8 einfache Wege, sich bei frischgebackenen Eltern unbeliebt zu machen

Ihre beste Freundin, die Schwester oder die Nachbarin hat ein neues Leben in die Welt gesetzt. Was für ein Spektakel! Natürlich muss das neue Menschlein gebührend willkommen geheißen werden. Diese Tipps sollten Sie beachten, damit Sie zum perfekten Albtraum-Gast für das Baby und die frischgebackenen Eltern werden.


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8 einfache Wege, sich bei frischgebackenen Eltern unbeliebt zu machen

So machen Sie sich garantiert bei frischgebackenen Eltern unbeliebt


© iStock

1. Kommen Sie unangemeldet bzw. unpünktlich zu einem langen Besuch – am besten gleich direkt nach der Entbindung!


Warum sollten Sie Ihren Besuch ankündigen? Schließlich hat die Mutter dank Mutterschutz jetzt immer Zeit, da freut sie sich doch bestimmt über einen Überraschungsbesuch. Gelegenheit, um sich kennenzulernen haben Eltern und Kind doch später noch genug. Und dass die Situation für alle noch neu ist und sie sich auf all das Neue einstellen müssen, ist doch unerheblich. Stören tun Sie da bestimmt nicht. Deswegen sollten Sie Ihren Besuch am besten gleich noch im Krankenhaus abstatten. Den Eltern ist bestimmt eh langweilig und sie freuen sich über ein bisschen Action.

Falls Sie doch einen Termin mit der kleinen Familie ausgemacht haben, dann brauchen Sie das mit der Uhrzeit nicht so genau zu nehmen. Denn siehe erster Satz: Mutter und Neugeborenes haben eh immer Zeit und sind Zuhause. Anstrengung, Stress? Ach wo! Es ist ja nur ein kurzer Besuch …

Wobei: So kurz sollte der Besuch nicht sein. Bleiben Sie ruhig schön lange. Ihre Freunde freuen sich bestimmt über ein wenig Gesellschaft und das Baby wird ein neues Gesicht und viel Trubel in der eh schon ungewohnten Umgebung bestimmt nicht stressen.
2. Machen Sie Bemerkungen über Eltern und Kind!

Ehrlichkeit währt am längsten. Das sollte Ihr Motto sein. Und nicht nur das: Sie können ruhig direkt sein und sich ein paar Späßchen erlauben. Ein gewitzeltes "Ist das Baby etwa noch drin?" mit dem Blick auf Mamas Bauch wird diese bestimmt als gutgemeinten Ansporn verstehen. Man sieht den Eltern ihre Erschöpfung an? Weisen Sie sie darauf hin! Sie haben das bestimmt selber nicht bemerkt.

Witze und unüberlegte Kommentare über das Baby? Auch die sind erlaubt. "Soll diese komische Beule am Kopf so sein? Und warum hat das Kleine so viele Pickel? Ist es etwa schon in der Pubertät?" – Mit solchen Anmerkungen machen Sie sich bestimmt beliebt. Gefällt Ihnen der Name des Kleinen nicht, können Sie das auch ruhig laut sagen. Es ist ja schließlich Ihre Meinung. Die Eltern haben sich wahrscheinlich nicht viele Gedanken gemacht, vielleicht können Sie sie ja zu einem anderen Namen überreden?
3. Verschwenden Sie keinen Gedanken an Hygiene!

Wie heißt es so schön: Dreck macht Speck! Es kann doch nur gut für das Immunsystem des Babys sein, wenn es direkt mit ein paar Bakterien und Viren in Kontakt kommt.

Ihre Hände müssen Sie also nicht waschen, wenn Sie das Baby anfassen. Saubere Klamotten anziehen oder ein Tuch überlegen, wenn Sie das Kind auf den Arm nehmen? Wer braucht denn sowas? Rauchen Sie auch gerne unmittelbar vor dem Besuch, das bisschen Qualm, dass sich in Kleidung, Haaren und Händen einnistet, ist doch nicht der Rede wert. Das Baby muss sich an so viele Gerüche gewöhnen, da kommt es darauf nicht auch noch an. Damit zusammenhängend: Sprühen Sie sich kräftig mit Parfüm ein, so machen Sie richtig Eindruck bei dem Neugeborenen mit seiner empfindlichen Nase.
4. Kommen Sie auch vorbei, wenn Sie krank sind!

