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Seniorenhandy Test 2021: Diese Geräte fürs Telefonieren mit Handicap empfiehlt Stiftung Warentest

Seniorenhandy Test 2021: Diese Geräte fürs Telefonieren mit Handicap empfiehlt Stiftung Warentest

Einfach und gut

Sind Motorik, Gehör oder Sehkraft eingeschränkt, unterstützt ein Spezialhandy beim Telefonieren und Kontakthalten. 15 solche einfach zu bedienenden Geräte wurden jetzt von Stiftung Warentest in einem ausführlichen Seniorenhandy Test unter die Lupe genommen. Wir verraten euch die Testsieger.

Eins vorweg: Kleine Tasten, "Unordnung" wegen viel zu vieler Apps und ein Display ohne ausreichend Kontrast können nicht nur alte Menschen überfordern. Auch junge Menschen können natürlich von Seh- oder Hörschwäche betroffen sein. Trotzdem hat sich auf dem Markt der Begriff "Seniorenhandys" für einfach zu bedienende Spezialhandys eingebürgert, den auch wir hier verwenden.

Stiftung Warentest prüfte 15 Seniorenhandys

Im März 2021 veröffentlichte Stiftung Warentest die Ergebnisse ihres Seniorenhandy Tests, bei dem insgesamt 15 Seniorenhandys und -smartphones zwischen 27 und 214 € von Herstellern wie Panasonic, Tiptel, Doro und Bea-Fon geprüft wurden. Das Ergebnis in aller Kürze: Ein echter "Überflieger" ist nicht dabei, aber immerhin konnten vier der Geräte mit einem "Gut" bewertet werden.

Diese Arten von Seniorenhandys waren auf dem Prüfstand

Die Expert*innen schauten sich drei Arten von Spezialtelefonen genauer an:

  • Einfach-Handys ohne Apps und ohne Internet­zugang
  • Hybrid-Handys, die Internet und einige wenige vorinstallierte Apps (zum Beispiel WhatsApp) bieten
  • spezielle Smartphones, die leichter zu bedienen sind als herkömmliche Smartphones, etwa durch große Symbole und einfache Menüs

Wir verraten euch die Testsieger aus allen drei Kategorien.

Das sind die Vor- und Nachteile der drei Seniorenhandy-Arten

Einfach-Handys

Vorteile Nachteile
große, leicht zu bedienende Tasten kein Internet
oft günstiger Preis keine Apps
kein kompliziertes Betriebssystem Kommunikation nur durch Telefonie und SMS

Hybrid-Handys

Vorteile Nachteile
große Tastatur plus die Vorteile des Internets etwas teurer als Einfach-Handys
kein kompliziertes Betriebssystem nur eine eingeschränkte Auswahl an Apps möglich

Senioren-Smartphones

Vorteile Nachteile
Internet und E-Mail möglich teuer
große App-Auswahl möglicherweise verwirrend für Gehandicapte

Welche Art von Seniorenhandy für die gehandicapte Person besonders geeignet ist, muss man natürlich individuell entscheiden.

Die drei Testsieger aus den drei Bereichen im Überblick

Modell Doro 6040 Doro 7010 Doro 8050
Seniorenhandy-Art Einfach-Handy Hybrid-Handy Senioren-Smartphone
Internet nein ja ja
Kamera ja ja ja
Apps nein wenige vorinstallierte unbeschränkt
Notruffunktion ja ja ja
Gesamtnote bei Stiftung Warentest 2,4 2,6 2,4
Mittlerer Online-Preis 63,50 € 90 € 212 €
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Der Testsieger im Seniorenhandy-Test unter den Einfach-Handys

Das Doro 6040 ist das am besten bewertete Einfach-Handy im Seniorenhandy Test. Bildquelle: Hersteller

Neun Einfach-Handys wurden von den Expert*innen von Stiftung Warentest geprüft. Mit einer Gesamtbeurteilung von 2,4 landete das Seniorenhandy "Doro 6040" auf dem ersten Platz. Das simple Klapphandy für rund 60 € konnte bei den Testkriterien Telefonieren (Note 2,4), Handhabung (Note 2,3) und Haltbarkeit (Note 2,0) jeweils ein "Gut" abräumen. Nur der Akku wurde mit 2,8 und damit "Befriedigend" bewertet.

