Für Links auf dieser Seite erhält familie.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder grünblauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
Akupunktur in der Schwangerschaft: Nadeln gegen Schmerzen

Piek, Piek, Piek!

Akupunktur in der Schwangerschaft: Nadeln gegen Schmerzen

Mit einem Pieks ist alles weg? Nicht ganz! Aber mehrere Piekse mit Akupunkturnadeln können durchaus gegen verschiedene Schwangerschaftsbeschwerden helfen, die Geburt erleichtern und auch danach für mehr Wohlbefinden sorgen. Akupunktur in der Schwangerschaft wurde in den letzten Jahren immer beliebter und weiterverbreitet. Kein Wunder - verspricht die traditionell chinesische Heilmethode doch Hilfe bei vielen Beschwerden in der Schwangerschaft (fast) ganz ohne Nebenwirkungen!

Wie funktioniert Akupunktur in der Schwangerschaft?

Akupunktur ist Teil der (traditionell) chinesischen Medizin und wird seid Jahrtausenden praktiziert. In der Tradition der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass unser Körper von der Lebensenergie Qi auf bestimmten Leitbahnen, den Meridianen, durchströmt wird. Kommt dieser Energiefluss aus irgendeinem Grund zum Stocken, entstehen Krankheiten oder bestimmte körperliche und geistige Beschwerden.

Bei der Akupunktur werden dann feine Nadeln an bestimmten Punkten entlang der Meridiane gepiekst, um die Blockade zu lösen, den Energiefluss wieder zum Laufen zu bringen und die Erkrankung/Beschwerden zu heilen.

Neugeborenen-Quiz: Wie gut kennst du dich aus mit den neuen Erdenbürgern?

Neugeborenen-Quiz: Wie gut kennst du dich aus mit den neuen Erdenbürgern?
Quiz starten

Um zu wissen, an welchen Stellen die Akupunkturnadeln gesetzt werden müssen, führt der*die Akupunkteur*in ein Anamnesegespräch und verwendet vielleicht auch noch andere typische Diagnosemethoden wie Pulskontrolle oder Iris- und Zungendiagnose.

Auch in der Schwangerschaft hat sich die Akupunktur in den letzten Jahren als sanftes Mittel zur Lösung von Beschwerden und Problemen etabliert. Es gibt viele Hebammen und Gynäkologinnen, die in den letzten Jahren eine Zusatzausbildung zum Durchführen von Akupunkturen in der Schwangerschaft absolviert haben.

Was bringt Akupunktur in der Schwangerschaft?

Akupunktur gilt als sanfte und nicht invasive Behandlungsmethode von Beschwerden und Erkrankungen. Sie greift nicht aggressiv in die Körperabläufe ein und kommt auch ganz ohne pflanzliche oder pharmazeutische Stoffe aus. Deshalb ist Akupunktur zur Behandlung bei Schwangerschaftsbeschwerden so beliebt.

Bei folgenden Beschwerden wird Akupunktur in der Schwangerschaft angewendet:

 

Was bringt geburtsvorbereitende Akupunktur?

Sehr beliebt ist die Akupunktur in der Schwangerschaft auch zur Geburtsvorbereitung. Hier sollen die gesetzten Nadeln helfen, dass sich das Baby rechtzeitig auf den Weg macht und euer Körper bereit für die Geburt ist.

Geburtsvorbereitende Akupunktur wird meist ab der 36. SSW eingesetzt, in der Regel mit einer Sitzung wöchentlich. Die Akupunktur kann von (d)einer Hebamme oder direkt in deiner Geburtsklinik oder deinem Geburtshaus durchgeführt werden. Meist werden dabei nur Nadeln in die Beine und Füße gestochen.

Akupunktur für Schwangerschaft und Geburt

Akupunktur für Schwangerschaft und Geburt

Chinesische Medizin in der Gynäkologie und Geburtshilfe: Das Praxishandbuch

Chinesische Medizin in der Gynäkologie und Geburtshilfe: Das Praxishandbuch

Hebammen-Gesundheitswissen: Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach

Hebammen-Gesundheitswissen: Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach

Wie funktioniert Akupunktur während der Geburt?

