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Für Miezi

Katzenstreu-Test: Discounter-Produkte kommen bei Stiftung Warentest gut weg

Auf der Suche nach einer Katzenstreu, die die Hinterlassenschaften eurer süßen Fellnase zuverlässig und geruchsneutral aufsaugt? Stiftung Warentest hat 17 Produkte in einem großen Katzenstreu Test unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht: Zwei der günstigsten schnitten am besten ab.

Zuverlässig Kot und Urin aufsaugen, Gerüche verhindern und dabei ergiebig und möglichst umweltfreundlich sein: Das sind die Erwartungen, die nicht nur Katzenbesitzer*innen, sondern auch Stiftung Warentest an eine gute Katzenstreu hat. Deshalb prüfte die Verbraucherschutzorganisation im Februar 2020 17 Produkte in einem großen Katzenstreu Test ausführlich – im Labor und im Praxistest von Katzenhalter*innen. Darunter war sowohl Markenstreu als auch welche vom Discounter. Drei waren aus Pflanzenfasern. Bei der Auswahl der Streu achteten die Tester*innen darauf, möglichst welche ohne Duftstoffe zu verwenden, da stark parfümierte Streu sensible Katzennasen irritieren kann.

Das Ergebnis in aller Kürze: Ein mit "Sehr gut" bewertetes Produkt war nicht dabei. Dafür viele, die "Gut" benotet wurden. Mehrere der Testsieger zählen zur güns­tigsten Katzenstreu. Wir stellen euch drei Katzenstreu-Produkte vor, die mit am besten abschnitten – und auch beim Preis-Leistungsverhältnis top sind.

Katzenstreu Test: Die Stiftung-Warentest-Sieger in der Schnellübersicht

Katzenstreu "Coshida Ultra Weiß" von Lidl "Dein Bestes Öko-Klumpstreu" von dm "Cachet Select Katzenstreu Ultra" von Aldi
Stiftung-Warentest-Urteil 2,3 2,4 2,5
Preis pro Packung 5,50 € für 12 l (2 x 6 l) 4,25 € für 10 l 2,75 € für 6 l
Preis pro Liter 0,46 € 0,43 € 0,46 €
Material überwiegend aus Ton Pflanzenfasern Ton
Vorteile
  • Bindung der Aus­scheidungen
  • Klumpen­bildung
  • Geruchs­bindung
  • Ergiebigkeit
  • sehr gute Ergiebigkeit
  • lässt sich sehr gut verschließen und verstauen
  • Bindung der Aus­scheidungen
  • Klumpen­bildung
  • Geruchs­bindung
Nachteile
  • Angaben auf der Verpackung nicht gut lesbar
  • Packung lässt sich nicht gut vollständig entleeren
  • Haftung am Fell und Ver­streuen
  • Bindung der Aus­scheidungen und Klumpen­bildung nur befriedigend
  • Geruchsbindung nur befriedigend
  • Ergiebigkeit nur befriedigend
  • lässt sich eher schlecht öffnen und dosieren
  • Packung lässt sich nicht gut vollständig entleeren

Die Sieger im Katzenstreu Test im Detail

"Coshida Ultra Weiß" von Lidl

Katzenstreu Test Lidl
Die Lidl-Katzenstreu "Coshida Ultra Weiß" wurde von den Testern mit 2,3 bewertet. Bildquelle: Hersteller

Drei Katzenstreu schnitten beim Katzenstreu Test von Stiftung Warentest mit der Gesamtnote 2,3 ab. Eines davon ist "Coshida Ultra Weiß" von Lidl. Die Streu aus Ton kostet 0,46 € pro Liter und ist in einem Doppelpack mit zwei Mal 6 l zu haben – sowohl beim Discounter vor Ort, als auch im Online-Shop.

Besonders positiv bewerteten die Tester*innen das Prüfkriterium "Funktion" – nämlich mit der Note 2,2: Sie schätzten die Ergiebigkeit, Geruchs­bindung und die Bindung der Aus­scheidungen und Klumpen­bildung gleichermaßen gut ein.

Einen Minuspunkt bekam die Katzenstreu von Lidl dagegen fürs Entleeren der Verpackung. Offenbar bleibt einiges in der Schachtel zurück. Auch die Deklaration, also die Lesbarkeit und Angaben auf der Verpackung, konnte nur ein "Befriedigend" (3,1) erzielen.

