Rückbildung nach der Schwangerschaft

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Rückbildung nach der Schwangerschaft

Nach einer Geburt ist alles anders - auch Ihr Körper wandelt sich jetzt rasant! Für die Rückbildung gilt vor allem: Setzen Sie sich nicht zu sehr unter Druck

In den Stunden und ersten Tagen nach der Geburt kommt es zu so genannten Nachwehen. Das sind Kontraktionen der Gebärmutter, die dabei helfen sollen, dass sie sich wieder auf ihre ursprüngliche Größe zurückbildet. Die Nachwehen sind meist besonders stark beim Stillen zu spüren. Denn das Hormon Oxytocin, das während des Stillens produziert wird, verstärkt die Kontraktion der Gebärmutter.
Beim ersten Kind spürt die Frau in der Regel nur einen leicht ziehenden Schmerz im Bauch. Bei weiteren Geburten sind die Nachwehen häufig etwas schmerzhafter, da die Gebärmutter bereits vorgedehnt ist und sich deshalb stärker zusammenziehen muss.

Wundheilung nach der Geburt

Weil sich Nachgeburt (Plazenta) und Eihäute von der Gebärmutterwand lösen, entsteht an dieser Stelle eine Wundfläche, die heilen muss. Die Wundheilung verläuft in mehreren Phasen. Der Östrogenabfall gleich nach der Geburt sorgt schon einmal für eine verminderte Durchblutung der Gebärmutter, was den Prozess beschleunigt. In den kommenden Wochen ist die Heilung dann vom so genannten Wochenfluss begleitet. Die Menge und das Aussehen des Wochenflusses verändern sich nach und nach. Vor allem in den ersten zwei Tagen sind die Blutungen sehr stark und bestehen aus Plazentaresten. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie in den ersten Tagen ganze Stückchen und Klumpen ausbluten. Die Dauer des Wochenflusses unterscheidet sich von Frau zu Frau: Bei stillenden Frauen versiegt er etwas schneller. Sie sollten für den Wochenfluss nur Binden und keine Tampons verwenden. Auch ist Duschen besser als Baden, weil dann nicht so leicht Keime mit dem Wasser in die Scheide gelangen und von dort in die Gebärmutter aufsteigen können.

Fieber nach der Geburt

Kommt über mehrere Tage kein Wochenfluss und treten vielleicht noch Fieber, Rücken- oder Stirnschmerzen auf, kann ein Wochenfluss-Stau vorliegen. Wenden Sie sich dann unbedingt an eine Nachsorge-Hebamme.

Stimmungsschwankungen nach der Geburt

Hormonell gesehen ist die Zeit nach der Geburt eine wahre Achterbahnfahrt. Die Schwangerschaftshormone sinken Plötzlich in den Keller und das wirft Sie ähnlich wie zu Beginn der Schwangerschaft gewaltig aus der Bahn.

Nach der Geburt schnell abnehmen

Direkt nach der Geburt schrumpft Ihr Bauch immerhin schon ein ordentliches Stück. Von einem Moment auf den anderen sind Sie etwa 5 bis 7 Kilo leichter. Das Baby wiegt zwischen 3,5 und 4 Kilo, die Plazenta etwa 500 Gramm. Darüber hinaus verlieren Sie etwa anderthalb Kilo Fruchtwasser und um die 500 Gramm Blut. Viele Frauen schwitzen unter der Geburt auch schon einen großen Teil der Wassereinlagerungen aus. Wundern Sie sich aber trotzdem nicht, wenn Sie in den allerersten Tagen nach der Geburt noch aussehen, als wären Sie im sechsten Monat schwanger.

Rückbildung der Gebärmutter erfolgt allmählich

Die Haut und die Bauchmuskulatur sind noch schlaff, und auch die Gebärmutter hat sich noch nicht wieder vollständig zurückgebildet. Während der Schwangerschaft vergrößert sie sich etwa um das 20-fache und erreicht ein Gewicht von ungefähr 1000 Gramm. Nach der Geburt bildet sich die Gebärmutter annähernd auf ihre ursprüngliche Größe und ein Gewicht von 50 bis 70 Gramm zurück. Bildlich: Die Gebärmutter muss sich von der Größe eines Kürbisses auf die einer Feige zusammenziehen.

Hormonelle Veränderungen nach der Geburt

Hormonell gesehen ist die Zeit nach der Geburt eine wahre Achterbahnfahrt. Nach der Geburt kommt es zu einem Abfall der Östrogenkonzentration sowie der Schwangerschaftshormone HCG (Humanes Chorion-gonadotropin) und des HPL (Humanes Plazentalaktogen). Das Stillen führt zusätzlich zu einer Veränderung des Hormonhaushaltes. Es erhöht die Produktion der Hormone Prolaktin und Oxytocin. Beide Hormone werden in der Hirnanhangdrüse gebildet. Sie sind für die Milchbildung und den Milchfluss verantwortlich. Die Hormonschwankungen führen nach der Geburt oft kurzfristig zu Beschwerden wie Schweißausbrüchen und Stimmungsschwankungen, dem so genannten Baby-Blues. Der Baby-Blues trifft ca. 70 Prozent aller Mütter.

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