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Kindersitz Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

Schnallt euch an!

Kindersitz Test 2020: So urteilt Stiftung Warentest

Den besten Kindersitz zu finden ist nicht leicht, denn neben Preis, Komfort und Aussehen zählt vor allem eins: die Sicherheit. Ein Kindersitz Test bringt Licht ins Dunkel. Stiftung Warentest nimmt regelmäßig Kindersitze unter die Lupe. Die besten Kindersitze 2020 von Stiftung Warentest findet ihr hier.

So lief der Kindersitz Test von Stiftung Warentest ab

Im internationalen Gemeinschaftstest mit dem ADAC, anderen Automobilclubs und Verbraucherorganisationen wurden 25 Autokindersitze für Neugeborene sowie für Kinder bis 36 Kilogramm Gewicht beziehungsweise 150 Zentimeter Körperlänge getestet. Gekauft wurden alle Modelle zwischen Dezember 2019 und Februar 2020. Im Test wurde auf Unfallsicherheit (50 %), Handhabung (40 %) und Ergonomie (10 %) geprüft.

Für den aktuellen Test wurden die Prüfbedingungen weiterentwickelt. Stiftung Warentest schnallte die Sitze nun auf eine Karosserie vom aktuellen Typ VW Polo, bisher auf ein älteres Golf-Chassis. Für die Handhabung spielt das Gewicht der Sitze eine etwas größere Rolle, Ein- und Ausbau wurde mit neuen Automodellen getestet.

Kindersitz Test: Die Testergebnisse im Überblick

Bei den zehn Sitzen, die nach dem Gewicht des Kindes gehen, schnitt in der Kategorie "Geburt bis 25 kg" ein Produkt mit der Note "Gut" ab, bei den darauffolgenden Gewichtsklassen "9 bis 36 kg" und "15 bis 36 kg" haben jeweils zwei Modelle die Bewertung "Gut" bekommen.

Anders sieht es bei den Sitzen aus, die nach der Größe des Kindes gehen. Bei den insgesamt 15 Modellen gab es u. a. 1 x "Sehr gut" und 10 x "Gut" in der Kategorie "i-Size bis 105 cm Körpergröße, im Bereich "i-Size 100 bis 150 cm Körpergröße" sind es zwei Hersteller, die ein "Gut" als Urteil bekommen haben.

Kindersitz Testsieger 2020: Das sind die Testsieger

In der Kategorie "Geburt bis 25 kg Körpergewicht" darf sich der Britax Römer Dualfix 2 R, erhältlich über babymarkt für 325,89 €, über ein "Gut" (2,4) freuen. Ebenfalls ein "Gut" mit der Note 2,4 erzielten der Cybex Pallas B-Fix, erhältlich bei babywalz für 169,95 €, und der CBX Xelo, erhältlich über Amazon für 169,95 €. Beide gehören zur Gewichtsklasse "9 bis 36 kg Körpergewicht".

Bei der Rubrik "15 bis 36 kg Körpergewicht" gibt es diese zwei Kindersitz-Gewinner hier, die beide mit der Note 2,1 ein "Gut" bekamen: CBX Yari, erhältlich über Amazon für 139,95 € und Cybex Solution B-Fix über babywalz ab 98,85 €.

Weiter geht es mit den Kindersitzen, die nach Körpergröße berechnet werden. In der Gruppe bis "i-Size: bis 105 cm Körpergröße" ist der Sieger der Silver Cross Dream + Dream i-Size Base für zusammen 498 € über Amazon, der mit "Sehr gut" (Note 1,7) bewertet wurde, gefolgt von Maxi Cosi Coral + FamilyFix3 Base, zusammen für 232,99 € über babywalz und Nuna Pipa Next + Pipa Next Base, beides zusammen für 369,90 € über babywalz. Beide Modelle schnitten mit "Gut" (Note 1,6) ab

Bei den "i-Size: 100 bis 150 cm Körpergröße" ist der Testsieger mit "Gut" und der Note 1,9 der Cybex Solution Z i-Fix, erhältlich über babymarkt für 239,95 €.

