Regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten fürs Baby


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Regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten fürs Baby

„Konsequenz im ersten Lebensjahr heißt vor allen Dingen: möglichst regelmäßige Essens- und Schlafenszeiten, viele Rituale und eine vertraute Umgebung. Aber bestimmt nicht, einen Säugling schreien zu lassen oder bereits Auszeiten von ihm zu nehmen“, sagt Helga Joswig. Diese Einschätzung bestätigen auch aktuelle Studien an der University of London: Werden weinende Säuglinge in den ersten Lebenswochen beim ersten Laut getröstet, weinen sie in den darauffolgenden Monaten um die Hälfte weniger als Kinder, deren Eltern später reagierten. Ununterbrochen auf dem Arm haben müssen Eltern ihre Babys aber nicht. Die Länge des Körperkontakts hatte keine Auswirkung auf die Schreidauer, stellte das Team um den Kinderpsychologen Ian St. James-Roberts fest. Auf eines können sich Eltern verlassen: Bis etwa zum 8. Lebensmonat schreit ein Baby nie ohne guten Grund. Sie sind dann müde oder hungrig, haben Schmerzen, Ängste oder fühlen sich einsam oder unwohl. Kurzum: Momente, in denen sie elterliche Zuwendung und Trost wirklich brauchen. Babys haben in den ersten Monaten noch keine Zeitvorstellung wie wir und sie wissen nicht, dass die Welt nicht untergeht, wenn sie ein paar Minuten auf Mama oder Papa warten müssen. Erst gegen Ende des ersten Lebensjahres entwickeln sie ein Bewusstsein, dass andere Menschen auf ihre Äußerungen reagieren, und setzen ihr Schreien schon mal „strategisch“ ein. Wenn sie bis dahin eine sichere, vertrauensvolle Beziehung zu ihren Eltern aufgebaut haben, lassen sie sich dann aber schon mit einem freundlichen Ruf aus dem Nachbarzimmer ein wenig vertrösten.