 Monaten zu emp­fehlen, da der Sitz sehr tief ist. Das lösen der Fest­stell­bremse erfordert etwas Kraft.

Früherer Testsieger Nuna Pepp Lux

Neben den Testsiegern könnt ihr auch noch auf ältere Modelle zurückgreifen: 2016 testete Stiftung Warentest ebenfalls Buggys und der Testsieger Nuna Pepp Luxx ist immer noch erhältlich. Der Buggy bekam damals ein "gut". Er ist mit seinen kleinen Rädern wendig in der Stadt. Sein Sitzkomfort ist gut, er verfügt über eine Liegefunktion. Ihr könnt den Schieber auf eure Größe verstellen - gerade bei unterschiedlich großen Eltern ist dies ein Vorteil. Auch bei den Schadstoffen schnitt dieses Modell sicher ab. Das Gestell des Nuna Pepp lässt sich schnell zusammenfalten. Mit seinem Tragegriff könnt ihr ihn gut transportieren. Preislich liegt der Buggy allerdings mit seinen knapp 270 € bei Babywalz über dem Preis des neueren Testsiegers.

Die Verlierer

Drei Buggys gehören zu den Verlieren, weil bei ihnen eine erhöhte Schadstoffmenge festgestellt wurde. Beim Hauck Rapid fand sich im Sitzbezug eine zu hohe Menge des Flammschutzmittels TCPP. Der Hersteller reagierte: Kunden, können den belasteten Bezug reklamieren und bekommen einen neuen. Chic 4 hat seinen Buggy Luca aufgrund der Schadstoffkonzentration vom Markt genommen und tauscht die Griffe bei bereits gekauften Modellen aus. Beim Jogger-Buggy Bugaboo Runner fanden die Tester hohe Mengen an TCPP im Regenschutz.

Den gesamten Test “Buggys” findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 04/2018. Der Artikel kann für 2,50 € auch online heruntergeladen werden.

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Bei einem Buggy kommt es ganz auf eure Bedürfnisse an. Gesundheitsgefährdend dürfen sie nicht sein, deshalb können wir die Testsieger empfehlen, die alle die Schadstofftests bestanden. Wohnt ihr eher ländlich, braucht ihr einen Buggy mit größeren Rädern, der sich auch auf unebenen Wegen behaupten kann. Für die Stadt und den Supermarkt reichen diejenigen mit kleineren Rädern. Gehört ihr zu den größeren Menschen ist auch wichtig, dass ihr euch nicht ständig bücken müsst, wenn ihr euren Nachwuchs durch die Gegend fahrt.

Letzten Endes müsst ihr schauen, wie eure Tochter oder euer Sohn in dem Buggy sitzt. Wird ihr Rücken gut gestützt? Sitzen sie zu tief? Allgemein gilt, dass diese Art des Transports für ältere Babys geeignet ist, die schon selbstständig sitzen können. Zu früh solltet ihr den Nachwuchs nicht in den Buggy hieven.

Quelle: Stiftung Warentest, Test 04/2018

Bildquelle: Getty Images/Oleksandr Hrytsiv; Hersteller

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