Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
TikTok macht was in Sachen Jugendschutz

Endlich!

TikTok macht was in Sachen Jugendschutz

TikTok, die gerade bei Teenagern beliebte Social-Media-Plattform unternimmt endlich was in Sachen Jugendschutz. Ab 30. April wird sich einiges ändern.

TikTok: Social Media für Jüngere

TikTok, diese App ist vielleicht nicht allen Eltern ein Begriff. Aber bei Kindern und Jugendlichen ist sie einfach super beliebt. Bekannt wurde die App vor allem, weil Menschen hier zu Songs getanzt und gesungen haben. Inzwischen finden sich nicht nur Musikvideos aller Art hier, sondern jede Menge witziger Videos ohne musikalischen Bezug. Die Videos dienen oft einfach dem Zeitvertreib. Aber auch ernste Themen bekommen bei TikTok mehr und mehr eine Stimme.

Kinderschutz im Internet

Eines der wichtigsten Themen für Eltern ist das des Kinderschutzes im Internet. Und weil TikTok so megabeliebt bei den Jüngeren ist, wird jetzt an einer entscheidenden Stelle nachgebessert. Denn bisher konnten sich alle Nutzer*innen gegenseitig Nachrichten schicken. Das soll ab 30. April nicht mehr für alle gelten.

TikTok verbietet das Senden von Privatnachrichten

In den erneuerten Nutzungsbedingungen wird klar, dass ab diesem Tag das Senden von Privatnachrichten an Jugendliche unter 16 Jahren nicht mehr gestattet ist. TikTok reagiert damit auch auf die vielen Vorwürfe, die in der Vergangenheit an das Unternehmen herangetragen wurden. Weil sich in der App eben vermehrt Kinder und Teenager herumtreiben, waren sie öfter als in anderen sozialen Netzwerken Opfer von sogenanntem Cybergrooming.

TikTok erschwert Cybergrooming

Die Kinder und Jugendlichen bekommen Nachrichten zugeschickt, die sie zu persönlichen Treffen auffordern, oder zum Zusenden von oben ohne Fotos. Weil nicht alle Eltern kontrollieren, wo und wie ihr Nachwuchs sich im Internet bewegt, braucht es Unterstützung von den Unternehmen, die solche Angebote ins Netz stellen.

Sprecht mit euren Kindern auch über Social Media

Ab dem 30. April wird die Kommunikation für unter 16-Jährige also erschwert. Das kann im ersten Moment zu Frust führen. Klar, es wirkt wie eine Einschränkung. Wenn ihr euren Kindern aber den Hintergrund erklärt, dass der Schutz aller Jugendlichen damit in den Vordergrund rückt, dann haben sie vielleicht etwas mehr Verständnis. Nutzt das Gespräch doch vielleicht auch gleich um in Erfahrung zu bringen, mit wem eure Kinder in den sozialen Netzwerken so im Kontakt sind. Bleibt offen für einen Dialog und droht nicht sofort mit Handyentzug, wenn eure Kinder Apps nutzen, die ihr für gefährlich haltet.

Immerhin gewinnt auch TikTok in Promikreisen immer mehr an Bedeutung. Deswegen ist die beste Empfehlung: Schaut euch an, welche Apps eure Kinder nutzen, meldet euch selbst dort an.

 

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Meine Kinder sind für Social Media noch zu klein. Aber ich weiß, dass ich mich damit beschäftigen muss, um sie nicht später allein zu lassen. Wir Eltern sollten uns informieren, wo unsere Kinder so unterwegs sind. Auch wichtig: Das eigene Selbstwertgefühl sollte nicht von Likes abhängig gemacht werden. Das müssen wir unseren Kindern vermitteln.

Bildquelle: getty images / diignat

Galerien

Lies auch

Teste dich