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Kinder-Musikboxen im Test: Toniebox, Tigerbox & Co. bei Stiftung Warentest

Kinder-Musikboxen im Test: Toniebox, Tigerbox & Co. bei Stiftung Warentest

Hier spielt die Musik!

Toniebox, Tigerbox, Hörbert & Co.: Wer seinem Kind eine Musikbox schenken möchte, hat die Qual der Wahl. Bei der Entscheidung für das richtige Modell für euch, kann der Kinder-Musikbox Test von Stiftung Warentest helfen. Die Ergebnisse im Überblick.

So hat Stiftung Warentest die Kinder-Musikboxen getestet

Für den Test der Kinder-Musikboxen hat Stiftung Warentest 13 Musikspieler für Kinder ab drei Jahren mit internem SD- oder USB-Speicher sowie tragbare Kinder-CD-Spieler mit und ohne Mikrofone getestet. Untersucht wurden die Handhabung, der Ton bzw. Klang, die Lautstärke und ihre Regelung inklusive Betrieb über Kopfhörer, Verarbeitung und Haltbarkeit, Batterie und Akku, elektrische Sicherheit und Schadstoffe. Die Musikboxen wurden außerdem von absoluten Expertinnen und Experten gecheckt – Kindern!

Die Testergebnisse im Überblick

Das größte und häufigste Problem bei den Kinder-Musikspielern zeigte sich bei der Lautstärke, die allermeisten Geräte waren zu laut für Kinderohren. Bei manchen lässt sich die Lautstärke begrenzen, bei anderen schallen Kinderlieder und Hörspiele ungedämpft in zarte Kinderohren. Eine der Musikboxen war deutlich mit einem Schadstoff belastet.

Bei den Kinder-Musikboxen ohne CD-Player schnitten nur zwei der vier Geräte mit gut, bzw. befriedigend ab. Der Musikspieler Höbert der Firma Winzki wurde mit einer Bewertung von “gut” (1,8) deutlicher Testsieger vor der zweitplatzierten Toniebox, die nur ein “befriedigend” (3,0) erhielt. Die Toniebox fiel im Test zwar durch eine zu hohe Lautstärke auf, aber nicht durch, da die Eltern die Lautstärker ihrer Toniebox online in der Tonie-cloud dauerhaft senken können. Dazu rät Stiftung Warentest insbesondere bei Kopfhörernutzung.

Ebenfalls mit “befriedigend” (2,8) schnitt der Kinder-Musikspieler mit CD-Spieler Avangers von Lexibook ab. Der Kinder-CD-Player war im Test ebenfalls nicht zu laut. Allerdings wurde hier die Tonqualität nur mit ausreichend bewertet. Mit 50 € liegt der Kinder-CD-Player deutlich unten den beiden Kinder-Musikboxen Hörbert und Toniebox.

Modell Note Merkmale Preis
TESTSIEGER

Höbert

1,8
  • Besonders nachhaltig
  • Kindgerechte Lautstärke
  • Musik wird von SD-Karte abgespielt
ca. 240 €
Toniebox 3,0 (wegen hoher Lautstärke)
  • Besonders beliebt bei Kindern, weil Musik/Hörspiele von kleinen Figuren kommt, die auf die Box gestellt werden
ca. 70 €
Kinder-CD-Player Avengers von Lexibook 2,8
  • unkomplizierter CD-Spieler mit Radio-Empfang
ca. 47 €
Tigerbox Bambus-Edition 4,5 (wegen hoher Lautstärke)
  • Einfach bedienbarer (Bluetooth-)Lautsprecher für Kinder
ca. 75 €

Die vier Testsieger und der Favorit unserer Redaktion im Detail

Besonders nachhaltig: Hörbert von Winzki

Hörbert - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Testsieger Höbert ist aus Holz gefertigt und der Hersteller, ein Familienbetrieb aus Baden-Württemberg, legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit – das Gerät kann (wenn Mama oder Papa das denn können) selbst repariert werden. Ansonsten übernimmt auch der Anbieter nötige Reparaturen. Hörbert war selbst auf der höchsten Lautsprechereinstellung nicht zu laut für Kinderohren. Und selbst diese Lautstärke kann durch einen separaten Regler im inneren der Musikbox durch Elternhand weiter reguliert werden.

