Trampolin Test: Stiftung Warentest empfiehlt diese Trampoline für Kinder

Hoch hinaus

Trampolin Test: Stiftung Warentest empfiehlt diese Trampoline für Kinder

Hoch hinaus: Geht es um Trampoline, dann bitte nur hoch und nicht hinaus. Wie Stiftung Warentest im Trampolin Test nun herausfand, ist das aber leider manchmal der Fall bei einigen Sprungtüchern gibt es gefährliche Sicherheitslücken.

Ein großes Trampolin steht vermutlich bei allen kleinen Springmäusen auf dem Wunschzettel, die einen Garten mit genügend Platz zur Verfügung haben. Kein Wunder: Hüpfen macht gute Laune, ist ein super Sport, das Erlernen von neuen Sprüngen und Saltos schafft Lernanreize und letztlich gibt das große Tuch den Kids (und uns) das Gefühl, für einen kurzen Moment federleicht zu sein und fliegen zu können. Doch neben dem großen Spaß sehen viele Eltern auch die Risiken, die die Trampolingestelle mit sich bringen können: Denn besonders wilder und mutiger Nachwuchs neigt auf dem Spielgerät schnell zum Übermut und die Verletzungsgefahr steigt. Deshalb müssen Trampoline sehr gut und sicher verarbeitet sein. Genau das hat Stiftung Warentest 2019 geprüft: Im Trampolin Test wurden insgesamt zehn Trampoline getestet. Viele Modelle konnten dabei überzeugen – darunter sogar ein Modell für nur 190 €. Ein Modell erhielt allerdings auch die Note “mangelhaft”.

So hat Stiftung Warentest die Trampoline getestet

Stiftung Warentest hat für den Trampolin Test zehn Gartentrampoline, neun davon halten das Sprungtuch an Stahlfedern, eins mit Fiberglasstangen, getestet. Überprüft wurden das Einsteigen und Springen (35 %), Sicherheit (25 %) Handhabung, z. B. Montage und Aufbau (25 %), Verarbeitung (10 %) und Schadstoffe (5%). Gekauft wurden die Trampoline im September 2018.

Trampolin Test: Die Testergebnisse im Überblick

Insgesamt konnte rund die Hälfte der Trampoline im Test überzeugen, nicht zuletzt mit guten und sogar sehr guten Noten für die Sicherheit. Unter den Testsiegern befindet sich sogar ein preisgünstiges Modell für unter 200 €. So erhielten fünf Modelle die Note “gut” (1,6 bis 2,2), vier erhielten immerhin die Gesamtwertung “befriedigend”. Ein Modell erhielt die Note “mangelhaft” und fiel so durch den Test. Stiftung Warentest stellte einige Sicherheitsmängel fest und kann dieses Modell nicht weiterempfehlen. 

Der Testsieger: Fiberglasstangen sorgen für ordentlich Sicherheit

Ganz oben aufs Siegertreppchen schaffte es das Modell Medium Round R79 der Marke Springfree,erhältlich z. B. über Amazon für 1.320,00 €*. Insgesamt schaffte es die Note 1,6 (“gut), für seine Sicherheit gab es aber sogar eine satte 1,1. Das mag an seiner besonderen Verarbeitung liegen: Statt Stahlfedern, wie bei allen anderen Modellen, halten elastische Stangen aus Fiberglas das Sprungtuch. Einen verletzungsträchtigen Rand gibt es so nicht.

Nicht viel schlechter, dafür deutlich günstiger ist das Modell Fantastic Trampolin 300V der Marke Hudora. Mit einer Gesamtnote von 1,8 bestand es ebenso im Trampolin Test und das mit einem Drittel des Testiegerpreises: 349,95 € kostet das Modell beispielsweise bei mytoys*. Im Testbereich “Sicherheit” reichte es hier für ein “gut”.

Noch günstiger und trotzdem “gut” (1,7) ist das Modell Domyos Essential 3000 von Decathlon. Stiftung Warentest berichtet, dass der Kaufpreis bei 190 € lag. Leider gibt es dieses Modell mittlerweile nicht mehr im Handel. Wie sein Nachfolgemodell Essential 365 abschneidet, wissen wir leider nicht. Dieses gibt es für 249,99 € im Online-Shop von Decathlon*. 

