Senkwehen: Wie fühlen sie sich an?

Schwangerschaft

Senkwehen: Wie fühlen sie sich an?

Mit Senkwehen bereitet sich dein Kind auf die Geburt vor. Wie kannst du diese Wehen von anderen Kontraktionen der Gebärmutter unterscheiden und wie fühlen sie sich an?

Etwa drei bis vier Wochen vor der Geburt können im Verlauf der Schwangerschaft die ersten Senkwehen auftreten. Mit diesen Kontraktionen positioniert sich dein Baby schonmal für die immer näher rückende Geburt. Es sinkt tiefer in dein Becken und immer weiter in die richtige Geburtslage.

Senkwehen ziehen unangenehm im Körper

 

Wie kannst du Senkwehen von anderen Wehen unterscheiden?

Die Senkwehen lösen die Übungs- oder Vorwehen ab, die vorher, ca. ab der 20. Schwangerschaftswoche, auftreten können. Im Vergleich zu den Senkwehen sind die Übungswehen unregelmäßig und weniger schmerzhaft. Mit den Übungswehen bereitet sich die Gebärmutter auf die Geburt vor und "übt" die Kontraktionen. Der Gebärmuttermund bleibt dabei geschlossen.

Auch die Frühwehen, die vor der 36. Schwangerschaftswoche eintreten können, sind nicht mit den Senkwehen zu verwechseln. Sie ähneln Menstruationsschmerzen, sind unterschiedlich stark und der Bauch wird hart. Hier ist Obacht geboten, denn sie können ein Zeichen dafür sein, dass du dich als werdende Mama übernommen hast oder dass eine Infektion vorliegt. Frühwehen sind echte Wehen und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bitte lass sie vom Arzt oder deiner Hebamme abgeklären, da sie sich auf den Muttermund auswirken und eine Frühgeburt auslösen können.

Ab der 36. Schwangerschaftswoche können die Senkwehen einsetzen. Sie sind der eindeutige Vorbote für die nahende Geburt, die dann schließlich mit den geburtseinleitenden Eröffnungs- und schlussendlich austreibenden Presswehen vonstatten geht.

Wie fühlen sich Senkwehen an?

Mit den Senkwehen sinkt dein Baby tiefer in dein Becken, um sich in die richtige Geburtsposition zu bringen. Die Wehen sind ähnlich der Übungswehen, sind in der Regel jedoch viel intensiver:

  • Sie ähneln dem Menstruationsschmerz.

  • Der Schmerz wird unterschiedlich empfunden.

  • Sie machen sich durch ein Ziehen im Rücken bemerkbar.

  • Das Ziehen kann bis in die Beine, vor allem die Oberschenkel, gehen.

  • Senkwehen kommen unregelmäßig, es können Stunden aber auch Tage zwischen ihnen vergehen.

  • Nach einem Peak werden Senkwehen wieder dann schwächer und klingen ab, bis zur nächsten Senkwehe.

Die Senkwehen bringen nicht nur dein Baby in die richtige Geburtslage, sondern bereiten auch den Gebärmutterhals auf die Geburt vor, indem sie ihn verkürzen und lockern. Der Muttermund bleibt noch geschlossen.

Was kannst du bei Senkwehen gegen die Schmerzen tun?

Oftmals helfen Entspannungsübungen und Wärme. Beobachte jedoch genau deinen Körper, denn manchmal können die Senkwehen in die Geburts- oder Eröffnungswehen übergehen. Hier solltest du immer deinen Arzt oder die Hebamme zurate ziehen. Eine sanfte Linderung der Senkwehen-Schmerzen schafft zum Beispiel:

  • Ein warmes Bad

  • Schwangerschafts-Yoga mit speziellen Übungen

  • abgestimmte Atemübungen

  • Vermeidung von Stress und Anspannung

  • Sanfte Massagen

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Senkwehen schaffen Erleichterung

Da dein Baby nun tiefer in dein Becken rutscht, senkt sich auch dein Bauch etwas anch unten. Das hat den Vorteil, dass es Erleichterung für die Lungen und den Magen schafft. Nun fallen dir Atmen und Essen wieder leichter. Auch lästiges Sodbrennen wird dadurch gelindert, solltest du darunter leiden. Dafür könnte es sein, dass ab jetzt der Druck auf deine Blase größer wird, da das Baby nun auf dieses Organ drückt.

Wie fühlen sich Senkwehen an, kann an dieser Stelle nicht eindeutig und hundertprozentig genau geklärt werden, auch wenn es durchschnittliche Erfahrungswerte und damit eine grobe Richtlinie gibt. Denn jede Geburt ist ein individuelles Erlebnis und auch Erleben. So wird jede Mutter die Wehen in ihren Feinheiten auch anders fühlen und wahrnehmen.

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