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Jugendsprache

Was bedeutet „Boomer“? Das steckt hinter dem Begriff

Im Netz bist du auf das Wort „Boomer“ gestoßen und weißt nicht, was es bedeutet? Wir klären dich auf, welche Bedeutung hinter dem Ausdruck steckt.

Welche Bedeutung hat der Ausdruck „Boomer“?

Man nennt die Menschen Boomer, die zwischen den 50er- und 60er-Jahren geboren wurden, also während des bekannten „Baby-Booms“. Das bezieht sich auf die Zeit der steigenden Geburtenraten nach dem Zweiten Weltkrieg. Die jüngsten „Boomer“ dieser Zeit haben nun etwa das 60. Lebensjahr erreicht. Doch bezieht sich der Ausdruck „Boomer“ nicht nur auf Personen dieses Zeitraums, sondern hat sich insbesondere in der Jugendsprache etabliert. Und zwar werden Menschen als solche betitelt, die besonders veraltete Ansichten vertreten und sich gegenüber der heutigen Jugend nicht nur nicht weltoffen, sondern auch negativ ausdrücken. Beispielsweise zweifeln sie die „Fridays for Future Bewegung“ an oder üben Kritik an Neuzeit-Apps wie TikTok.

Wie wird der Begriff „Boomer“ verwendet?

Zeigt sich eine Person, die 60 Lebensjahre bereits überschritten hat, dir gegenüber sehr engstirnig und hält unerschütterlich an alten Traditionen fest, hast du es hier mit einem „Boomer“ zu tun. Ein typischer „Boomer“ hält rein gar nichts von der Entwicklung der Generation Z und wird mit Aussagen wie „Früher war alles besser“ seinem Missmut Ausdruck verleihen. Sie wird dir widersprechen und nur ihre Argumente für die stärkeren und besseren halten, da sie einfach älter und erfahrener ist. Dass sich daraus jedoch auch ein Generationskonflikt entwickeln kann, liegt auf der Hand. Ein reger Argumenten-Austausch wird zwischen dir und einem „Boomer“ vielleicht nicht stattfinden können, da jeder seine Ansicht als die beste und einzig richtige ansieht. Häufig kannst du auch „Ok Boomer“ als Kommentar auf eine Aussage finden.

Beispielsätze:

  • Person 1: „Dieser Handy-Wahn ist ganz schrecklich. Früher haben wir uns mit Freunden zum Spielen verabredet.“ Person 2: „Du bist ja auch ein Boomer.“
  • Person 1: „Dieses Greta Thunberg-Theater ist nicht mehr nachvollziehbar!“ Person 2: „Ok, Boomer.“
  • Person 1: „Mit so einer zerrissenen kaputten Hose würde ich mich schämen!“ Person 2: „ Boah, du bist so ein Boomer.“

Eine weitere Bedeutung von „Boomer“:

Die Jugendsprache entwickelt sich stetig neu und somit bekam im Laufe der Zeit auch der Ausdruck „Boomer“ eine weitere Bedeutung.  Mit „Ok, Boomer“ kannst du auch gleichzeitig ausdrücken, dass dir die Meinung deines Gegenübers völlig egal ist und am Allerwertesten vorbeigeht. Wenn etwa jemand zu dir sagt: „Du bist so cringe!“, passt die Antwort „Ok, Boomer“ in jedem Fall auch. Hier spiegelt sich natürlich keine allzu positive Kommunikation wider, ebenso wenig ist sie respektvoll, aber unter Jugendlichen ist dieses Wortgefecht keine Seltenheit.

Fazit

Stößt du also das nächste Mal auf den Begriff „Boomer“, weißt du nun, dass Menschen, geboren in der Baby-Boom-Zeit zum Ende des Zweiten Weltkriegs, häufig als solche betitelt werden. Das betrifft jedoch ausschließlich die Personen, die besonders engstirnig sind und an alten Traditionen festhalten, die für sie aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrungen die einzig richtigen sind. Der Jugend gegenüber sowie neuen Weiterentwicklungen sind waschechte „Boomer“ nicht aufgeschlossen.

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Bildquelle: pexels/Cup of Couple

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