Kinder-Musikbox im Test: Toniebox & Co. bei Stiftung Warentest

Hier spielt die Musik!

Kinder-Musikbox im Test: Toniebox & Co. bei Stiftung Warentest

Praktisch für alle, die noch nach einem Weihnachtsgeschenk für ihre Kinder suchen: Stiftung Warentest hat in der Ausgabe 11/2019 Kinder-Musikboxen getestet. Wir verraten, welche einen Platz unterm Weihnachtsbaum verdient haben.

Natürlich eignen sich die Kinder-Musikboxen nicht nur als Weihnachtsgeschenk, aber da viele der Musikspieler für Kinder einen stolzen Preis haben, sind sie eher etwas für Weihnachten oder auch Geburtstage.

So hat Stiftung Warentest die Kinder-Musikboxen getestet

Für den Test der Kinder-Musikboxen hat Stiftung Warentest 13 Musikspieler für Kinder ab drei Jahren mit internem SD- oder USB-Speicher sowie tragbare Kinder-CD-Spieler mit und ohne Mikrofone getestet. Untersucht wurden die Handhabung, der Ton bzw. Klang, die Lautstärke und ihre Regelung inklusive Betrieb über Kopfhörer, Verarbeitung und Haltbarkeit, Batterie und Akku, elektrische Sicherheit und Schadstoffe.

Die Musikboxen Toniebox und Co. wurden außerdem von absoluten Experten gecheckt – Kindern!

Die Testergebnisse im Überblick

Das größte und häufigste Problem bei den Kinder-Musikspielern zeigte sich bei der Lautstärke, die allermeisten Geräte waren zu laut für Kinderohren. Bei manchen lässt sich die Lautstärke begrenzen, bei anderen schallen Kinderlieder und Hörspiele ungedämpft in zarte Kinderohren. Eine der Musikboxen war deutlich mit einem Schadstoff belastet. Am Ende gibt es einen ganz klaren Testsieger: Die Kinder-Musikbox Hörbert von Winzki.

Die Testsieger: Hörbert und Toniebox überzeugen im Stiftung Warentest

Bei den Kinder-Musikboxen ohne CD-Player schnitten nur zwei der vier Geräte mit gut, bzw. befriedigend ab.

Der Musikspieler Höbert der Firma Winzki wurde mit einer Bewertung von “gut” (1,8) deutlicher Testsieger vor der zweitplatzierten Toniebox, die nur eine “befriedigend” (3,0) erhielt.

Testsieger Höbert ist aus Holz gefertigt und der Hersteller, ein Familienbetrieb aus Baden-Württemberg, legt besonderen Wert auf Nachhaltigkeit – das Gerät kann (wenn Mama oder Papa das denn können) selbst repariert werden. Ansonsten übernimmt auch der Anbieter nötige Reparaturen. Hörbert war selbst auf der höchsten Lautsprechereinstellung nicht zu laut für Kinderohren. Und selbst diese Lautstärke kann durch einen separaten Regler im inneren der Musikbox durch Elternhand weiter reguliert werden. Das Gerät ließ sich von den Kindern leicht bedienen und ist ordentlich verarbeitet. Höbert bekommt ihr für 239 €, z. B. bei Amazon*, die Kinder-Musikbox ist damit nicht nur der beste, sondern auch der teuerste Kinder-Musikspieler im Test.

Die zweitplatzierte der Musikboxen ohne CD, die Toniebox von Boxine, kam besonders bei den Kindern gut an, da die abgespielten Geschichten oder Lieder mittels kleiner Figuren ("Tonies"), die auf die Toniebox gestellt werden, gestartet werden. Die Tonieboox gibt es schon ab 80 € im Handel, die Tonies gibt es für 15 € das Stück. (Beides z. B. über Amazon*)

Die Toniebox fiel im Test zwar durch eine zu hohe Lautstärke auf, aber nicht durch, da die Eltern die Lautstärker ihrer Toniebox online in der Tonie-cloud dauerhaft senken können. Dazu rät Stiftung Warentest insbesondere bei Kopfhörernutzung. Hinweis: Es gibt spezielle Kopfhörer von Boxine für die Toniebox, die auf 85 Dezibel begrenzt sind. Mit 80 € liegt die Toniebox beim Kaufpreis deutlich unter Hörbert, dafür müssen zusätzlich noch die Abspiel-Figuren gekauft werden.

