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Federkernmatratzen-Test 2020: Stiftung Warentest Sieger ist eines der günstigsten Modelle

Matratzen-Test

Federkernmatratzen-Test 2020: Stiftung Warentest Sieger ist eines der günstigsten Modelle

Ganz genau unter die Lupe nahm Stiftung Warentest 14 Matratzen zwischen 179 und 1000 € in einem großen Federkernmatratzen-Test. Das Ergebnis: Nur rund ein Drittel ist "Gut" und teuer heißt nicht immer empfehlenswert.

Jedes Jahr testet Stiftung Warentest zwei Mal Matratzen. Beim in der Ausgabe 11/2020 veröffentlichen Test kamen nun 14 Federkernmatratzen von namhaften Herstellern wie Badenia, Schlaraffia oder Rummel und Möbeldiscountern wie Dänisches Betten­lager oder XXXLutz hinzu. Dementsprechend groß ist auch die Preisrange der getesteten Modelle: Die günstigste ist schon für 179 € zu haben, die teuerste ist mit 1000 € eine echte Investition.

Eines vorweg: Sieger im ausgiebigen Federkernmatratzen-Test wurde eines der preiswertesten Modelle. Vier weitere Matratzen schnitten ebenfalls mit "Gut" ab. Acht erhielten ein "Befriedigend", die schlechteste erreichte nur ein "Ausreichend".

Das ist der Sieger im Federkernmatratzen-Test

Eine der günstigsten Matratzen im Test landete auf dem ersten Platz: die "My Home Black Diamond Comfort", erhältlich bei Otto. Bildquelle: Hersteller

 

Sie ist eine der günstigsten Matratzen im Federkernmatratzen-Test 2020 und landete trotzdem mit einem Gesamtergebnis von 2,1 ganz oben auf dem Siegertreppchen: die "My Home Black Diamond Comfort", die beim Versandhausriesen Otto für rund 230 € zu haben ist.

Geprüft wurde von Stiftung Warentest die Größe 90/200 cm in Härtegrad 3 in der Farbe Schwarz. Die Matratze ist aber in insgesamt neun Größen, drei Härtegraden und zwei Farben erhältlich.

Hier den Testsieger ansehen:

Taschenfederkernmatratze »Black Diamond Comfort« von Otto

Taschenfederkernmatratze »Black Diamond Comfort« von Otto

Am besten schnitt die Gewinnermatratze, die von beiden Seiten nutzbar ist, mit den Noten 1,8 und 1,6 in Sachen Haltbarkeit und Gesundheit/Umwelt ab. Aber auch bei allen anderen Testkriterien war sie mindestens "Gut".

So setzt sich das Ergebnis konkret zusammen:

Testkriterium Note
Liegeeigenschaften 2,2
Haltbarkeit 1,8
Bezug 2,0
Gesundheit und Umwelt 1,6
Handhabung 2,0
Deklaration und Werbung 2,5

 

Besonders hob Stiftung Warentest die guten Liegeeigenschaften und die sehr gute Haltbarkeit beim Dauerwalzversuch hervor. Was man allerdings wissen muss: Obwohl die untersuchte Federkernmatratze mit dem Härtegrad "H3" deklariert war, war sie eher weich. Auch die Stützwirkung für kleine Menschen in Rückenlage mit Schwerpunkt Becken sahen die Testenden als nur befriedigend an.

Was uns noch positiv auffiel: Der Bezug der 17,6 Kilogramm schweren Matratze ist bei 60 Grad waschbar. Besonders mit kleinen Kindern, die des öfteren nachts mal mit unter die Bettdecke schlüpfen, ist das gut zu wissen. Außerdem super: Auf diese Matratze gibt Otto fünf Jahre Garantie.