Die Katzenstreu von Lidl wurde bei einem aktuellen Katzenstreu Test von Öko-Test, wo es verstärkt um die Kriterien Schadstofffreiheit und Nachhaltigkeit ging, sogar als einziges Produkt mit "Sehr gut" bewertet. Die anderen Ergebnisse dieses Tests findet ihr hier:

"Dein Bestes Öko-Klumpstreu" von dm

Katzenstreu Test dm
Die "Dein Bestes Öko-Klumpstreu" von dm begeisterte die Tester mit ihrer hohen Ergiebigkeit. Bildquelle: Hersteller

Die "Dein Bestes Öko-Klumpstreu" von dm bekam im Katzenstreu Test von Stiftung Warentest die Gesamtnote 2,3. Die umweltfreundliche Streu, die vor allem aus Pflanzenfasern besteht, ist mit 0,43 € pro Liter das günstigste Produkt unter den dreien, die wir euch hier genauer vorstellen. Der 10-Liter-Sack davon kostet 4,25 € beim Drogerieriesen vor Ort oder im Online-Shop.

Besonders toll am dm-Katzenstreu ist die Ergiebigkeit – da waren sich Expert*innen und Katzenhalter*innen einig. Auch das einfache Verschließen und Verstauen bekam zwei dicke Plus. Einziger eindeutiger Kritikpunkt: Die Streu haftet manchmal am Fell und wird so in der Wohnung verstreut.

"Cachet Select Katzenstreu Ultra" von Aldi

Katzenstreu Test Aldi
Schnitt mit 2,5 gerade noch gut im Katzenstreu Test ab: "Cachet SelectKatzenstreu Ultra" von Aldi. Bildquelle: Hersteller

Wurde im Katzenstreu Test mit der Gesamtnote 2,5 gerade noch "Gut" eingestuft: die "Cachet Select Katzenstreu Ultra" von Aldi. Die Ton-Streu, die es nur beim Discounter vor Ort gibt, kostet mit 0,46 € pro Liter genauso viel wie die vom Konkurrenten Lidl. Den 6-Liter-Karton gibt es dort für 2,75 €.

Während die Bindung der Aus­scheidungen und Klumpen­bildung und die Geruchsbindung bei diesem Produkt laut Stiftung Warentest gut funktioniert, halten die Tester*innen die Ergiebigkeit nur für "Befriedigend". Das Öffnen und Dosieren sowie das Entleeren der Verpackung kamen bei der Aldi-Katzenstreu als einzige Punkte schlecht weg.

Übrigens: Diese Streu wurde von Öko-Test ebenfalls mit einem "Gut" ausgezeichnet.

Katzenstreu aus Ton oder Pflanzenfasern: Was ist besser für die Umwelt?

Die überwiegende Mehrheit der in Deutschland verkauften Katzenstreuen (96 %) wird aus mineralischen Rohstoffen – meist Bentonit – gefertigt. Aus Pflanzen- oder Holzfasern sind nur rund 3 %.

Bentonit ist ein saugfähiger Ton, der, wenn er feucht wird, feste Klumpen bildet und deshalb gut für Katzenstreu geeignet ist. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit hat dieses Material aber ganz klare Schwächen: Zwar ist das Schadstoffrisiko bei der Aufbereitung laut Stiftung Warentest eher gering. Die energieintensive Verarbeitung und der Transport des Tons, der oft aus Kanada kommt, seien allerdings schlecht für die Klimabilanz. Problematisch ist auch die Entsorgung: Bei der Verbrennung in Müllverbrennungsanlagen entsteht Schlacke, die deponiert werden muss.

Die meisten Katzenstreu-Produkte aus Pflanzenfasern werden aus Resten der Weizenproduktion hergestellt. Dadurch wird bei der Fertigung weniger fossile Energie als bei Bentonit benötigt. Werden die Fasern bei der Entsorgung komplett verbrannt, liefern sie sogar Energie.

Zum Vergleich: Das Treib­haus­potenzial von Bentonit aus Europa liegt bei ca. 430 Gramm Kohlen­dioxid pro Liter Streu. Bei Fasern sind es nur rund 80 Gramm CO2 pro Liter (Quelle: Niels Jung­bluth, Umwelt­wissenschaftler und Geschäfts­führer bei Esu-services/Stiftung Warentest).

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Bildquelle: Getty Images / BiancaGrueneberg

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