Wochenflussstau: Symptome erkennen und behandeln

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Wochenflussstau: Symptome erkennen und behandeln

Mit Beginn des Wochenbetts kommt der Wochenfluss – ein wichtiger natürlicher Prozess, der individuell verläuft. Bei einem Wochenflussstau muss aber bei allen Mamas sofort eingeschritten werden.

Du hast dich vor der Geburt noch mit Wochenbettbinden und Wöchnerinnen-Slips eingedeckt, sogar an wasserfeste Unterlagen für die Matratze hast du gedacht, denn der Wochenfluss ist nicht zu unterschätzen. Und das ist auch gut so, denn eine starke Blutung gerade in den ersten Tagen nach der Entbindung ist völlig normal und ein Zeichen für eine gute Wundheilung, auch wenn es, ähnlich wie bei einer Regelblutung, sehr unangenehm sein kann. Hab also keine Angst, wenn es schwallartig aus dir raus sprudelt, insbesondere wenn du dich bewegst oder dein Baby stillst. Das wird mit der Zeit weniger.

Der Wochenfluss dauert gewöhnlich fünf bis sieben Wochen. Bei einem Kaiserschnitt kann es etwas früher aufhören. Nur bei einem abrupten Ende oder einer plötzlich deutlich reduzierten Menge in den ersten Wochenbetttagen solltest du die Lage ernst nehmen und gleich zum Frauenarzt gehen. Womöglich steckt ein Wochenflussstau, medizinisch Lochienstauung genannt, dahinter. Das Wundsekret sammelt sich dann in der Gebärmutterhöhle und verursacht womöglich eine Infektion.  

Das sind die Begleitsymptome zum Wochenflussstau:

  • hohes Fieber (mehr als 38 Grad)
  • Unterleibsschmerzen
  • Ohren- und Kopfschmerzen, insbesondere Stirnkopfschmerzen (Ziehen und Stechen an den Schläfen)
  • Gebärmutter ist deutlich vergrößert und lässt sich nach dem Wasserlassen gut ertasten. Sie fühlt sich weich an, es tut aber schon weh, wenn du nur leicht drauf drückst.

Durch einen Ultraschall beim Arzt lässt sich sofort erkennen, ob die Gebärmutterhöhle mit Flüssigkeit gefüllt ist. Damit die Gebärmutter sich wieder zusammenzieht und so der Wochenfluss wieder aktiviert wird, kommen Arzneimittel zum Einsatz. Auch krampflösende Medikamente, die den Muttermund entspannen, können verschrieben werden. Eventuell wird der Arzt den Muttermund auch während der Untersuchung leicht aufdehnen, damit der Wochenfluss wieder ungehindert seinen Lauf findet.

Warum entsteht ein Wochenflussstau? 

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Wochenfluss zu früh endet. Eine Verkrampfung des Muttermundes bei der Entbindung kann dazu führen, dass nichts mehr oder nur wenig durchfließen kann. Auch kann der Muttermund durch eine Anhäufung von geronnenem Blut verstopft sein. Weitere Möglichkeiten sind eine stark nach vorne oder hinten geneigte Gebärmutter, sodass der Gebärmutterhals abgeknickt ist und der Wochenfluss nicht vaginal abgehen kann. 

So kannst du selber mithelfen, den Wochenflussstau zu beenden:

  • Gute Nachricht für alle Bauchschläferinnen: Nach der Geburt musst du nicht länger auf deine Lieblingsliegeposition verzichten. Im Gegenteil, du sollst sogar! Durch diese Stellung wird das Zusammenziehen der Gebärmutter angeregt. Versuche, das mehrmals am Tag für etwa eine halbe Stunde durchzuziehen und platziere dabei ein Kissen unter deinem Bauch auf der Höhe der Gebärmutter.
  • Eine sanfte Unterbauchmassage kann auch den Stau lindern.
  • Wärme wirkt Wunder! Je nach Geburtsverletzung kannst du auch ein warmes Sitzbad nehmen, um den Wochenflussabgang zu fördern. Das Wasser und somit auch der mögliche Wochenfluss, der sich damit vermischt, sollte in der Badewanne aber nur bis zum Bauchnabel reichen und vor allem nicht deine Brüste berühren, um eine Infektion der Brustwarzen, mit denen dein Still-Baby natürlich in Berührung kommt, zu vermeiden.
  • Wer nicht baden mag, kann auch einfach ein Wärmekissen nehmen. Ebenfalls hilft auch Tee. Hier gibt es gute Erfahrungen mit den Heilpflanzen Hirtentäschel oder Frauenmantel.
Bildquelle: paulaphoto/iStock/Getty Images Plus

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