Details zu den Testsiegern im Kindersitz Test

Testsieger in der Kategorie "Geburt bis 25 kg Körpergewicht": Britax Römer Dualfix 2 R:

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Das geht ja schnell: Mit nur einem Handdruck lässt sich der Dualfix 2 R zur offenen Autotür drehen. So geht das Ein-und Aussteigen viel leichter. Ihr könnt ihn anfangs als Reboarder oder später in Fahrtrichtung nutzen, wenn euer Kleines groß genug ist. Der Kindersitz hat verstellbare Ruhepositionen, weiche Neopren-Spezial-Schulterpolster, ein 5-Punkt-Gurtsystem, einfach verstellbare Kopfstütze und Gute, tiefe und weich gepolsterte Seitenwangen, höhenverstellbares Stützbein und einen schnell abnehmbaren Bezug, wenn mal was daneben geht.

Preis: Der Britax Römer Dualfix 2 R kostet bei babymarkt 325,89 €.

Testsieger in der Kategorie "9 bis 36 kg Körpergewicht": CBX Xelo

cbx xelo

Dieser Kindersitz gibt es in drei verschiedenen Farben und er hat einen tiefenverstellbaren Fangkörper. Er punktet zusätzlich mit integriertem Seitenaufprallschutz (L.S.P. System), neigungsverstellbarer Rückenlehne, einem Belüftungssystem und einer einfachen Befestigung mit Latch Connect System (Low und Top Tether). Ein großer Pluspunkt: Er lässt sich einfach zum Kinder-Autositz Yari (Gruppe 2/3) für Kinder ab 15 kg (ca. 3 Jahren, siehe nächstes Produkt) durch Entfernen des Fangkörpers umbauen. Der Bezug ist abnehm- und waschbar.

Preis: Der CBX Xelo kostet bei Amazon 169,95 €.

Testsieger in der Kategorie "15 bis 36 kg Körpergewicht": CBX Yari

cbx yari

Genau wie sein kleiner Bruder CBX Xelo oben hat der CBX Yari dieselben starken Eigenschaften: integrierter Seitenaufprallschutz (L.S.P. System), 12-fach verstellbare Kopfstütze, neigungsverstellbare Rückenlehne, Belüftungssystem, eine einfache Befestigung mit Latch Connect System (Low und Top Tether) und einen abnehmbaren Bezug, den ihr bei 30° C in der Waschmaschine reinigen könnt.

Preis: Der CBX Yari kostet bei Amazon 139,95 €.

Testsieger in der Kategorie "i-Size: bis 105 cm Körpergröße": Silver Cross Dream + Dream i-Size Base

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Der Testsieger punktet mit einem vierlagigen Seitenaufprallschutz und einer leicht verstellbaren Kopfstütze. Mit im Lieferumfang ist auch eine Neugeborenen-Einlage, die über abnehmbare Abschnitte zur Anpassung an euer Baby verfügt. Der Bezug besteht aus Bambusstoff, das den kleinen Fahrgast angenehm kühl halten soll.

Die Base ist i-Size-zugelassen. Ihr sichert die Basis mit den Isofix-Punkten eures Fahrzeugs, um den Sitz sicher auf Reisen zu befestigen. Praktisch: eine schnelle und einfache Installation mit Anleitungen, die sich von rot auf grün drehen, wenn der Sockel und der Träger richtig gesichert sind. Die getrennte i-Size-Basis erleichtert den Wechsel zwischen zwei Autos und die Umstellung von einer leichten Babyschale auf Autositz.

Der Hersteller bietet für dieses Modell eine Auto-Sicherheits-App für eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an. Diese Checkliste hat CGI- und Audio-Kommentare, die Eltern die Gewissheit geben soll, dass ihr Autositz sicher und korrekt angebracht ist. 

Preis: Der Silver Cross Dream + Dream i-Size Base kostet zusammen 498 € bei Amazon

Testsieger in der Kategorie "i-Size: 100 bis 150 cm Körpergröße": Cybex Solution Z i-Fix

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Der wächst mit: Der Solution Z i-Fix ist so gebaut, dass er sich auf die aktuelle Größe eures Kindes optimal anpassen kann. Er hat eine neigungsverstellbare Kopfstütze und Rückenlehne, ein Sicherheitskissen als Teil der Kopfstütze, höhen- und automatische Breitenverstellung, ein integriertes L.S.P System Plus für erhöhte Sicherheit im Falle eines Seitenaufpralls und eine energieabsorbierende Schale, die die Aufprallkräfte vom Kind wegleitet. Der Isofix sorgt für eine einfache Installation und mehr Stabilität. Durch das Luftzirkulationssystem ist das Sitzklima auch bei heißen Temperaturen noch angenehm.