Hörbert ist, dank einer mitgelieferten, mit Liedern und Geschichten bestückten Speicherkarte, sofort einsatzbereit. Eigene Inhalte können Eltern auf eine Micro-SD-Karte speichern. Die bunten Tasten führen zu Hörbüchern und Liedern, mit den grauen kann gespult werden. Hörbert funktioniert ohne Internet, und kommt mit einem Satz Batterien auf eine sehr lange Abspielzeit von 57 Stunden.

hörbert - MP3 Player aus Holz,
hörbert - MP3 Player aus Holz,

Besonders verspielt: Toniebox von Boxine

Toniebox - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Die zweitplatzierte der Musikboxen ohne CD, die Toniebox von Boxine, kam besonders bei den Kindern gut an. Der Grund: Sie funktioniert mit Figuren statt SD-Karten und Knöpfen. Die Figuren, Tonies genannt, sind mit einem Hörspiel oder Liedgut bestückt und spielen diese ab, sobald euer Kind sie auf die Toniebox stellt. Durch Drücken der Tonie-Box-Ohren lässt sich die Lautstärke steuern. Die maximale Lautstärke kann (und sollte bei Kopfhörergebrauch unbedingt) in der Tonie-Cloud manuell reguliert werden, sonst ist sie laut Stiftung Warentest zu laut. Es gibt aber auch spezielle Kopfhörer von Boxine für die Toniebox, die auf 85 Dezibel begrenzt sind. Durch kippen der Toniebox nach rechts oder links wird gespult. Für die Einrichtung der Toniebox und für neue Downloads braucht die Kinder-Musikbox Wlan.

Hinweis: Mit 80 € liegt die Toniebox beim Kaufpreis deutlich unter Hörbert, dafür müssen zusätzlich noch die Abspiel-Figuren gekauft werden. Es stehen mehr als 140 verschiedene Inhalte bereit. Eigene Inhalte können auf leere Tonie, sogenannte “Kreativ-Tonies“ geladen werden. Streaming-Dienste können nicht genutzt werden.

tonies Hörfiguren für die Toniebox - Anna und ELSA - Die Eiskönigin Figur - ab 4 Jahren ca. 71 Minuten - Deutsch
tonies Hörfiguren für die Toniebox - Anna und ELSA - Die Eiskönigin Figur - ab 4 Jahren ca. 71 Minuten - Deutsch

Der Klassiker: Kinder-CD-Player Avengers von Lexibook

Lexibook Avengers - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Der klassische Kinder-Musikspieler von Lexibook ist unkompliziert zu bedienen: Klappe auf, CD rein, Klappe zu, los geht’s. Zusätzlich zu den CDs hat der Avangers auch noch Radioempfang. Ein Mikrofon kann angeschlossen werden, einen Kopfhörer-Ausgang gibt es nicht. Stiftung Warentest bewertet das Gerät insgesamt solide mit der Note 2,8, einzig die Tonqualität fanden die Tester*innen nur ausreichend.

Avengers CD-Player, Marvel Avengers
Avengers CD-Player, Marvel Avengers

Unser Gewinner der Herzen: Die Tigerbox Bambus-Edition Green von Tiger Media

Tigerbox - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Die kleine Kinder-Musikbox in Würfelform wird per Speicherkarte mit Musik und Hörbüchern versorgt. Alternativ können via Bluetooth und Smartphone auch Inhalte von Streaming- Diensten abgespielt werden. Die Tigerbox ist klein und handlich und über wenige Tasten einfach zu bedienen. LED-Lichteffekte sorgen für zusätzliche Unterhaltung. Es können Kopfhörer angeschlossen werden. Achtung: Hier hat Stiftung Warentest die Tigerbox massiv abgewertet, da die Abspiellautstärke über Kopfhörer viel zu laut ist. Daher unser Tipp: Nur Kopfhörer mit Dezibel-Begrenzung verwenden.

