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Vorsicht!

Pantoprazol in der Schwangerschaft: Darf ich das Medikament verwenden?

© Pexels/SHVETS production

Panatoprazol ist ein wirksames Mittel gegen Sodbrennen. Doch verträgt sich das mit deiner Schwangerschaft? Wir verraten dir, was es unbedingt zu beachten gibt in dieser besonderen Zeit.

Kannst du in der Schwangerschaft Pantoprazol einnehmen?

Pantoprazol kann eine schnelle und effektive Hilfe darstellen, wenn man beispielsweise an Sodbrennen leidet. Wie das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Charité Berlin bekannt gab, dürfen werdende Mütter zu dem Medikament Pantoprazol greifen. Wie jedoch eine Analyse der Harvard Medical School in Boston verriet, besteht unter anderem ein Verdacht, dass Kinder von Müttern, die zu Säureblockern wie Pantoprazol gegriffen hätten, ein mögliches erhöhtes Asthma-Risiko in sich tragen könnten, so das Ärtzeblatt. Möglicherweise dient die natürliche Magensäure als Schutz vor Allergenen, die durch die künstliche Unterdrückung mit Hilfe von Medikamenten eine Art verspätete Immunreaktion der noch ungeborenen Babys prägen. Demnach ist es eventuell ratsamer, auf Pantoprazol zu verzichten und auf Alternativen zurückzugreifen. Vor der Einnahme sprichst du am besten mit deinem Arzt oder deiner Ärztin.

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Was ist Pantoprazol genau und welche Nebenwirkungen hat es?

Pantoprazol wird insbesondere bei Sodbrennen und Magengeschwüren eingesetzt. Die Protonenpumpenhemmer bremsen die Bildung von Magensäure. Pantoprazol wird außerdem häufig in Verbindung mit Schmerzmitteln wie Dicolofenac oder Ibuprofen verschrieben, um potentiellen Magenbeschwerden keine Angriffsfläche zu bieten. Ob du zu Ibuprofen in der Schwangerschaft greifen darfst, kannst du gerne in einem weiteren Artikel in Erfahrung bringen. Obwohl Pantoprazol außerhalb der Schwangerschaft als sehr gut verträglich gilt, können sich dennoch zahlreiche Nebenwirkungen bemerkbar machen. Dazu zählen insbesondere Durchfall, Erbrechen, Blähungen oder auch Verstopfung bis hin zu einem Trockenheitsgefühl im Mund oder sogar Juckreiz bis hin zu Hautausschlägen. Ebenso können sowohl Kopfschmerzen als auch Schwindel und Schlafstörungen durch die Einnahme ausgelöst werden.

Gibt es für Schwangere Alternativen zu Pantoprazol?

Handelt es sich in deinem Fall um leichte Beschwerden, kann der Säureblocker Omeprazol eine Hilfe bieten. Dieses Mittel zählt zu den bestuntersuchten Protonenpumpenhemmern in der Schwangerschaft und kann auch bedenkenlos empfohlen werden. Sicherheitshalber solltest du die Problematik jedoch immer mit dem zuständigen ärztlichen Fachpersonal abklären. Um mögliches Sodbrennen in der Schwangerschaft zu minimieren, ist es außerdem ratsam, auf Extreme zu verzichten. Bedeutet: besser nicht zu extrem fettigen, sauren, süßen oder schwer verdaulichen Lebensmitteln zu greifen. Insbesondere können schwer verdauliche Lebensmittel zu einer möglichen Verstopfung in der Schwangerschaft führen, die sich ohnehin häufig in dieser Zeit ergeben kann.

Welche Ammenmärchen hast du schon während der Schwangerschaft gehört? Wir sprechen im Video über verschiedene Schwangerschaftsmythen und was an ihnen dran ist:

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Fazit

Nun weißt du, dass Pantoprazol in der Schwangerschaft nicht als ungefährlich gilt, da die Einnahme zu einer möglichen Asthmaerkrankung deines Ungeborenen führen könnte. In sehr selten Ausnahmen und dringenden Notfällen, kommt das Präparat dennoch zum Einsatz, insofern es mit deiner Ärztin oder deinem Arzt abgesprochen ist. Viel besser geeignet ist eventuell der Säureblocker Omeprazol in dieser besonderen Zeit, wenn das Problem mit dem Sodbrennen überhand nimmt.

Teste dein Wissen: Wie schlafen Babys und was brauchen sie dafür?

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