Diese Matratze landete auf Platz 2 beim Federkernmatratzen-Test

Die "Irisette Sylt TTFK" von Badenia landete auf dem zweiten Platz im Fernkernmatratzen-Test. Bildquelle: Hersteller

 

Mit einem Gesamtergebnis von 2,3 im Federkernmatratzen-Test von Stiftung Warentest nur geringfügig hinter dem Testsieger landete das Modell "Irisette Sylt TTFK" des deutschen Traditionsunternehmens Badenia. Die Matratze gibt es in zwei Größen (90 x 200 und 100 x 200 cm) und zwei Härtegraden (H2 und H3) und kostet jeweils rund 350 €.

Hier die zweitplatzierte Matratze ansehen:

Taschenfederkernmatratze "Irisette Sylt TTFK" von Badenia

Taschenfederkernmatratze "Irisette Sylt TTFK" von Badenia

Auch bei dieser Federkernmatratze fiel Stiftung Warentest die Haltbarkeit und die Gesundheit/Umwelt mit jeweils einer Eins vor dem Komma besonders positiv auf. Mit 3,1 das schlechteste Teilergebnis vergab sie für den Bezug, da dieser mit der Zeit "sehr deutliche Knötchen" bildet.

So setzt sich das Ergebnis konkret zusammen:

Testkriterium Note
Liegeeigenschaften 2,3
Haltbarkeit 1,9
Bezug 3,1
Gesundheit und Umwelt 1,6
Handhabung 2,0
Deklaration und Werbung 2,8

 

Für große, schwere Menschen, die gern in Seitenlage schlafen, ist diese Matratze laut Stiftung Warentest eher nichts. Alle anderen dürfen gute Liegeeigenschaften erwarten. Auch die "Irisette Sylt TTFK" entpuppte sich als weich, obwohl sie im Härtegrad "H3" (entspricht eigentlich mittelfest) geprüft wurde. Besonders gut gefiel den Testern das Verhalten der Klimakammern unter Einfluss von Wärme und Feuchtigkeit.

Für uns noch nennenswert: Auch hier lässt sich der Bezug abnehmen und bei 60 Grad waschen, dank teilbarem Bezug sogar die Ober- und Unterseite einzeln. Dass die Matratze nach Ökotex 100 Standard zertifiziert ist, finden wir besonders toll.

Diese Matratze landete beim Federkernmatratzen-Test auf dem letzten Platz

Nur ein "Ausreichend" (Note 4,4) konnte die "Taschenfederkern-Matratze Sensitiv TFK 2600" von Möbel Höffner im Test erreichen und landete damit auf dem letzten Platz der 14 Testkandidaten. Diese schnitt besonders in den Bereichen Haltbarkeit (Note 3,6) und Handhabung (Note 5,0) unterdurchschnittlich ab.

Konkret kritisierte Stiftung Warentest den Feuchtigkeitsabtransport, die deutliche Knötchenbildung auf dem Bezug und die Tatsache, dass sie mit der Zeit immer weicher wird und an Höhe verliert. Ebenfalls negativ: Die 450 € teure und 16 Kilogramm schwere Matratze hat keine Handschlaufen, die das Wenden erleichtern würde.

So schnitt die teuerste Matratze im Federkernmatratzen-Test ab

Wer sich fragt, wie die 1000 € teure Federkernmatratze im Test davonkam: Das untersuchte Modell der Betten-Manufaktur Rummel sahnte immerhin die Gesamtnote 2,5 ab.

