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It's Magic!

Organe in der Schwangerschaft: So verschieben sie sich, wenn unser Baby sich Platz verschafft

Organverschiebung Schwangerschaft: Schwangere in magischer Umgebung
© Getty Images/Chayene Rafaela

Immer wieder faszinierend: In der Schwangerschaft fragen wir uns oft, wie unser Baby in unserem Bauch überhaupt Platz findet. Wir haben eine fesselnde Animation zur Organverschiebung während der Schwangerschaft gefunden – und verraten dir, was dein Baby während der neun Monate mit deinen inneren Organen anstellt.

Wie um Himmels Willen soll ein Baby in meinen Bauch passen?! Wohl kaum eine von uns hat sich das nicht auch schon gefragt. Denn logistisch gesehen ist doch eigentlich gar kein Platz für den Nachwuchs: Magen, Leber, Herz – unsere Organe sind alle an ihrem festen Ort. Tatsächlich verschafft sich unser wachsendes Baby fast wie von Zauberhand zwischen unseren Organen Raum.

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Keine Sorge: Die meisten Mamas spüren diese Organverschiebung während der Schwangerschaft nicht. Nur der Druck auf die Organe kann in den höheren Schwangerschaftswochen Schmerzen oder auch Übelkeit verursachen. Und nach der Geburt kehren die Organe auch wieder an ihren Platz zurück.

Organe in der Schwangerschaft: Das passiert bei der Organverschiebung

Tatsächlich verschieben sich die Organe während der Schwangerschaft ein ganzes Stück. Ab etwa der 27. SSW legt unser heranwachsendes Baby immer mehr zu und die Organe von Mama müssen den Weg frei machen. Das geht leider mit lästigen Schwangerschaftsbeschwerden, wie Sodbrennen, Verdauungsproblemen oder Kurzatmigkeit einher. Das genau geschieht mit den einzelnen Organen in der Schwangerschaft:

#1 Magen

Unser Magen hat in der Schwangerschaft die denkbar schlechteste Position. Da er am höchsten Punkt der Gebärmutter liegt, bekommt er im Laufe der Schwangerschaft immer mehr Druck von unten ab.

Ab der 34. SSW hat er kaum noch die Hälfte seines ursprünglichen Fassungsvermögens. Außerdem geht durch den Druck der Schließmuskel des Magens nach oben hin leichter auf. So kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen. Die Folge: Sodbrennen. Zum Glück haben wir jede Menge Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft parat.

#2 Lunge

Auch die Lunge verliert an Fassungsvermögen: Sie bekommt während der Schwangerschaft 25 % weniger Luft. Denn Magen und Leber werden von unten gegen die Lunge gedrückt und verschieben die Lunge so nach oben. Die Folgen sind Kurzatmigkeit und das Gefühl, nie genug Luft zu bekommen.

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Die gute Nachricht: Ab etwa der 36. SSW lässt der Druck meist plötzlich nach. Denn dann senkt sich das Köpfchen des Babys ins Becken und die Lungen haben wieder mehr Platz zum Atmen – das ist vor allem in Hinblick auf die Anstrengungen der Geburt extrem wichtig.

Ultraschall in der Schwangerschaft: Was sieht man in welcher SSW?

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#3 Herz

Unser Herz liegt relativ geschützt im Brustkorb – da kommt die Gebärmutter selbst ganz am Ende der Schwangerschaft nicht hin. Trotzdem zeigt auch das Herz während deiner Schwangerschaft Auffälligkeiten: Es muss nun etwa eineinhalb Liter mehr Blut pumpen, um uns und unseren Nachwuchs ausreichend zu versorgen. Deshalb wird es während der Schwangerschaft auch größer – was wir für eine schöne Metapher für das Mamawerden halten.

Zusätzlich beginnt das Herz schneller zu schlagen. Bei uns macht sich das durch verstärktes Herzklopfen und ein enges Gefühl in der Brust bemerkbar.

Bei starkem Herzklopfen kannst du dich mit erhöhtem Oberkörper und Beinen hinlegen. Das hilft der Durchblutung der Plazenta und dein Herz kann sich wieder etwas beruhigen.

Organverschiebung schön und gut: Während der Schwangerschaft passieren noch jede Menge anderer Kuriositäten mit unserem Körper! Sieh selbst im Video:

Schwangerschaft: 5 kuriose Fakten zeigen, was in eurem Körper passiert Abonniere uns
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#4 Blase

Als hätten wir es nicht schon gewusst: Unsere Blase reagiert besonders empfindlich auf eine Schwangerschaft. Schon in den frühen Schwangerschaftsmonaten haben wir das Gefühl, einfach immer auf die Toilette zu müssen. Anfangs ist daran noch nicht der Druck durch das Baby schuld, sondern das Gelbkörperhormon Progesteron. Es bewirkt, dass der Blasenschließmuskeln seine Aufgabe nicht mehr richtig erledigen kann.

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Später wird die Blase dazu noch immer weiter nach unten gedrückt – der Harndrang verstärkt sich noch zusätzlich. Ein alter Hebammentrick hilft zumindest, dass die Blase vollständig leer wird: Beim Wasserlassen den Bauch etwas anheben, damit die Blase Raum hat, sich zu entleeren. Und: Trotzdem viel trinken – auch wenn du gefühlt immer auf die Toilette musst.

Jennifer Kober

Puh!

Dass es schwanger so richtig eng im Bauch wird, merkt man nicht nur an der Organverschiebung. Sondern auch daran, dass die Tritte unserer Babys immer intensiver werden. Beim ersten Kind gabs fast täglich Tritte zwischen die Rippen, mein zweites hat eher die Magengegend erwischt. Eigentlich schön und soll ja so sein ... aber ufff! manchmal ganz schön schmerzhaft!

Jennifer Kober

#5 Darm

Der Darm reagiert besonders empfindlich auf das Gelbkörperhormon Progesteron: Er wird in der Schwangerschaft träge und langsam. Noch dazu wird er von der Gebärmutter sehr in die Enge getrieben und nach hinten gedrückt, so kann er sich nicht richtig entfalten – Völlegefühl und Verstopfung sind die Folge.

Da auch die Venen aus der Region des Dickdarms zusammengedrückt werden, kann dies einen Stau in den Blutgefäßen und damit Hämorrhoiden verursachen.

Natürliche Mittel gegen Verstopfung sind beispielsweise eingeweichte Backpflaumen oder Sauerkraut. Außerdem: Viel trinken und viele Ballaststoffe zu sich nehmen. Gegen Hämorrhoiden helfen (pflanzliche) Cremes oder Zäpfchen. Viele gute Tipps und Hausmittel finden sich auch im Ratgeber von Hebamme Ingeborg Stadelmann

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#6 Leber

Die Leber besteht aus relativ nachgiebigem Gewebe, deswegen kann sie leicht „auf Wanderung“ gehen und gelangt so in unseren Oberbauch. Eine fettarme, gesunde Ernährung tut deiner Leber jetzt gut.

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Aber Vorsicht: Ein intensiver Juckreiz ohne Hautausschlag kann in (seltenen) Fällen eine Schwangerschafts-Cholestase bedeuten, einem Schwangerschaftsleiden, das die Leber befällt. Die sogenannte intrahepatische Schwangerschafts-Cholestase erhöht das Risiko für eine Frühgeburt und sollte so schnell wie möglich behandelt werden.

Organe in der Schwangerschaft Animation

Die coole Animation des Museum of Science and Industry in Chicago veranschaulicht, wie sich unsere inneren Organe in der Schwangerschaft verschieben: 

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