Hebammen-Tipps für die Schwangerschaft

Hebammen sind die besten Ansprechpartner bei kleinen und größeren Problemen in der Schwangerschaft: Sie haben viel Erfahrung rund ums Schwangersein und dazu viele Tipps, die so in keinem Ratgeber zu finden sind. Hier die allerbesten Hebammen-Tipps für die Schwangerschaft.


(0)

Melden Sie sich in unserer Community an, um Beiträge zu Ihren Favoriten hinzuzufügen.

Jetzt anmelden

12 Tipps von der Hebamme, die jede Schwangere kennen sollte


Schwangersein erinnert manchmal an eine Achterbahnfahrt: Die Gefühle werden durcheinandergewirbelt, von euphorischer Vorfreude bis zu Ängsten, ob es dem Baby auch wirklich gut geht und der bangen Frage, wie das Leben als Mutter wohl aussehen wird, ist alles drin. Und völlig normal! Dazu kommen täglich neue Fragen zu Themen, von denen man vor der Schwangerschaft gar nicht wusste, dass es sie gibt. Eine extrem wichtige Hilfe ist da eine kompetente und erfahrene Hebamme - denn niemand weiß mehr rund ums Thema Schwangerschaft! Hier die besten Hebammen-Tipps für die Schwangerschaft:


© iStock
1. In der Schwangerschaft gilt Google-Verbot!
Zumindest soweit möglich. Sie finden dort nicht DIE Antwort auf Ihre Frage, sondern JEDE MENGE Antworten und können sich dann aussuchen, welche Antwort Ihnen am besten gefällt. Zudem erfährt man via Google grundsätzlich Dinge, die man eigentlich nicht wissen wollte... Suchen Sie sich lieber eine gute Hebamme! Und last but not least: Schauen Sie bei uns auf www.familie.de nach der Antwort auf Ihre Fragen. Hier finden Sie beispielweise alle Themen rund um Beschwerden in der Schwangerschaft.

2. Stillkissen schon jetzt anschaffen!
Ein Stillkissen gehört zu den Dingen, die man natürlich nicht unbedingt haben muss - die aber unglaublich praktisch sind. Und zwar nicht erst, wenn es beim Stillen für eine entspannte Körperhaltung sorgt. Kaufen Sie sich Ihr Stillkissen ruhig schon während der Schwangerschaft, es hilft bei Rückenproblemen oder wenn man in den letzten Schwangerschaftswochen gar nicht mehr weiß, wie man nachts liegen soll. Später wird aus dem Stillkissen übrigens ein kuscheliges Nestchen, das Ihrem Baby Geborgenheit bietet.

3. Lästiger Schwangerschaftsbegleiter: Sodbrennen
Sodbrennen ist etwas, das Frauen oft erst in der Schwangerschaft kennenlernen. Sodbrennen zeigt sich in einem unangenehmen Brennen im Brustbereich oder saurem Aufstoßen. Grund ist das immer größer werdende Kind, das dem Magen (und anderen Organen) immer weniger Platz lässt. Hilfreich sind viele kleine Mahlzeiten statt drei großen. Verzichten Sie dazu möglichst auf Süßigkeiten, Fett und Kaffee. Vielen Schwangeren hilft es, zwischendurch immer mal wieder ein paar Mandeln zu kauen. 4. Was tun bei Kopfschmerzen?
Kopfschmerzen in der Schwangerschaft sind besonders unschön, denn Schmerzmittel wie Paracetamol sollten Sie jetzt nur dosiert einsetzen. Probieren Sie es aber mit viel Flüssigkeit, einer extra Portion frischer Luft und einem Espresso mit Zitrone. Ja, Sie haben richtig gelesen: Geben Sie in einen Espresso einen Esslöffel frisch gepressten Zitronensaft. Schmeckt nicht - hilft aber bei vielen Schwangeren!

5. Noch keine Lust auf Umstandsmode?
Irgendwann passt die Lieblingshose nicht mehr - für Umstandskleidung ist das Babybäuchlein aber noch zu klein. Mit einem Haargummi im Knopfloch können Ihre Hosen nochmals drei oder vier Wochen in die Verlängerung gehen. Hier sehen Sie, wie die Hosen-Verlängerung funktioniert plus weitere Life-Hacks für die Schwangerschaft.

