Lernprozess beim Baby durch Lob unterstützen


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

Lernprozess beim Baby durch Lob unterstützen

Sobald Babys robben oder krabbeln können, verwandeln sie sich in begeisterte Entdecker. Auf ihren Abenteuertouren stoßen sie natürlich immer wieder an Grenzen. Sei es, weil sie selbst in Gefahr geraten oder sie etwas kaputt machen könnten. Auf ein elterliches „Nein“ können sie im ersten Lebensjahr jedoch nur reflexhaft reagieren. Sie hören den Tonfall und den Klang des Wortes - und halten, wenn es gut läuft, inne. Doch bei nächster Gelegenheit werden sie wieder nachschauen wollen, was wohl im Inneren des Blumentopfs zu finden ist. Transferleistungen wie: „Mama hat einmal bei einem Blumentopf Nein gesagt. Also darf ich grundsätzlich nicht in diesem und auch nicht in anderen Blumentöpfen wühlen“, kann ein Baby noch nicht leisten. Wenn es immer wieder auf den Blumentopf zusteuert, dann tut es dies aus Neugier, nicht aber, weil es ungehorsam ist oder um die Eltern zu ärgern. „Strafen sind in solchen Situationen ganz unangebracht. Das Baby kann den Sinn solcher Maßnahmen nicht verstehen. Statt zu einem Lernprozess führen sie nur zu Frustrationen“, so Helga Joswig. Der Forscherdrang eines Babys kollidiert manchmal mit dem Ordnungssinn der Eltern. Aber er ist grundsätzlich etwas sehr Positives, das es zu fördern gilt. „Eltern sollten so viel wie möglich mit Lob arbeiten und richtiges Verhalten positiv bestärken“, sagt die Entwicklungspsychologin.