Lieder und Geschichten können über die eigene Tigertones-App geladen werden. Sie enthält mehr als 3.000 Kinder-Hörspiele und -lieder. Die App ist zum Ausprobieren gratis und kostet dann im Abo etwa 5 € pro Monat.

Die relativ schlechte Bewertung der Tigerbox (Testbewertung “ausreichend” (4,5)) geht ausschließlich auf die zu hohe Lautstärke bei der Nutzung mit Kopfhörern zurück. Deshalb finden wir, dass die Tigerbox dennoch einen Kauf wert ist: sie sieht schick aus, ist klein und handlich, einfach zu bedienen und im Vergleich mit der Toniebox und Hörbert echt preiswert. Wer die Tigerbox ohne Kopfhörer nutzen will, bzw. Kopfhörer mit Lautstärkeregulierung verwendet, kann ruhig über die schlechte Bewertung hinwegsehen und zugreifen.

Übrigens: Mittlerweile gibt es die Tigerbox-Touch, die deutlich mehr Funktionen hat, als das von Stiftung Warentest getestete Modell. Unsere Kollegin hat die Tiegerbox Touch getestet und erzählt von ihren Erfahrungen.

Tigermedia 1203 tigerbox - TOUCH Streaming-Box, Grün
Tigermedia 1203 tigerbox - TOUCH Streaming-Box, Grün

Die Verlierer: Viele Kinder-Musikboxen sind zu laut, ein Musikspieler ist Schadstoff belastet

Das größte Problem bei den meisten getesteten Produkten war die Lautstärke, die für Kinder einfach zu hoch war. Dies hat auch dem Test-Verlierer ein “mangelhaft” (5,5) für diesen Punkt eingebracht, wodurch die Bobby Joey Dog Box von X4-Tech auf den letzten Platz aller bewerteten Kinder-Musikboxen gerutscht ist.

Auch bei den Kinder-CD-Spielern gibt es drei “mangelhaft”-Bewertungen (5,0 bis 5,5), wobei ein Gerät besonders durch eine Belastung mit dem Schadstoff Naphthalin negativ auffiel. Die beiden anderen Test-Verlierer fielen beide wegen ihrer zu hohen Lautstärke durch. Den gesamten Test “Kindermusikspieler” findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 11/2019. Der Artikel kann für 2,50 € auch online heruntergeladen werden.

Familie.de-Kaufberatung Kinder-Musikbox

Wenn ihr einen Kinder-Musikspieler für euer Kinderzimmer kaufen wollt, ist der Test von Stiftung Warentest ein guter Anhaltspunkt bei der Überlegung, welcher Musikspieler für euch der richtige ist.

Was darf es sein? Eine Kinder-Musikbox à la Toniebox ...

Generell gilt es erst einmal zu entscheiden, ob ihr eine Kinder-Musikbox wie die Toniebox oder Testsieger Hörbert wollt, die mit Speicherkarte, Speichertools (Tonies), Wlan oder Bluetooth mit neuen Geschichten und Liedern bestückt werden. Zwei der Kindermusik-Boxen im Test können auch mit Streaming-Diensten genutzt werden, was bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen ist, wenn ihr bei einem der kompatiblen Anbieter eh schon einen Account habt.

… oder ein Kinder-Musikspieler mit CD

Oder soll es ein klassischer Kinder-CD-Spieler sein, den eure Kinder zwar selbst bedienen können, der aber den Kauf (und die Aufbewahrung) von CDs erfordert. Je nach Alter und Motorik eures Kindes besteht bei CDs natürlich immer die Gefahr, dass sie zerkratzen und dann vom CD-Player nicht mehr richtig wiedergegeben werden können.

