Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. familie.de
  2. Kleinkind
  3. Gesundheit
  4. Pneumokokken: Wo sie lauern und wie gefährlich die Bakterien sind

Impfen schützt

Pneumokokken: Wo sie lauern und wie gefährlich die Bakterien sind

© Getty Images/ Foremniakowski
Anzeige

Als Eltern eines Neugeborenen lernt man jede Menge neuer Wörter. Ein eher unschönes Wort ist Pneumokokken. Pneumokokken sind Bakterien, die besonders für Kinder unter sechs Jahren gefährlich sein können. Durch eine Impfung kann das Risiko einer Erkrankung aber deutlich gesenkt werden.

Was sind Pneumokokken?

Pneumokokken sind Bakterien, die eine Reihe schwerer Infektionskrankheiten auslösen können. Für gesunde Erwachsene ist eine Pneumokokken-Infektion kein großes Risiko, jedoch kann eine Infektion mit den Bakterien für Säuglinge, Kleinkinder, ältere und kranke Menschen zur Gefahr werden. Eine Pneumokokken-Infektion führt häufig zu lebensbedrohlichen Lungenentzündungen (Pneumonie), an der weltweit jährlich circa 826.000 Kinder unter sechs Jahren sterben.

Eine Lungenentzündung ist aber nicht die einzige Krankheit, die durch Pneumokokken ausgelöst werden kann. Auch Hirnhautentzündungen (Meningitis), Mittelohrentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Hornhautentzündungen könne durch Pneumokokken verursacht werden.

Gibt es eine Impfung gegen Pneumokokken?

Ja. Die Stiko (Ständige Impfkommission) empfiehlt alle Kinder zwischen dem vollendeten zweiten Lebensmonat bis zum zweiten Lebensjahr gegen Pneumokokken zu impfen. In der Regel geschieht dies über eine Mehrfachimpfung mit den Erregern anderer Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung (Polio), Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B.

Wie bekommt man Pneumokokken?

Pneumokokken besiedeln die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum und werden durch eine Schmierinfektion übertragen. Wichtig für uns Eltern: Hauptträger und Überträger von Pneumokokken sind Kinder in den ersten beiden Lebensjahren (deswegen auch die Impfempfehlung der Stiko). Erwachsene tragen nur zu 5% Pneumokokken in sich.

Die Besiedelung mit Pneumokokken ist meist symptomfrei, maximal verspürt man leichte Erkältungssymptome. Allerdings stören Pneumokokken das Immunsystem und führen so dazu, dass andere Erreger wie Virusinfektionen diese Schwächung ausnutzen können und uns krank machen. Es ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt, warum manche Menschen Pneumokokken in sich tragen, aber nicht ernsthaft erkranken, während andere schwer krank werden. Klar ist aber, dass kleine Kinder und alte, bzw. kranke Menschen besonders gefährdet sind durch Pneumokokken ernsthaft krank zu werden, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig aufgebaut, bzw. geschwächt ist.

Woran erkennt man eine Pneumokokken-Infektion?

Pneumokokken können unter dem Mikroskop in angelegten Untersuchungsproben nachgewiesen werden. Es gibt außerdem einen Schnelltest für Urin.

Wie wird eine Pneumokokken-Infektion behandelt?

Wenn nötig wird der Kinderarzt für euer Kind zur Behandlung einer Pneumokokken-Infektion Penicillin verschreiben.

Impfung gegen Pneumokokken: Empfehlung der Stiko

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt seit 2014 eine Impfung gegen Pneumokokken:

  • Für alle Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat bis zum zweiten Lebensjahr
  • Alle Menschen über 60 Jahren
  • Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung.

Genau Informationen zur Pneumokokken-Impfung bekommt ihr in eurer Kinderarztpraxis.

Es gibt noch jede Menge weitere Kinderkrankheiten. Diese 7 solltet ihr kennen ...

7 Kinderkrankheiten, die man kennen sollte Abonniere uns
auf YouTube

20 Gesundheitsmythen: Welche Weisheiten taugen wirklich was?

Quellen:
Impfen-info.de
Robert Koch Institut

Na, hat dir "Pneumokokken: Wo sie lauern und wie gefährlich die Bakterien sind" gefallen, weitergeholfen, dich zum Lachen oder Weinen gebracht? Dann hinterlasse uns doch ein Like oder teile den Artikel mit anderen netten Leuten. Wir freuen uns sehr über dein Feedback – und noch mehr, wenn du uns auf Pinterest, Facebook, Instagram, Flipboard und Google News folgst.