Last but not least wäre da noch das Modell Comfort Edition 305 von Salta. Es erhielt die Gesamtnote “gut” (2,0), und gehört mit 279,00 €. z. B. über mytoys*, ebenfalls zu den günstigeren Modellen. Im Bereich “Sicherheit” konnte es mit einer 1,4 (“sehr gut”) überzeugen. 

Die vier Testsieger des Trampolin Tests im Detail

Medium Round R79 von Springfree 

Der Testsieger (Gesamtnote 1,6) von Springfree ist ein besonderes Trampolin. Denn das Modell kommt ganz ohne die sonst typischen Stahlfedern aus, die mit der Zeit schnell quietschen und nicht zuletzt auch eine Verletzungsrisiko darstellen können. Normale Trampoline werden daher mit einer Randabdeckung um die Sprungfläche herum abgesichert, beim Medium Round ist das nicht nötig, weshalb es deutlich mehr Platz zum Hüpfen gibt. Statt Stahlfedern setzt der Hersteller auf Fiberglasstangen, die quietschfrei, platzsparend und leistungsfähiger sind. Generell konnte Stiftung Warentest keinerlei Sicherheitslücken bei diesem Modell feststellen: Es gibt keine Fangstellen für Kopf oder Finger, die Sprungmatte ist sehr belastbar, außerdem überzeugten die Standsicherheit und Stabilität der Netzbefestigung sowie die Festigkeit von Netz und Sprungmatte. Daher gab es für den Testbereich “Sicherheit” die Note 1,1. Eine 1,0 gab es sogar für die Bereiche “Verarbeitung” und “Schadstoffe”. Es konnten keine gefährlichen Stoffe festgestellt werden. Für die Punkte “Einsteigen und Springen” sowie “Handhabung” gab es jeweils die Note “gut”. Einziger Knackpunkt des hochwertigen Modells: Der stolze Preis von 1.300 €.

Preis: Das Trampolin von Springfree ist z. B. bei Amazon für 1.320,00 € erhältlich*. 

Fantastic Trampolin 300V von Hudora

Mit guten Testergebnissen und einem deutlich niedrigeren Preis überzeugte auch das Modell von Hudora (Gesamtnote 1,8). In allen Testbereichen gab es ein “gut”, für seine Schadstofffreiheit und die Verarbeitung reichte es sogar für ein “sehr gut”. Vor allem die besondere Konstruktion des Sicherheitsnetzes überzeugte die Tester von Stiftung Warentest. Nicht so gut wurde beim Hudora Modell allerdings seine Langlebigkeit getestet: Steht das Trampolin sehr lange in der Sonne, büßt die Sprungmatte mit der Zeit etwa 20 % der Sprungkraft ein. Daher sollte die Sprungmatte vor zu viel UV-Strahlung geschützt werden. 

Preis: Das Trampolin von Hudora ist z. B. für 349,95 € bei mytoys erhältlich*. 

Trampolin von Decathlon

Fast genauso gut wie das Modell von Hudora schnitt auch das Trampolin Domyos Essential 3004 der Marke Decathlon ab (Gesamtnote 1,9). Schadstofffrei, gut verarbeitet, sicher und unschlagbar günstig. Gerade mal 190 € kostete das Modell. Mit Betonung auf kostete. Leider ist dieses Modell mittlerweile nicht mehr im Handel erhältlich. Der Hersteller hat mit dem Essential 365 aber ein Nachfolgemodell auf den Markt gebracht, das nicht viel teurer ist. Ob dieses Modell qualitativ allerdings mit seinem Vorgänger mithalten kann, können wir leider nicht beurteilen dafür müssen wir den nächsten Trampolin Test von Stiftung Warentest abwarten.

Preis: Das Nachfolgemodell Essential 365 ist im Decathlon-Shop für 249,99 € erhältlich*. 

Comfort Edition 305 von Salta

Noch ein rundum solides Trampolin (Gesamtnote 2,0) ist das Modell Comfort Edition 305 von Salta. Wie sonst nur das Modell von Springfree, erhielt dieses Trampolin in puncto Sicherheit ein “sehr gut” (1,4). Diese Note gab es ebenfalls für seine Schadstofffreiheit und Verarbeitung. Ein “gut” gab es für “Einsteigen und Springen” sowie “Handhabung”. Überzeugen konnte das Modell im Test auch, da es sich recht einfach abbauen ließ, was in der Wintersaison zu empfehlen ist. 

