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Mohn in der Schwangerschaft: Darauf sollte man achten!

Mohn in der Schwangerschaft: Darauf sollte man achten!

Schwarze Samen

Mohn ist in der Schwangerschaft mit Vorsicht zu genießen. Die kleinen, schwarzen Samen können für das ungeborene Baby nämlich gefährlich werden. Wieso genau, das erläutern wir dir in diesem Beitrag.

Mohn in der Schwangerschaft

Mohn enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Vor allem in der Schwangerschaft steigt der tägliche Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Nährstoffen. Die kleinen schwarzen Samen liefern unter anderem Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium.

Eisen

In der Schwangerschaft verdoppelt sich der tägliche Eisenbedarf, der kaum über die Nahrung allein gedeckt wird. Aus diesem Grund entwickeln viele Schwangere einen Eisenmagel, der unter anderem zu Müdigkeit, Unruhe, Gereiztheit, Haarausfall und eine erhöhte Infektanfälligkeit führen kann.

Magnesium

Auch der Magnesiumbedarf ist bei Schwangeren höher. Der Nährstoff ist unter anderem für die Gefäße, Muskeln sowie für sämtliche Stoffwechselvorgänge wichtig. Kommt es zu einem Mangel, können beispielsweise Muskelzittern sowie Muskelkrämpfe, Herzrasen, eine erhöhte Reizbarkeit und Verdauungsstörungen auftreten.

Kalium

Kalium befindet sich vor allem in Gemüse- und Obstsorten sowie in Getreide. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Erregungsübertragung im Nervensystem und Herzen und hilft beim Insulintransport in die Zelle.

Kalzium

Kalzium ist am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt und für die neuromuskulären Erregungsübertragung sowie die Muskelkontraktion wichtig. Vor allem Frauen im dritten Trimester wird empfohlen, auf eine ausreichende Kalziumzufuhr zu achten, da es auch für die Knochen des ungeborenen Babys sehr wichtig ist.

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Mohn in der Schwangerschaft: Erlaubt oder tabu?

Trotz der gesunden Inhaltstoffe, wird geraten, in der Schwangerschaft nicht zu viel Mohn zu verzehren. Wie es immer so schön heißt: Die Menge macht das Gift. Mohn enthält nämlich Morphin, das wir vor allem aus der Medizin kennen. Der Wirkstoff wird zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt.

Normalerweise ist Mohn für gesunde, erwachsene Personen ungefährlich. Bei Schwangeren und Säuglingen verhält es sich jedoch anders. Sie reagieren wesentlich empfindlicher. Der Morphin-Gehalt ist abhängig von der Produktionsweise. Wird die Mohnsaat vernünftig gereinigt, sinkt der Anteil. Dennoch empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung, dass Schwangere Lebensmittel mit einem hohen Mohn-Gehalt lieber meiden sollten. Dazu zählen unter anderem einige Desserts sowie der leckere Mohnkuchen. Das Morphin gelangt nämlich über das Blut zum Ungeborenen und kann nach der Geburt unter anderem zu Atembeschwerden führen.

Fazit

Mohn enthält zwar viele wichtige Inhaltstoffe, sollte in der Schwangerschaft jedoch nur in Maßen genossen werden. Die Samen enthalten nämlich Morphin, das über das Blut zum Ungeborenen gelangen kann.

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Bildquelle: Getty Images/irakite
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