6. Schwere Beine

Während der Schwangerschaft muss Ihr Venensystem 20 Prozent mehr Blut durch Ihren Körper pumpen. Dazu kommt, dass die Venen durch die Schwangerschaftshormone gedehnt werden. Kein Wunder, dass sich die Beine sich bei Schwangeren oft schwer, müde und angeschwollen anfühlen. Das hilft:
• Beine hochlegen so oft es geht!
• Schlafen Sie mit hochgelagerten Beinen!
• Sorgen Sie für möglichst viel Bewegung und vermeiden Sie langes Stehen und Sitzen! Immer wieder aufstehen und Füße kreisen.
• Wechselduschen regen die Durchblutung an!
• Wenn Sie zu Krampfadern neigen, sollten Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Klingt schlimmer als es ist - die gibt es inzwischen auch in schön & schick!

7. Rückenschmerzen: Das Kreuz mit dem Kreuz
Wichtig ist, schon beim ersten Zwicken und Zwacken im Rücken zu reagieren. Konzentrieren Sie sich auf eine aufrechte Körperhaltung. Das heißt: Machen Sie den Rücken lang - und versuchen Sie den Bauch nicht rauszustrecken. Angenehm ist auch die „Kuh-Katze“: Wechseln Sie im Vierfüßlerstand zwischen einem Katzenbuckel und einem Hohlkreuz ab. Die Übung ganz langsam und bewusst ausführen. 8. Himbeerblättertee
Himbeerblättertee ist quasi DER Hebammentipp. Er lockert vor der Geburt die Beckenmuskulatur und kann die Entbindung erleichtern. Und nebenbei entschlackt und entgiftet er den ganzen Körper. Vor der 37. Schwangerschaftswoche sollten Sie ihn allerdings nicht trinken - noch ist zu wenig erforscht, ob er wirklich wehenauslösend ist. Damit der Tee seine Wirkung entfalten kann, sollten Sie täglich erst eine, später zwei bis drei Tassen trinken. Zu kaufen gibt es den eher bitter-herben Tee in der Apotheke oder im Drogeriemarkt.

9. Mir ist sooo übel!
Wenn bloß diese Übelkeit nicht wäre…! Hilfreich sind Ingwertee, Vitamin B und Nux Vomica-Globuli. Noch mehr Tipps gegen Übelkeit in der Schwangerschaft finden Sie hier.

10. Aufrechte Geburtsposition

Beim ersten Kind denken Schwangere oft, dass Kinder am besten im Liegen auf die Welt kommen. Behalten Sie aber eine aufrechte Geburtshaltung im Hinterkopf – und probieren Sie sie aus, wenn es soweit ist. Bei einer aufrechten Position sind die Schmerzen oft besser auszuhalten, und die Geburt geht dank der Schwerkraft schneller voran.

11. Sie sind sich selbst der beste Ratgeber!
Vielleicht der allerwichtigste Tipp aus dem großen Hebammen-Schatz: Horchen Sie bei sämtlichen Fragen, die Sie umtreiben, in sich rein! Darf ich noch reiten, soll ich den geplanten Urlaub canceln, muss ich den geliebten Kaffee in der Früh streichen? Die Antwort liegt in Ihnen - und solange Sie sich wohlfühlen, ist für Ihr Baby alles in bester Ordnung. Dabei nicht vergessen: Je mehr Glückshormone Sie in den neun Monaten Schwangerschaft freisetzen, umso besser geht es Ihrem Kind!

12. Bleiben Sie cool!
Mit der Schwangerschaft beginnt zwar ein neues Kapitel Ihres Lebens, das Projekt Schwangerschaft sollte aber nicht zum Fulltime-Job werden. Eine glückliche Schwangerschaft heißt nicht, dass sich von nun an alles nur noch um das Baby dreht - sondern dass Ihr ganz normales Leben weitergeht. Mit viel Vorfreude auf den neuen Erdenbürger!

Hier finden Sie Hilfe bei sämtlichen Schwangerschaftsbeschwerden - von Übelkeit über Schwangerschaftsstreifen bis zu Rücken- und Kopfschmerzen! 

 Das könnte Sie interessieren: Richtig essen in der Schwangerschaft

Es ist angerichtet: Worauf Sie bei der Ernährung in der Schwangerschaft besonders achten sollen, erfahren Sie hier.



 Das könnte Sie interessieren: Hebammen-Tipps für die Babyzeit

Wer eine gute Hebamme an seiner Seite hat, wird es bestätigen: Hebammentipps sind durch nichts zu ersetzen. Hier die zehn besten Tipps für die Babyzeit






mehr zum Thema
Schwangerschaftsbeschwerden
Artikel kommentieren
Login