Preis: Der Cybex Solution Z i-Fix kostet bei babymarkt 239,95 €

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest könnt ihr hier nachlesen.

familie.de-Kaufberatung: Die wichtigsten Kaufkriterien

Stiftung Warentest haben es uns Eltern mit ihren Tests schon leicht gemacht: die wichtigsten Kaufkriterien neben Sicherheit sind Bedienung, Ergonomie, Schadstoffbelastung und Reinigung und Pflege. Aber was, wenn all das passt? Bei Kindersitzen sind auch Kleinigkeiten entscheidend: Größe und Maße (passt der Sitz in unser Auto), Installation (wollen wir einen Isofix oder reicht die Gurtanbringung) und Gewicht (wird vielleicht öfter das Auto gewechselt, die Babyschale oft entfernt?). Die erste Frage ist aber immer, welche Gruppe überhaupt in Frage kommt.

Kindersitze: Gruppen und Größen

Alle in der EU angebotenen Kindersitze müssen einer Norm entsprechen. Die Norm R44/04 legt fest, welche Produkte für welche Körpermaße von Kindern sicher zugelassen sind. So werden Kindersitze in verschiedene Gruppen unterteilt. Wichtig zu wissen: Seit 2013 trat eine neue Norm in Kraft, die parallel läuft: die R129-02, die Kindersitze nicht mehr nach Körpermaßen, sondern allein nach der Körpergröße des Kindes kategorisiert und umfassendere Testmaßnahmen einschließt. Produkte, die dieser Norm entsprechen, sind mit der Bezeichnung i-Size gekennzeichnet.

i-Size

Um Eltern den Kauf zu erleichtern, werden diese Kindersitze nur nach Körpergröße, nicht nach Alter und Gewicht kategorisiert. Denn: Schon anhand der Kleidergröße können wir relativ schnell bestimmen, ob unser Kind einen neuen Kindersitz braucht. Da es sich um eine laufende Kategorisierung handelt, wurden bisher nur Kindersitze bis 150 cm Körpergröße nach i-Size eingeteilt. Das Tolle: während Gruppen Eltern oft verwirren, sind i-Size-Kindersitze immer mitwachsend. Hier ist es wichtig, die Herstellerangaben zu beachten.

Gruppe 0 +:
Gewicht: 0 – 13 kg, Alter ca. 0 – 15 Monate, Körpergröße 0 – 90 cm
Gruppe 0 +/ 1
Gewicht 0 – 18 kg, Alter 0 – 4, Körpergröße 0 – 100 cm
Gruppe 1/ 2
Gewicht: 9 – 25 kg, Alter 1 – 7, Körpergröße 72 – 125 cm
Gruppe 1/ 2/ 3
Gewicht 9 – 36 kg, Alter 1 – 12, Körpergröße 75 – 150 cm
Gruppe 2/ 3
Gewicht 15 – 36 kg, Alter 2,5 bis 12, Körpergröße 95 – 150 cm

Kindersitz: Vorwärts- oder rückwärtsgerichtet?

Mindestens, bis Kinder laufen können, aber am besten bis sie 2 Jahre alt sind, sollten sie rückwärtsgerichtet fahren, so lautet die Empfehlung vom ADAC. Das lange rückwärtsgerichtete Fahren hat aber auch ein paar Nachteile: Es ist schwerer, aus dem Fenster zu schauen und die Beine haben schnell wenig Platz. Dank immer strenger werdender Normen bieten Hersteller aber immer mehr Produkte an, die ein längeres Rückwärtsfahren angenehmer machen. Manchen Kindern kann beim Rückwärtsfahren schlecht werden. Für das Kommunizieren und Reichen von Snacks und Getränken ist ein am Rücksitz angebrachter Spiegel ideal.

Quellen: ADAC, Stiftung Warentest

Yao Fordemann
Das sagtYao Fordemann:

Mein Fazit

Auch wenn für uns Kindersitze zum Alltag dazugehören, so waren sie bis 1993 keine Pflicht im Auto. Erschreckend! Nachdem das Gesetz eingeführt wurde, ist die Zahl der bei Unfällen gestorbenen Kindern um etwa 90 % gesunken, so die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Bin ich froh, dass seit fast 30 Jahren mit so einer einfachen Bestimmung so viele Kinderleben gerettet wurden.

Bildquelle: martin-dm/Getty Images

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