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Aaaaaargh!

Echt nervig: Das hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Sodbrennen in der Schwangerschaft: Schwangere mit Bauchschmerzen
© Getty Images/Antonio_Diaz

Zu den lästigen, aber ungefährlichen Schwangerschaftsbeschwerden zählen Sodbrennen und Reflux. Welche Hausmittel helfen, wie du den Beschwerden vorbeugen kannst – und wann eine ärztliche Behandlung doch wichtig wird. 

Es brennt! Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft leiden viele werdende Mamas an Sodbrennen und Reflux. Das kann ziemlich lästig werden, ist aber für Mutter und Kind in der Regel ungefährlich. Trotzdem ist es wichtig, die Beschwerden nicht zu ignorieren, denn es kann auch eine Erkrankung wie GERD (gastroösophageale Refluxkrankheit, dt.) oder stiller Reflux dahinterstecken, die oftmals behandelt werden sollten.

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Was hilft gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Ganz vermeiden lässt sich Sodbrennen gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft nicht, denn dein Magen hat einfach zu wenig Platz. Die Beschwerden lindern kannst du, indem du deine Ernährung anpasst:

  • Verzichte am besten auf Lebensmittel, die sauer, fetthaltig, süß und schwer verdaulich sind, denn sie fördern die Produktion von Magensäure.
  • Das sind vor allem Zitrus- und Hülsenfrüchte, Kaffee, Essig und Zwiebeln.
  • Auch auf stark gewürztes oder sehr fetthaltiges Essen solltest du verzichten.
  • Auch Schokolade kann Sodbrennen fördern (Sorry an alle Naschkatzen!)
  • Iss über den Tag verteilt eher mehrere kleinere Portionen, statt drei große Mahlzeiten.
  • Kau deine Mahlzeiten gut.
  • Esse drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr bzw. nur einen leichten Snack.

Wir wissen aus eigener Erfahrung: Gut geeignete Hausmittel gegen Sodbrennen sind Wasser, Kamillentee, laaangsam zerkaute Mandeln oder trockenes Toastbrot und Zwieback. Auch Milch, Kartoffeln und Bananen können helfen, bei manchen von uns verstärken sie die Symptome aber auch.

Sodbrennen in der Schwangerschaft im Liegen verhindern

Da Reflux und Sodbrennen vor allem nachts verstärkt auftreten, leidest du vielleicht unter Schlafstörungen. Das liegt daran, dass der Rückfluss der Magensäure im Liegen begünstigt wird.

Lagere dich so, dass dein Oberkörper erhöht liegt. Gemütliche und zusätzliche Kissen können dafür zum Beispiel sehr nützlich sein. Auch die linke Seitenlage hilft, denn sie unterstützt deine Verdauung und erschwert den Rückfluss von Magensäure.

Auch der Gedanke hilft: Wenn dein Baby da ist, werden auch Sodbrennen und stiller Reflux wieder verschwinden.

Welche Medikamente kann ich gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft nehmen?

Manchmal hilft einfach alles nichts und dann brauchst du auch in der Schwangerschaft nicht zu leiden: Die Klassiker Rennie und Gaviscon können laut Hersteller auch in der Schwangerschaft angewendet werden, lass dich vorher aber von deiner Haus- oder Frauenärztin und in der Apotheke beraten.

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Alternativ kannst du auch – nach ärztlicher Absprache – Heilerde probieren. Am besten checkst du Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit auch immer in der kostenlosen Embryotox-App der Charité.

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Wichtig: Wenn Hausmittel nicht helfen und du anhaltende Beschwerden hast, kann sich auch eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) entwickeln. Autsch! Hier können dann auch in der Schwangerschaft  Protonenpumpenhemmer verschrieben oder eine Magenspiegelung durchgeführt werden.

Welche Ursache hat Sodbrennen in der Schwangerschaft?

Verantwortlich für das Sodbrennen ist zum einen die Hormonumstellung in der Schwangerschaft, genauer gesagt: das Hormon Progesteron. Eigentlich ist es dafür da, die Muskelspannung der Gebärmutter zu vermindern, damit es nicht zu vorzeitigen Wehen kommt. Aber unser Verdauungs- und Harntrakt entspannen sich jetzt ebenfalls – genau wie der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Er sorgt sonst dafür, dass die Magensäure nicht zurück in die Speiseröhre fließt.

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Und auch unser Baby ist am Sodbrennen beteiligt! Durch sein Wachstum verstärkt sich der Druck auf den Magen, der immer weniger Platz einnehmen kann. So kann der Mageninhalt samt Säure stärker nach oben wandern.

Sodbrennen und Reflux in der Schwangerschaft haben also meistens ganz harmlose Ursachen. Ist dir aber konstant übel oder du hast Magenschmerzen, kann auch in der Schwangerschaft eine Gastritis oder eine Magen-Darm-Infektion dahinterstecken. Lass dich bei solchen Symptomen also am besten immer ärztlich beraten.

Was ist der Unterschied zwischen Sodbrennen und stillem Reflux?

Sodbrennen beschreibt eher ein Symptom: Es ist gekennzeichnet durch ein vom Magen aufsteigendes schmerzhaftes Brennen hinter dem Brustbein, das sogar bis in den Rachen hochwandern kann. Sodbrennen geht oft einher mit saurem oder bitterem Aufstoßen. Es ist das Leitsymptom der Refluxkrankheit.

Bei einem Reflux fließt saurer Mageninhalt zurück in die Speiseröhre. Auch wenn der Reflux ungefährlich ist, kann er sehr unangenehm sein. Seine Symptome sind:

  • saures Aufstoßen
  • Brennen hinter dem Brustbein, besonders im Liegen
  • unbeeinflussbarer Rückfluss von saurem Mageninhalt, sogar bis in Hals und Mund
  • Heiserkeit, belegte Stimme
  • Schluckbeschwerden
  • Halsweh
  • Husten
  • Schlafstörungen
  • mehr Speichelfluss
  • Schmerzen im Oberbauch, vor allem nach dem Essen
  • Völlegefühl und Übelkeit

Vom stillen Reflux dagegen spricht man, wenn die Säure bis in den Hals, den Rachen, hinter den Kehlkopf und die Stimmbänder und sogar in den Mundraum strömt. Da dies gasförmig geschieht und meist kein Sodbrennen auftritt, wird der stille Reflux lange nicht als solcher erkannt. Der stille Reflux hat eher untypische Symptome wie:

  • chronischen Husten und Rachenentzündung
  • Kloß im Hals und Räusperzwang
  • Heiserkeit und Halsschmerzen
  • vermehrte Schleimbildung im Rachen
  • Schluckbeschwerden
  • ständig verstopfte Nase

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Wir recherchieren mit großer Sorgfalt und nutzen nur vertrauenswürdige Quellen. Die Ratschläge und Informationen in diesem Artikel ersetzen keine medizinische Betreuung durch entsprechendes Fachpersonal. Bitte wendet euch bei gesundheitlichen Fragen und Beschwerden an eure Ärztinnen, Hebammen oder Apotheker*innen, damit sie euch individuell weiterhelfen können.

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Quellen: Berufsverband der Frauenärzte e.V., Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Embryotox

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