Preis: Das Modell von Salta gibt es z. B. bei mytoys für 279,00 €*.

Die Verlierer: Teurer Preis, mangelhafte Sicherheit

Mit der Note “mangelhaft” fiel das Modell Premium Gold 10 Combi Deluxe der Marke Etan durch. Das lag hauptsächlich an mangelnder Sicherheit, die Stiftung Warentest gleich in mehreren Punkten feststellte: Die Verschlüsse, die das Netz am Eingang des Trampolins sichern, lassen eine Lücke: Hier passt ein Kinderkörper problemlos durch, der Kopf würde aber hängenbleiben. Auf Nachfrage erklärte der Hersteller, die Verschlüsse verändert zu haben. Betroffene Netze können umgetauscht werden. Doch das ist nicht die einzige Sicherheitslücke: Die Sprungmatte kommt dem Boden bei hohem Gewicht gefährlich nah. Etan gibt als maximales Nutzergewicht jedoch 150 kg an. Nach dem Test teilte der Hersteller mit, dass das Nutzergewicht nun von 150 auf 100 kg reduziert wurde.

Familie.de-Kaufberatung für Trampoline

Egal wie gute Testergebnisse eues Trampolin sind, die Sicherheit steht und fällt mit seinen Nutzern. Wenn ihr ein paar Regeln befolgt, könnt ihr das Verletzungsrisiko auf ein Minimum beschränken. 

  • Nicht für die ganz Kleinen: Kinder unter sechs Jahren sollten lieber noch auf ihre ersten Sprungversuche auf dem Trampolin warten. Sie bringen nicht die nötige Koordination mit. Außerdem wirkt die Wurfkraft sehr stark gegenüber dem geringen Gewicht. (Ja, wir wissen, wie unrealistisch das ist. ;-) )
  • Immer nur einer: Wenn mehrere Kinder gleichzeitig hüpfen, kommt es leicht zu Zusammenstößen und fiesen Verletzungen. (Ja, ja, schon klar! Aber darauf hinweisen schadet nicht!)
  • Nur unter Aufsicht: Eltern sollten ihre kleinen Kängurus beim Hüpfen im Auge behalten. So könnt ihr sofort handeln, wenn doch mal was passiert.
  • Kein Schnickschnack: Auf dem Trampolin sollten keine Spielzeuge rumliegen. Wir alle kennen den Schmerz, wenn wir auf Legosteine treten – wir möchten uns gar nicht erst vorstellen, wie es ist, auf ein Kunstoff-Auto zu springen. 
  • Schuhe aus: Am besten hüpft es sich auf Stoppersocken.
  • Ab in die Mitte: Erklärt euren Kids, dass sie am besten in der Mitte hüpfen. Hier ist die Verletzungsgefahr am geringsten.
  • Tür zu: Der Eingang am Netz eures Trampolins sollte beim Hüpfen unbedingt geschlossen sein.

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Quelle: Stiftung Warentest

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Nicht nur der Nachwuchs, auch wir Großen können von einem Trampolin echt profitieren. Schließlich sind viele Modelle bis 150 kg belastbar, da können wir uns problemlos auch mal auspowern. Das Training ist extrem effektiv: Etwa 400 Muskeln arbeiten, während wir uns immer wieder in die Höhe katapultieren. Laut Experten sind zehn Minuten Trampolinspringen so anspruchsvoll wie 30 Minuten joggen. So wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, gleichzeitig wird unser Gleichgewicht gefordert. Doch nicht nur für den Körper ist das Hüpfen gut: Trampolinspringen baut Stress ab und macht einfach glücklich. Ein super Gerät also für die ganze Familie! Vorsicht ist allerdings in der Zeit nach einer Geburt geboten – bei vielen Mamas macht der Beckenboden die wilde Hüpferei noch nicht mit. Also erstmal langsam antesten!

Bildquelle: Getty Images/Martinan, Amazon, mytoys, Decathlon

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