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Doro Black 7322460078263
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Das bedienerfreundliche "Doro 6040" mit Kamera bietet alle Basisfunktionen, die man zum Telefonieren und Versenden von Nachrichten und Bildern braucht. Anrufe werden durch Auf- und Zuklappen angenommen und beendet. So können keine Tasten aus Versehen gedrückt werden. Die Notruftaste mit GPS-Ortung gibt ein sicheres Gefühl.

Stiftung Warentest hob besonders positiv den großen Tasten­abstand, Direkttasten für Nach­richten und Kamera und die LED-Anzeige für Lade­stand und neue Nach­richten hervor.

Der Testsieger im Seniorenhandy-Test unter den Hybrid-Handys

Internetzugang plus einfache Bedienung: das Hybrid-Handy "Doro 7010". Bildquelle: Hersteller

Auch in der Kategorie der Hybrid-Handys landete ein Seniorenhandy des Herstellers Doro unter den drei getesteten Modellen ganz oben: Das "Doro 7010" bekam die Gesamtnote 2,6 von den Testern.

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Das "Doro 7010", das es für etwa 90 € im Handel gibt, hat ein schönes, großes Display, eine Kamera und leicht zu bedienende Tasten. Außerdem ist es WLAN-fähig und sowohl WhatsApp als auch Facebook können genutzt werden. Alternativ zur klassischen Notruffunktion lässt sich über den sogenannten "Response by Doro"-Dienst direkte Hilfe anfordern.

Der Testsieger im Seniorenhandy-Test unter den Senioren-Smartphones

Das "Doro 8050" ist das am besten getestete Senioren-Smartphone. Bildquelle: Hersteller

Überraschung: Bei den speziellen Senioren-Smartphones wurde auch ein Handy der Marke Doro von den Testern am besten von den drei untersuchten Modellen bewertet. Das "Doro 8050" schnitt mit der Gesamtnote 2,4 "Gut" ab.

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Doro 8050 Smartphone 4G
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Die Haltbarkeit bewerteten die Expert*innen mit der Note 1,9 am besten. Am schlechtesten von allen Testkriterien wurde der Punkt "Telefonieren" (Sprachqualität und Netzempfindlichkeit) mit 3,0 benotet.

Das Senioren-Smartphone verfügt über viele Funktionen, ist aber trotzdem sehr einfach zu bedienen: Es hat ein großzügiges 5,7-Zoll-Display mit großen Symbolen und das Menü ist intuitiv zu bedienen. Zusätzlich zu den vorinstallierten Android-Apps wie YouTube, Maps & Co., lässt sich jede beliebige weitere App herunterladen.

Stiftung Warentest lobt das gut modifizierte Android-Betriebs­system, hilfreiche Assistenzfunktionen und die Notruffunktion via Doro-App.

So führte Stiftung Warentest den Seniorenhandy-Test durch

Testkriterium Gewichtung Das wurde untersucht
Telefonieren 30%
  • Sprachqualität mit und ohne Umgebungsgeräusche
  • Netzempfindlichkeit
Handhabung 40%
  • Gebrauchsanweisung
  • Installation
  • Notruffunktion
  • täglicher Gebrauch
  • Transport
Haltbarkeit 10%
  • Schutz vor Staub, Feuchtig­keit und Regen
  • mecha­nische Stabilität
  • Kratz­festig­keit
Akku 20%
  • Bereit­schafts- und Gesprächszeiten in allen nutz­baren Funk­netzen
  • Lade­zeit
  • ggfs. Wieder­gabedauer von Videos

Tipp: So macht man ein herkömmliches Smartphone zum Seniorenhandy

Auch ein herkömmliches Smartphone kann man so "aufrüsten", dass es nicht unbedingt ein spezielles Seniorenhandy braucht. So können zum Beispiel Sehschwache über die Einstellungen den Kontrast des Displays erhöhen und die (App-)Symbole vergrößern. Hörbeeinträchtigte können sich mit einem guten Kopfhörer helfen, um Gespräche ohne Störgeräusche zu führen. Wer wegen zittriger Hände Probleme mit einem regulären Smartphone hat, dem fällt die Bedienung mit einem speziellen Eingabestift leichter. Auch die Spracheingabe könnte hier helfen.

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