So lief der Federkernmatratzen-Test ab

Testkriterium Anteil am Gesamtergebnis Das wurde genau getestet
Liegeeigenschaften 40 %
  • Abstüt­zeigenschaften vor und nach der Dauer­prüfung in Rücken- und Seiten­lage
  • Lage­änderungs­widerstand
  • Druck­verteilung
  • Schulterklapp­effekt
  • Komfort­eigenschaften wie Punktelastizität, Nach­schwing­verhalten, spür­barer Kontakt mit dem Lattenrost und Geräusche bei Lage­änderung
Haltbarkeit 25 %
  • Dauer­walz­versuch (140 kg schwere Walze rollt 60.000 Mal über die Matratze. So wird eine durchschnittliche Abnutzung in acht Jahren simuliert)
  • Einfluss von Feuchtigkeit und Temperatur (wird in einer Klimakammer geprüft)
Bezug 10 %
  • Waschbarkeit, mögliches Einlaufen
  • Fleck- und Randbildung
  • Verarbeitung, Passform
  • mögliche Knötchenbildung
Gesundheit und Umwelt 10 %
  • Raum­luft­belastung (nach Auspacken und dann nochmal nach 28 Tagen)
  • Geruchs­belästigung (nach Auspacken und dann nochmal nach 3 und nach 28 Tagen)
  • Schad­stoffe (Pestizid-Rück­stände, Weichmacher, etc.)
  • Entsorgung
Handhabung 5 %
  • Transport
  • Wenden
Deklaration und Werbung 10 %
  • Angaben zu Material, Matratzenaufbau und -eigenschaften, Härte
  • Werbeaussagen, zum Beispiel zu Gesundheit und Umwelt

Was ist eine Federkernmatratze eigentlich genau?

Eine Federkernmatratze hat in ihrem Inneren – wie der Name schon sagt – hunderte Stahlfedern, die an den Stellen nachgeben, wo sie durch das Körpergewicht belastet werden. So passt sich diese Art von Matratzen dem Schlafenden perfekt an.

Der Federkernmatratzen-Test von Stiftung Warentest verrät, welche man bedenkenlos kaufen kann

 

Rund 25 % aller Deutschen hat Federkernmatratzen in ihren Betten – meist Taschenfederkernmatratzen, bei denen die Federn in kleine Stofftaschen eingenäht und miteinander verbunden sind. Der Vorteil gegenüber simplen Bonnellfederkernmatratzen: Sie schwingen weniger, zum Beispiel wenn man sich umdreht.

Was sind die Vorteile einer Federkernmatratze?

Die gute Punktelastizität haben wir ja gerade schon angesprochen. Außerdem kann eine Federkernmatratze prima Feuchtigkeit abtransportieren und ist damit für Menschen, die im Schlaf stark schwitzen, besonders empfehlenswert.

Aber nicht nur für diese ist diese Eigenschaft eine super Sache: Jeder verliert pro Nacht mindestens einen Liter Schweiß. Hochgerechnet auf zehn Jahre und insgesamt 30.000 Stunden Schlaf werden so unglaubliche 1800 Liter Schweiß von der Matratze aufgenommen (Quelle: daserste.de). Klingt eklig, oder? Umso besser, wenn die Feuchtigkeit sich nicht staut.

Ebenso ein Plus: Da sie eine geringe Wärmedämmung besitzen, ist sie für alle, die sich im Bett zu einem Backofen verwandeln, ideal.

Hat eine Federkernmatratze auch Nachteile?

Je nach Schlaf-Typ können bestimmte Vorteile natürlich auch als Nachteile gesehen werden: Für alle die leicht frieren, ist die wenig gedämmte Federkernmatratze nicht so gut geeignet. Weitere Minus-Punkte: Eine Federkernmatratze ist in der Regel ziemlich schwer und deshalb mühsam zu transportieren. Zudem können sich in der Schaumstoffauflage nach längerem Gebrauch Kuhlen bilden.

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Mein persönliches Fazit:

"All you need is sleep!" lautet eines meiner Lebensmottos, das umso bedeutender wurde, nachdem ich vor gut drei Jahren zum ersten Mal Mama wurde. Kind Nummer 1 war schon ein äußerst schlechter Schläfer. Momentan kämpfe ich mit Kind Nummer 2 um jede Minute Schlaf.

Je weniger mir davon vergönnt ist, desto wichtiger ist mir die Qualität. Ich bin jeden Tag – und vor allem jede Nacht – dankbar, dass wir in eine gutes Bett mit super Matratzen investiert haben. Wer hier noch Bedarf hat, für den ist der Federkernmatratzen-Test von Stiftung Warentest sicher hilfreich, um sich die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Bildquelle: Vasyl Dolmatov / Getty Images

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