Eine Frage des Preises

Auch preislich unterscheiden sich die Kinder-Musikboxen und Kinder-Musikspieler mit CD erheblich. Die Musikboxen sind ab 27 € (die beiden Schlusslichter im Test) zu haben, können aber, wie der Testsieger Hörbert, auch stolze 239 € kosten. Bei der Toniebox ist der relativ hohe Kaufpreis von 15 € für neue Tonie-Figuren zu beachten.

Bei den Kinder-Musikspielern mit CD sind die Kaufpreise moderater und rangieren zwischen ca. 32 € und maximal 70 €. Hier gilt es besonders darauf zu achten, welche Zusatzfunktionen die Kinder-CD-Player noch haben. Einige der getesteten Modelle sind mit jeweils zwei Mikrofonen ausgestattet und können für Karaoke genutzt werden – was den Kinder-Testern von Stiftung Warentest großen Spaß gemacht hat. Ansonsten fanden sie die “neuen Medien”, also die Kinder-Musikboxen spannender.

Wo spielt die Musik?

Bei Hörbert kommen die Lieder über die Speicherkarte auf’s Gerät und verursachen je nach Bezugsquelle weitere Kosten. Bei der Toniebox sind es die bereits erwähnten Tonies. Bei der Tiger Box und der vierten Musikbox im Test werden die Inhalte unter anderem über kostenpflichtige Apps und Streaming-Dienste auf die Geräte geladen.

Spartipp: Hier bekommt ihr Kinder-Hörspiele und -Lieder günstig oder gar kostenlos

Auf ohrka.de kann man kostenlos Hörbücher, darunter Klassiker wie das Dschungelbuch, Alice im Wunderland oder Robinson Crusoe, die von Promis wie Katharina Thalbach oder Anke Engelke vorgelesen werde, herunterladen.

Und auch Bibliotheken sind eine gute Anlaufstelle, um günstig an neuen Lauschstoff für eure Kinder zu kommen. Hier zahlt man meistens nur wenig Geld für eine Jahresmitgliedschaft und kann so oft neue Kinderhörbücher ausleihen (auf Datenträgern oder auf CDs) wie man will. Einige Bibliotheken bieten dafür sogar eine eigene Online-Bibliothek an.

Unser Familien-Fazit

Mein Sohn wird bald vier und wir haben nur einen normalen CD-Player (den wir eben schon hatten). Natürlich ist dieser nicht in seiner Lautstärke reguliert und das war am Anfang wirklich ein Problem bei der Nutzung. Mittlerweile kennt Junior aber alle Knöpfe und weiß auch, dass er nicht am Lautstärkeregler spielen darf. Deshalb kann ich sehen, dass ein Kinder-Musikspieler mit Lautstärkebegrenzung gerade für den Einstieg eine gute Sache ist.

Kinder-Musikboxen wie die Toniebox kennt mein Sohn von Freunden und ist dort auch immer sehr fasziniert von dem Teil. Bisher allerdings noch nicht so sehr, dass er sich eine eigene Toniebox gewünscht hat. Solange der CD-Player in unserer Küche seine Lieblings-CDs abspielt und auf seinem MP3-Player (wir nutzten einfach einen alten iPod von uns, bei dem man glücklicherweise auch die maximale Lautstärke begrenzen kann) seine Musik läuft, scheint das Kind zufrieden. Ich würde daher sagen: Hörbert, Toniebox und Co. sind super für Kinder, wenn man eh etwas kaufen muss, dass das Kind alleine bedienen kann. Insbesondere wegen der Lautstärke. Ansonsten kann man, wie wir, auch mit dem arbeiten, was man hat!

Bildquelle: Stiftung Warentest

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