Ebenfalls mit “befriedigend” (2,8) schnitt der Kinder-Musikspieler mit CD-Spieler Avangers von Lexibook ab. Der Kinder-CD-Player war im Test ebenfalls nicht zu laut. Allerdings wurde hier die Tonqualität nur mit ausreichend bewertet. Mit 50 € liegt der Kinder-CD-Player deutlich unten den beiden Kinder-Musikboxen Hörbert und Toniebox.

Die vier Testsieger und der Favorit unserer Redaktion im Detail

Hörbert - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Hörbert von Winzki

Hörbert ist, dank einer mitgelieferten, mit Liedern und Geschichten bestückten Speicherkarte, sofort einsatzbereit. Eigene Inhalte können Eltern auf eine micro SD-Karte speichern. Die bunten Tasten führen zu Hörbüchern und Liedern, mit den grauen kann gespult werden.

Im Falle eines Schadens (bei Kindern fällt ja schon gerne mal etwas runter) lässt sich Hörbert mit kombinierbaren Bauteilen selbst reparieren.

Hörbert funktioniert ohne Internet, hat eine Kinderohren taugliche Lautstärke und mit einem Satz Batterien eine sehr lange Abspielzeit von 57 Stunden.

Preis: Hörbert von Winzik gibt es für ca. 239 €, z. B. über Amazon, zu kaufen*.

Toniebox - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Toniebox von Boxine

Die Toniebox funktioniert mit Figuren statt Knöpfen. Jede Figur, Tonies genannt, ist mit einem Hörspiel oder Liedgut bestückt und spielt diese ab, sobald euer Kind den Tonie auf die Toniebox stellt. Durch Drücken der Tonie-Box-Ohren lässt sich die Lautstärke steuern. Die maximale Lautstärke kann (und sollte bei Kopfhörergebrauch unbedingt) in der Tonie-Cloud manuell reguliert werden. Durch kippen der Toniebox nach rechts oder links wird gespult. Für die Einrichtung und für neue Downloads braucht die Kinder-Musikbox Wlan.

Es stehen mehr als 140 verschiedene Inhalte bereit. Eigene Inhalte können auf leere Tonie, sogenannte “Kreativ-Tonies“ geladen werden. Streaming-Dienste können nicht genutzt werden. Es können generell Kopfhörer und spezielle Toniebox-Kopfhörer (mit Lautstärkeregulierung), für ca. 27 €*, angeschlossen werden.

Preis: Die Toniebox von Boxine kostet ca. 80 €* und eine neue Tonie-Figuren, z. B. Das Grüffelo, etwa 15 €*.

Lexibook Avengers - Kinder-Musikboxen im Stiftung WarentestKinder-CD-Player Avengers von Lexibook

Der Kinder-Musikspieler ist unkompliziert zu bedienen: Klappe auf, CD rein, Klappe zu, los geht’s. Zusätzlich zu den CDs hat der Avangers auch noch Radioempfang. Ein Mikrofon kann angeschlossen werden, einen Kopfhörer-Ausgang gibt es nicht.

Preis: Der Avangers von Lexibook ist für ca. 50 € erhältlich*.

