Es ist geschafft: Das passiert nach der Geburt

Die Geburt ist geschafft - das Baby ist da. Und sobald die Nabelschnur durchtrennt ist, beginnt endgültig das Leben außerhalb des Mutterleibs. Lesen Sie hier, was nach der Geburt passiert.


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11. Durchtrennen der Nabelschnur



Durchtrennen der Nabelschnur


© Thinkstock
Sobald Sie sich bequem hingelegt haben, wird man Ihnen Ihr Baby auf den Bauch legen. In einigen Kliniken wird nun auch gleich die Nabelschnur durchtrennt. Besser ist es aber, zu warten, bis sie aufhört zu pulsieren, denn so kann sich Ihr Baby an die eigene Lungenatmung gewöhnen.

Für ein spätes Abnabeln sprechen noch andere medizinische Gründe: Kanadische Gynäkologen haben bei der Auswertung von 15 Studien mit fast 2000 Neugeborenen herausgefunden, dass Kinder, die frühestens nach zwei Minuten abgenabelt wurden, unter anderem stärker gefüllte Eisenspeicher als die Kinder der Vergleichsgruppe hatten.

So lange haben Sie also in jedem Fall Zeit zum ersten „Beschnuppern“. Dann dürfen Sie entscheiden, wer die Nabelschnur durchtrennt. Für den frischgebackenen Papa ist das ein bewegender, symbolischer Akt, denn erst die Abnabelung gilt als Zeitpunkt der Geburt. In diesen Momenten haben die meisten Frauen schon vergessen, wie mühsam und schmerzhaft die Geburt gewesen ist. Stattdessen sind sie von Hochgefühl erfüllt.
12. Die Nachgeburt
Nach der Geburt Ihres Kindes kommt es noch zu einer zweiten Geburt, nämlich die der Plazenta, die Ihr Baby während der Schwangerschaft mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt hat. Sie wird nach dem Abnabeln durch erneute Kontraktionen von der Gebärmutterwand gelöst und abgestoßen. Das kann noch einmal unangenehm werden, mit Blutungen verbunden sein und einige Zeit in Anspruch nehmen.

In einigen Kliniken werden routinemäßig Kontraktionsmittel gegeben, um die Ablösung der Plazenta zu fördern und so die Nachgeburtsblutung zu verringern. Wichtig ist nur, dass die Plazenta vollständig geboren wird, um Entzündungen vorzubeugen. Schließlich wird die Hebamme vorsichtig Ihren Damm untersuchen und entscheiden, ob er genäht werden muss. Nun werden Sie noch etwa zwei Stunden zur medizinischen Überwachung im Kreißsaal bleiben.
13. Erster Gesundheits-Check
Jeder gönnt Ihnen diese intensive Zweisamkeit, doch die Gesundheit des Babys ist ebenso wichtig. Die Hebamme wird es kurz entführen und „auf Herz und Nieren prüfen“. Zunächst einmal wird sie die Atemwege in Nase, Mund und Rachen von dem Schleim befreien, der sich dort gesammelt hat. Zudem wird sie nach jeweils einer, fünf und zehn Minuten mittels des APGAR-Tests lebenswichtige Reflexe Ihres Kindes kontrollieren. Danach haben Sie auch die Gewissheit über die Frage, die jeder Mama auf der Seele brennt: Ist mein Baby gesund?
14. Zeit zum Kuscheln

Aber dann ist ganz viel Kuscheln angesagt. Kosten Sie diese süßen Augenblicke unbedingt aus, denn durch Ihr vielleicht noch ungläubiges Staunen und die ersten Berührungen wird das lebenslange, enge Band zwischen Ihnen und Ihrem Kind geknüpft. Experten bezeichnen diesen intensiven Vorgang als Bonding.
Auch wenn es noch so schön ist, sein Kleines so in den Armen zu halten, irgendwann wird Ihr Baby unruhig – es hat Hunger. Zeit für die erste Muttermilch. Die ist für Neugeborene besonders wichtig, denn sie enthält jede Menge Abwehrstoffe, die das Baby vor Infektionen schützen und sein Immunsystem anregen. Außerdem ist sie leicht bekömmlich und bringt die Verdauung in Schwung. Kurzum, sie sorgt für einen guten Start ins Leben.


Bonding: Verbindung zwischen Eltern und Baby

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