Auch unter der Geburt wird den Müttern oft Akupunktur zur Unterstützung des Geburtsprozesses angeboten, z. B. wenn damit sich der Muttermund schneller öffnet. Akupunktur kann oder soll auch dabei helfen, die Schmerzen bei der Geburt zu lindern und für etwas mehr Entspannung und Kraft während der Geburt zu sorgen.

 

Kann Akupunktur in der Schwangerschaft schaden?

Deinem Baby kann Akupunktur in der Schwangerschaft nicht schaden und auch für die werdenden Mamas hat die traditionelle Piekserei in der Regel keine Nebenwirkungen. Es kann, wenn überhaupt, zu lokalen Reizungen um die Einstichstelle kommen. Auch kleinere Blutergüße können danach auftreten.

Eher selten sind Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfweh, Übelkeit und Schwindel. Solltest du dich nach einer Akupunktur in der Schwangerschaft unwohl fühlen, sprich dies bitte unbedingt bei deiner oder deine Akupunkteur*in an. Im Zweifelsfall lass dich zusätzlich von deiner Gynäkologin untersuchen - es kann auch sein, dass deine Beschwerden nur zufällig zeitgleich mit der Akupunktur aufgetreten sind und eine ganze andere, vielleicht gar ernsthaftere Ursache haben, z. B. eine Präeklampsie, das HELP-Syndrom oder Schwangerschaftsdiabetes.

 

Wie kann Akupunktur nach der Geburt helfen?

Auch nach der Schwangerschaft und Geburt kann Akupunktur helfen, um der frischgebackenen Mama das Leben zu erleichtern.

In folgenden Situationen kann Akupunktur nach der Geburt sinnvoll sein:

 

Wird Akupunktur in der Schwangerschaft von der Krankenkasse bezahlt?

Akupunktur in der Schwangerschaft ist keine Kassenleistung und muss meist selbst bezahlt werden. Wenn ihr eine Zusatzversicherung für Alternative Heilmethoden habt, übernimmt diese eventuell die Kosten.

Generell gilt: Nachfragen bei eurer Krankenkasse ist kostenlos, aber im besten Falle nicht umsonst.

Die Akupunktur, die dir von deiner Beleghebamme oder während deiner Geburt angeboten wird, musst du (normalerweise) nicht extra bezahlen. Manche Vorsorgehebammen bieten ihren Schwangeren ebenfalls kostenlos Akupunktur während der Vorsorgetermine an. Dies ist aber ein freiwilliges Angebot. Ebenso wenn deine Nachsorgehebamme bei Stillproblemen mit Akupunktur hilft, ohne dies extra in Rechnung zu stellen.

Habt ihr Akupunktur in der Schwangerschaft oder während der Geburt ausprobiert? Hat es euch geholfen? Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen - erzählt uns davon auf Facebook!

 

Charoline Bauer
Das sagtCharoline Bauer:

Unsere Erfahrung

Ich persönlich hatte bei meiner letzten Schwangerschaft keine Akupunktur. Aber meine Kollegin Andrea hat sich vor der Geburt ein paar Nadeln setzen lassen:

"Ich habe Akupunktur im Hinblick auf die Geburt bekommen. Ich hatte da beim ersten Kind doch einige Ängste. Und ich war furchtbar nervös - freiwillig Nadeln in sich reinstecken zu lassen, ist ja eher ein spezielles Erlebnis. Meine Hebamme hat das aber super begleitet. Ob es wirklich geholfen hat, kann ich nicht sagen. Aber ich hatte eine tolle Geburt. Und dann habe ich auch beim zweiten und dritten Kind natürlich nicht auf die Akupunktur verzichtet. Wo es doch so gut lief. (Und ein bisschen off topic, beim dritten Kind durften die zwei anderen Kinder dann unter Aufsicht der Hebamme die Nadeln aus meinen Beinen ziehen, was die mega fanden. Sie reden heute noch davon. Ich fand das eher so lala.)"

Bildquelle: Getty Iamges/ Goodboy Picture Company

Galerien

Lies auch

Teste dich