Tigerbox - Kinder-Musikboxen im Stiftung Warentest

Unser Gewinner der Herzen: Die Tigerbox Bambus-Edition Green von Tiger Media

Die kleine Kinder-Musikbox in Würfelform wird per Speicherkarte mit Musik und Hörbüchern versorgt. Alternativ können via Bluetooth und Smartphone auch Inhalte von Streaming- Diensten abgespielt werden. Die Tigerbox ist klein und handlich und über wenige Tasten einfach zu bedienen. LED-Lichteffekte sorgen für zusätzliche Unterhaltung. Es können Kopfhörer angeschlossen werden. Achtung: Hier hat Stiftung Warentest die Tigerbox massiv abgewertet, da die Abspiellautstärke über Kopfhörer viel zu laut ist. Nur Kopfhörer mit Dezibel-Begrenzung verwenden.

Lieder und Geschichten können über die eigene Tigertones-App geladen werden. Sie enthält mehr als 3.000 Kinder-Hörspiele und -lieder. Die App ist zum ausprobieren gratis und kostet dann im Abo etwa 5 € pro Monat.

Die relativ schlechte Bewertung der Tigerbox (Testbewertung “ausreichend” (4,5)) geht ausschließlich auf die zu hohe Lautstärke bei der Nutzung mit Kopfhörern zurück. Deshalb finden wir, dass die Tigerbox dennoch einen Kauf wert ist: sie sieht schick aus, ist klein und handlich, einfach zu bedienen und im Vergleich mit der Toniebox und Hörbert echt preiswert. Wer die Tigerbox ohne Kopfhörer nutzen will, bzw. Kopfhörer mit Lautstärkeregulierung verwendet, kann ruhig über die schlechte Bewertung hinwegsehen und zugreifen.
Preis: Die Tigerbox von Tiger Media kostet ca. 37 €, z. B. über Amazon*.

Die Verlierer: Viele Kinder-Musikboxen sind zu laut, ein Musikspieler ist Schadstoff belastet

Das größte Problem bei den meisten getesteten Produkten war die Lautstärke, die für Kinder einfach zu hoch war. Dies hat auch dem Test-Verlierer ein “mangelhaft” (5,5) für diesen Punkt eingebracht, wodurch die Bobby Joey Dog Box von X4-Tech auf den letzten Platz aller bewerteten Kinder-Musikboxen gerutscht ist.

Auch bei den Kinder-CD-Spielern gibt es drei “mangelhaft”-Bewertungen (5,0 bis 5,5), wobei der Kinder-Musikspieler Kids Unicorn Edition von BigBen besonders durch eine Belastung mit dem Schadstoff Naphthalin negativ auffiel. Die beiden anderen Test-Verlierer fielen beide wegen ihrer zu hohen Lautstärke durch.

Den gesamten Test “Kindermusikspieler” findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe 11/2019. Der Artikel kann für 2,50 € auch online heruntergeladen werden.

Familie.de-Kaufberatung für Kinder-Musikboxen

Wenn ihr einen Kinder-Musikspieler für euer Kinderzimmer kaufen wollt, ist der Test von Stiftung Warentest ein guter Anhaltspunkt bei der Überlegung, welcher Musikspieler für euch der richtige ist.

Was darf es sein? Eine Kinder-Musikbox à la Toniebox ...

Generell gilt es erst einmal zu entscheiden, ob ihr eine Kinder-Musikbox wie die Toniebox oder Testsieger Hörbert wollt, die mit Speicherkarte, Speichertools (Tonies), Wlan oder Bluetooth mit neuen Geschichten und Liedern bestückt werden. Zwei der Kindermusik-Boxen im Test können auch mit Streaming-Diensten genutzt werden, was bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen ist, wenn ihr bei einem der kompatiblen Anbieter eh schon einen Account habt.

… oder ein Kinder-Musikspieler mit CD

Oder soll es ein klassischer Kinder-CD-Spieler sein, den eure Kinder zwar selbst bedienen können, der aber den Kauf (und die Aufbewahrung) von CDs erfordert. Je nach Alter und Motorik eures Kindes besteht bei CDs natürlich immer die Gefahr, dass sie zerkratzen und dann vom CD-Player nicht mehr richtig wiedergegeben werden können.