Eine kleine Erkältung wird Sie doch nicht davon abhalten, die frischgebackene Familie zu besuchen! Ok, die Abwehrkräfte des Neugeborenen sind noch nicht so gut entwickelt, aber ein paar Viren und Bakterien können das Immunsystem doch nur ankurbeln, oder?

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5. Küssen Sie das Baby, nehmen Sie es auf den Arm und streicheln Sie es im Gesicht!

Babys sind sooo süß. Die muss man einfach Abknutschen. Und auf den Arm nehmen. Und die ganze Zeit herumtragen und -reichen. Die Mutter erst einmal fragen? Ach Quatsch, das ist unnötig. Die frischgebackene Mama, die selbst noch sehr unsicher mit allem ist, gibt doch ihr Baby gerne an andere weiter. Und das Neugeborene freut sich bestimmt, neben all den neuen Eindrücken, die es verarbeiten muss, noch ein neues Gesicht zu sehen. Das Kleine wird ja eh schon mit so vielen Reizen konfrontiert, da macht ihm eine neue Person mehr oder weniger doch gar nichts aus.

Und fuchteln Sie dem Kleinen ruhig im Gesicht rum. Lassen Sie das Baby auch gerne an Ihrem Finger nuckeln. Unhygienisch ist das überhaupt nicht.

Die Eltern wollen partout nicht, dass Sie das Kind herumtragen oder küssen? Eine Unverschämtheit! Sie sollten die Freundschaft wirklich noch einmal überdenken.
6. Geben Sie gutgemeinte Ratschläge!

Das Wichtigste beim Besuch: Reden Sie. Reden Sie über sich und über Ihre Meinung zu allen Themen in Sachen Kinder und Kindererziehung. Teilen Sie Ihr großes Wissen mit den ahnungslosen Eltern. Das ist besonders wichtig, wenn Sie selber (noch) keine Kinder haben. Schließlich soll doch jemand von Ihrem unbegrenzten Wissensschätzen profitieren.

Wenn Sie schon Kinder haben, können Sie sehr gerne Vergleiche anbringen. Erzählen Sie, wie Sie schon eine Stunde nach der Entbindung Ihre Bikinifigur zurück hatten, dass das Stillen von Anfang an gut geklappt hat und dass Ihr Kind schon mit drei Wochen laufen konnte. Jede Mutter freut sich, solche aufmunternden Geschichten von anderen zu hören.
7. Erzählen Sie Horrorgeschichten!

Sind Sie mit den Ratschlägen durch (auch wenn Ihr Wissen schier unendlich scheint), fangen Sie mit der Geschichte über die Tochter der Cousine einer Bekannten an, die nach der Geburt etwas ganz Schlimmes erleben musste.

Haben die Eltern bestimmte Entscheidungen getroffen – zum Beispiel Stillen versus Nicht-Stillen – sollten, ja müssen Sie ihnen unbedingt alle negativen Konsequenzen aufzählen, die Kind und Eltern drohen können. Das ist einfach Ihre Pflicht. Sie sind quasi moralisch dazu verpflichtet. Die Eltern wissen es bestimmt gar nicht besser.
8. Bringen Sie Kind und Kegel mit zu dem Besuch!

Packen Sie ruhig die ganze Großfamilie inklusive Haustieren ein, um die frischgebackenen Eltern samt Kind zu besuchen. Die freuen sich bestimmt über ein bisschen Trubel.

Ihr Kleinster eignet sich doch super, um das Neugeborene etwas herumzutragen – und sieht so süß dabei aus. Er stützt das Köpfchen nicht oder geht nicht vorsichtig genug mit dem Kleinen um? Kein Beinbruch. Kinder sind robust.

Will sich die Mutter zum Stillen zurückziehen, können Sie samt Anhang einfach mitkommen. Privatsphäre braucht es gerade am Anfang für solch eine intime Situation nicht. Noch besser: Machen Sie Fotos! So können Sie diese Momente festhalten und gleich in den Sozialen Medien teilen.

von Nicole Metz