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Wasser­einlagerungen in der Schwangerschaft: Tolle Tipps!

Durchhalten, Mama

Wasser­einlagerungen in der Schwangerschaft: Tolle Tipps!

Schwere Beine, dicke Füße, geschwollene Finger… schwanger sein kann toll, aber auch wahnsinnig anstrengend sein! Auch, wenn Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft kein Grund zur Sorge sind: Unsere Redakteurin Jen merkt gerade in ihrer zweiten Schwangerschaft mal wieder, dass sie alles andere als “normal” sind. Woher die Schwellungen kommen und was richtig gut hilft!

Woher kommen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft eigentlich?

Wie bei den meisten Schwangerschaftsbeschwerden ist der Cocktail aus Hormonen, erhöhtem Blutvolumen und wachsendem Baby schuld. Wir können uns also damit trösten, dass weder unser Schokoverzehr noch unsere wachsende Inaktivität (Na ja, zumindest weitgehend!) dafür verantwortlich ist und sie einfach eine Nebenwirkung der wunderschönen Tatsache sind, dass wir ein Baby erwarten!

So lagern wir vier bis sechs Kilogramm Wasser in unseren Geweben ein, um einen reibungslosen Kreislauf zu ermöglichen. Dazu werden unsere Gefäße viel stärker durchblutet und weiten sich: Es kommt zum Ödem.

Wo treten Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft am meisten auf?

Wir lagern das Wasser im ganzen Körper ein. Die meisten Mamas merken, dass ihre Schuhe noch enger werden und die Beine am Ende des Tages geschwollen sind. Aber auch der Tipp, in der Schwangerschaft keine Ringe zu tragen, kommt nicht von ungefähr: Dicke Finger sind genauso häufig wie geschwollene Füße und Fußgelenke. Manchmal (wie bei mir!) kommen auch richtige Pausbäckchen dazu.

Was kann man gegen die Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft tun?

Ganz verhindern können wir die Ödeme in der Schwangerschaft nicht, denn sie haben ja ihren Nutzen. Trotzdem gibt es viele Tipps, wenn es zu unangenehmen Beschwerden kommt:

7 Tipps gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

Tipp 1: Viel Trinken

Es kursiert das Ammenmärchen, dass wenig trinken die Wassereinlagerungen verhindert. Blödsinn! Viel Trinken ist wichtig für den Stoffwechsel und deinen Kreislauf, der gerade sowieso immer mal schlappmacht. Ist dein Elektrolythaushalt dank genügend Wasser im Gleichgewicht, können sich auch schwere Beine und Co. verbessern.

Tipp 2: Bequeme Kleidung

Zu enge Kleidung und drückende Schuhe schnüren den Blutfluss regelrecht ab und begünstigen Schwellungen. Also: Luftig und bequem sollte es sein, besonders bei Hitze.

Tipp 3: Beine hoch lagern

Am besten legst du tagsüber öfters mal für zwanzig Minuten die Beine hoch. Auch nachts hilft es, deine Füße leicht erhöht zu lagern, um den Rückfluss zu begünstigen. Faustregel: Höher als deine Hüfte ist am besten. Auch ein Stillkissen hilft bei der Lagerung: Wir lieben die Stillkissen von Theraline (Amazon).

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Tipp 4: Salz nicht vergessen

Jahrelang hieß es immer, Salz würde Wassereinlagerungen begünstigen. Eine salzarme Ernährung ist aber besonders in der Schwangerschaft ungünstig, weil sie in den Elektrolythaushalt eingreift. Also: Würze ruhig so wie immer, am besten mit Jodsalz.

Tipp 5: Spargel und Gurke

Hebamme Ingeborg Stadelmann empfiehlt in ihrem Bestseller "Die Hebammensprechstunde" (Amazon), öfter mal zu Gurke und Spargel zu greifen. Beide Gemüse entwässern und helfen so super gegen das schwere Gefühl. Im Buch, das gegen jedes Problem in der Schwangerschaft eine Lösung hat, finden wir übrigens immer, was wir brauchen.

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Tipp 6: Venenpumpe

Die Wadenmuskelpumpe, die das Blut aus den Beinen wieder nach oben befördert, ist in der Schwangerschaft träger. Diese Übung aus dem Schwangerschaftsyoga hilft super: Mit ausgestreckten Beinen hinsetzen, Zehenspitzen in eure Richtung ziehen, dann von dir weg strecken. Fünf Minuten lang reicht!

Tipp 7: Beinmassage

Super ist auch eine kleine Massage, um den Blutfluss zu fördern. Streiche dabei öfter mal mit flachen Händen deine Beine entlang Richtung Herzen.

Wann sind Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft gefährlich?

In der Regel sind leichte Schwellungen und auch heftigere Ödeme harmlos. Aber trotzdem ist es wichtig, dass du sie so schnell wie möglich mit eurer Ärztin und Hebamme abklärst. Denn geschwollene Beine und Co. können auch ein Symptom für Präeklampsie sein. Besonders, wenn folgende Symptome dazukommen, ist Vorsicht geboten:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • starke und schnelle Gewichtszunahme / Schwellungen
  • Sehstörungen

Wie lange halten die Wassereinlagerungen nach der Schwangerschaft an?

Bereits während der Geburt deines Babys verlierst du jede Menge Flüssigkeit, sodass die Reserven schon jetzt voll zum Tragen kommen. Im anschließenden Wochenbett wird viel Wasser beim Stillen und starken Schwitzen durch den Hormonabfall ausgeschieden. Trotzdem kann es einige Monate dauern, bis alle Schwellungen verschwinden. Auch im Wochenbett ist viel trinken wichtig und hilft dem Stoffwechsel ungemein. Je geduldiger und liebevoller wir mit unserem Körper umgehen, umso entspannter wird dann die Zeit der Regeneration. Und schwupps! Eines Tages sind die Ödeme dann plötzlich weg, ohne dass wir es überhaupt merken.

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Jennifer Kober
Das sagtJennifer Kober:

Zeit der Magie...

Was in der Schwangerschaft mit uns passiert, ist immer wieder magisch, aber auch anstrengend. Ich finde es wichtig, dass wir Mamas das auch sagen dürfen. Aber die Schwellungen und Pölsterchen gehören zu dieser Zeit einfach dazu. So verbringe ich meine zweite Schwangerschaft in Stützstrumpfhosen gepaart mit Uggs oder Birkenstocks - eher unfreiwillig. An manchen Tagen bringt mich das zum Heulen, aber am Ende denke ich immer liebevoll und mit Humor an all die Kleinigkeiten zurück, die sich in unserem Körper so verändern, wenn wir ein Baby in uns tragen.

Bildquelle: Getty Images/TanawatPontchour

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