Eine Frage des Preises

Auch preislich unterscheiden sich die Kinder-Musikboxen und Kinder-Musikspieler mit CD erheblich. Die Musikboxen sind ab 27 € (die beiden Schlusslichter im Test) zu haben, können aber, wie der Testsieger Hörbert, auch stolze 239 € kosten. Bei der Toniebox ist der relativ hohe Kaufpreis von 15 € für neue Tonie-Figuren zu beachten.

Bei den Kinder-Musikspielern mit CD sind die Kaufpreise moderater und rangieren zwischen ca. 32 € und maximal 70 €. Hier gilt es besonders darauf zu achten, welche Zusatzfunktionen die Kinder-CD-Player noch haben. Einige der getesteten Modelle sind mit jeweils zwei Mikrofonen ausgestattet und können für Karaoke genutzt werden – was den Kinder-Testern von Stiftung Warentest großen Spaß gemacht hat. Ansonsten fanden sie die “neuen Medien”, also die Kinder-Musikboxen spannender.

Wo spielt die Musik?

Bei Hörbert kommen die Lieder über die Speicherkarte auf’s Gerät und verursachen je nach Bezugsquelle weitere Kosten. Bei der Toniebox müssen zusätzlich zur Box noch die Tonie-Figuren gekauft werden, um die Kinder-Musikbox zum Tönen zu bringen. Bei der Tiger Box und der vierten Musikbox im Test werden die Inhalte unter anderem über kostenpflichtige Apps und Streaming-Dienste auf die Geräte geladen.

Spartipp: Hier bekommt ihr Kinder-Hörspiele und -Lieder günstig oder gar kostenlos

Auf ohrka.de kann man kostenlos Hörbücher, darunter Klassiker wie das Dschungelbuch, Alice im Wunderland oder Robinson Crusoe, die von Promis wie Katharina Thalbach oder Anke Engelke vorgelesen werde, herunterladen.
Und auch Bibliotheken sind eine gute Anlaufstelle, um günstig an neuen Lauschstoff für eure Kinder zu kommen. Hier zahlt man meistens nur wenig Geld für eine Jahresmitgliedschaft und kann so oft neue Kinderhörbücher ausleihen (auf Datenträgern oder auf CDs) wie man will. Einige Bibliotheken bieten dafür sogar eine eigene Online-Bibliothek an.

*gesponserter Link

Charoline Bauer
Das sagtCharoline Bauer:

Unser Familien-Fazit

Mein Sohn wird bald vier und wir haben nur einen normalen CD-Player (den wir eben schon hatten). Natürlich ist dieser nicht in seiner Lautstärke reguliert und das war am Anfang wirklich ein Problem bei der Nutzung. Mittlerweile kennt Junior aber  alle Knöpfe und weiß auch, dass er nicht am Lautstärkeregler spielen darf. Deshalb kann ich sehen, dass ein Kinder-Musikspieler mit Lautstärkebegrenzung gerade für den Einstieg eine gute Sache ist.

Kinder-Musikboxen wie die Toniebox kennt mein Sohn von Freunden und ist dort auch immer sehr fasziniert von dem Teil. Bisher allerdings noch nicht so sehr, dass er sich eine eigene Toniebox gewünscht hat. Solange der CD-Player in unserer Küche seine Lieblings-CDs abspielt und auf seinem MP3-Player (wir nutzten einfach einen alten iPod von uns, bei dem man glücklicherweise auch die maximale Lautstärke begrenzen kann) seine Musik läuft, scheint das Kind zufrieden. Ich würde daher sagen: Hörbert, Toniebox und Co. sind super für Kinder, wenn man eh etwas kaufen muss, dass das Kind alleine bedienen kann. Insbesondere wegen der Lautstärke. Ansonsten kann man, wie wir, auch mit dem arbeiten, was man hat!

Bildquelle:

Stiftung Warentest

Lies auch