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Meningokokken-Sepsis: Darum sind Babys und Kleinkinder besonders gefährdet

Meningokokken-Sepsis
© getty images / iStock / Getty Images Plus / AnnaStills

Eine Meningokokken-Sepsis ist eine sehr schwere Erkrankung, die unbehandelt innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden kann. Weil das Immunsystem von Babys und Kleinkinder noch nicht vollständig ausgereift ist, sind sie besonders gefährdet. So könnt ihr vorbeugen. 

Was sind Meningokokken?

Meningokokken sind Bakterien die sich im Nasen-Rachen-Raum von Menschen ansiedeln können. In zwei Dritteln der Krankheitsfällen führt eine Meningokokken-Erkrankung zu einer Hirnhautentzündung, auch als Meningitis bekannt. Bei einem Drittel der Erkrankten kann es zu einer Blutstrominfektion kommen, der sogenannten Meningokokken-Sepsis. Die Erreger werden als Tröpfcheninfektion weitergegeben, bei engem Kontakt mit einem Infizierten. Sie können über die Luft beim Küssen, Husten oder Niesen übertragen werden.

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Etwa 10 % aller Menschen tragen die Neisseria meningitidis, wie die Meningokokken-Bakterien eigentlich heißen, in sich ohne selbst daran zu erkranken.

Wir oft erkranken Menschen in Deutschland an der Meningokokken-Sepsis?

Im Jahr gibt es statistisch betrachtet vier Fälle pro eine Million Menschen. Meistens sind das auch Einzelfälle. Ab und zu kann es, besonders in den Wintermonaten, zu kleinen lokalen Häufungen kommen. Mit einer Impfung könnt ihr das Risiko einer Ansteckung minimieren. Es gibt verschiedene Meningokokken-Typen, in Deutschland treten die Serogruppen B und C am häufigsten auf.

Warum sind Babys und Kleinkinder besonders gefährdet eine Meningokokken-Sepsis zu bekommen?

Zum einen ist das Immunsystem der Kleinen noch nicht vollständig aufgebaut, zum anderen gibt es für Kinder unter 12 Monaten keine Möglichkeit sich durch eine Impfung zu schützen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Kindern im Altern zwischen 12 und 23 Monaten eine Impfung gegen die Serogruppe C. Es gibt für bestimmte Risikogruppen auch die Möglichkeit sich gegen weitere Serotypen impfen zu lassen. Hier solltet ihr mit eurem Arzt oder eurer Ärztin sprechen.

Kranke Kinder können große Sorgen machen, egal wie gut wir uns vorbereiten. Schaut euch das Video über die sieben Kinderkrankheiten, die alle Eltern kennen sollten an.

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Die Anzeichen einer Meningokokken-Sepsis bei Kindern

Zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung, im Mittel nach drei bis vier Tagen, zeigen sich erste Beschwerden bei den Infizierten. Bei Babys und Kleinkindern sind folgende Anzeichen Grund auch an eine Meningokokken-Sepsis zu denken und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen:

Die Anzeichen einer Meningokokken-Sepsis bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen ist der sehr plötzliche und schnell fortschreitende Krankheitsverlauf ein erstes Warnsignal. Es können folgende Symptome auftreten:

  • schmerzhafte Nackensteifigkeit, oft in Kombination mit morgendlichen Erbrechen
  • flächenhafte Einblutungen der Haut
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Lichtempfindlichkeit
  • starke Schläfrigkeit / Benommenheit
  • stark ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • bei 10 - 15 % der Erkrankten kommt es zum Kreislaufschock

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Impfungen um die Meningokokken-Sepsis zu verhindern

Vorbeugende Impfungen bieten den bestmöglichen Schutz vor einer Meningokokken-Erkrankung. In Deutschland gibt es gegen alle fünf vorkommenden Meningokokken-Arten (A, B, C, W, Y) Impfungen. Die meisten Krankheitsfälle gehen hier auf Meningokokken-Typ B zurück, gefolgt von Typ C. Die Meningokokken-C-Impfung ist in Deutschland für alle Kinder ab 12 Monaten empfohlen. Ihr könnt die aber zu jedem späteren Zeitpunkt nachholen.

STIKO Impfempfehlungen 2023: Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)

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Die Impfungen gegen den häufigsten Typ B und die Typen A, W, Y sind bisher nicht im Standard-Impfkatalog aufgenommen. Es lohnt sich aber im ärztlichen Gespräch danach zu fragen, verschiedene Risikofaktoren machen die Impfungen dennoch möglich. Inzwischen erstatten auch viele Krankenkassen diese Impfungen teilweise oder komplett.

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Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen, Hebammen oder Apotheker, damit sie euch individuell weiterhelfen können.

Welt-Sepsis-Tag

Am 13. September ist Welt-Sepsis-Tag. Dieser Tag wurde 2012 ins Leben gerufen um weltweit über Sepsis und die möglichen Folgen aufzuklären. Denn immer noch glauben zu viele Leute, dass sie das nicht betreffen kann. Auf www.meningitis-bewegt.de erhaltet ihr übersichtliche Informationen, Videos und Hintergrundwissen zu Meningokokken.

Welcher Mama-Typ bist du oder wirst du vielleicht sein?

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