Welt-Sepsis-Tag: Grippeähnliche Symptome können auch auf Meningokokken-Infektionen hinweisen

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Welt-Sepsis-Tag: Grippeähnliche Symptome können auch auf Meningokokken-Infektionen hinweisen

Eine Sepsis ist die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und dennoch haben viele von uns nur eine Ahnung, was eine Sepsis überhaupt ist. Wir klären auf.

Eine Meningokokken-Infektion kann eine lebensbedrohliche Sepsis auslösen

Am 13. September ist Welt-Sepsis-Tag – und während jeder von uns das Wort Sepsis schon einmal gehört hat und ahnt, dass es sich dabei um etwas Schlechtes handelt, wissen doch die Wenigsten, was eine Sepsis genau ist, bzw. wie man sie bekommt.

Was ist eine Sepsis?

Eine Sepsis, auch bekannt unter der Bezeichnung Blutvergiftung, ist eine Immunreaktion des Körpers. Dabei wird unser Blut durch eine virale oder bakterielle Infektion mit einer massiven Entzündung überschwemmt.

Wie bekommt man eine Sepsis?

Zu einer Sepsis kann z. B. eine Schnittverletzung, ein Insektenstich, eine Verbrennung oder auch Meningokokken-Infektion führen. Auslöser sind zumeist Bakterien, aber auch Viren können eine Blutvergiftung auslösen. Von einer Sepsis bzw. Blutvergiftung spricht man aber erst, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, den Erreger aus eigener Kraft zu bekämpfen.

Wie oft kommt es in Deutschland zu einer Sepsis?

Blutvergiftungen sind die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Deshalb ist die Aufklärung, insbesondere von Eltern, über mögliche Gefahren und Schutzmaßnahmen sehr wichtig. Oft entstehen Blutvergiftungen infolge schwerer Erkrankungen. Es gibt jedoch auch seltene Auslöser, die jeden treffen können, wie beispielsweise Meningokokken-Bakterien. Dafür gibt es seit einigen Jahren Impfungen, mit denen ihr euer Kinder schützen könnt. Denn Kinder sind besonders gefährdet, an Meningokokken zu erkranken.

Meningokokken werden oft durch Erwachsene übertragen

Etwa jeder zehnte Erwachsene trägt Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum und ist somit potenzieller Überträger. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind von einer Ansteckung mit den Bakterien betroffen, da ihr Immunsystem im jungen Alter noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Erreger werden durch engen Kontakt als Tröpfchen über die Luft beim Küssen, Husten oder Niesen übertragen.

Bei einer Meningokokken-Sepsis sind manchmal Amputationen notwendig

Bei einer Meningokokken-Sepsis kann es zu einer Blutgerinnungsstörung und flächenhaften Einblutungen der Haut kommen. Dadurch können Gliedmaßen absterben, was Amputationen erfordert, um das Leben der Betroffenen zu retten. Eine Meningokokken-Sepsis endet in bis zu 13 % der Fälle tödlich, bei einem auftretenden Waterhouse-Friderichsen-Syndrom in bis zu 33 %.

Eltern können ihre Kinder vor Meningokokken-Erkrankungen schützen

Insgesamt gibt es zwölf verschiedene Meningokokken-Serogruppen. Fünf davon sind in Deutschland vertreten (A, B, C, W135 und Y). Gegen jede dieser Serogruppen sind Impfstoffe verfügbar. Eine frühzeitige Impfung kann gegen Meningokokken schützen.

Weitere Informationen findet ihr unter www.meningitis-bewegt.de.

Quellen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Erregersteckbrief Meningokokken (Stand: 06/2017)
Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin Nr. 43/2016, DOI 10.17886/EpiBull-2016-064.2
RKI-Ratgeber für Ärzte: Meningokokken-Erkrankungen (Stand: 06/2017)
Medizininfo.de (Stand: 06/2017)

Bildquelle: Getty Images

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