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Gut zu wissen!

Ibuprofen in der Schwangerschaft: Ist das Schmerzmittel für werdende Mamas erlaubt?

Bei Kopfweh, Fieber oder sonstigen Schmerzen greifen viele schnell zu Schmerztabletten oder -säften. Doch wie sieht es aus, wenn ein Baby in einem heranwächst? Ist Ibuprofen in der Schwangerschaft überhaupt erlaubt? Wir beantworten euch alle Fragen dazu.

Ibuprofen in der Schwangerschaft: Ist das erlaubt?

Viele werdende Mamas fragen sich zurecht: Darf ich ohne Bedenken Ibuprofen & Co. nehmen? Oder schade ich damit im schlimmsten Fall meinem Baby? Die Antwort lautet: Jein. Es kommt nämlich ganz auf den Zeitpunkt der Schwangerschaft an. "Ibuprofen gehört in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft neben Paracetamol zu den Analgetika/Antiphlogistika der Wahl", heißt es dazu auf Embryotox.de. Hinter Embryotox stecken Mediziner*innen der angesehenen Charité-Universitätsmedizin Berlin, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Informationen zur Verträglichkeit von Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit zu sammeln und öffentlich zugänglich zu machen.

Anders sieht es laut der Experten zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaft aus: "Im letzten Trimenon (ab Schwangerschaftswoche 28) dürfen Ibuprofen und andere NSAID nicht angewendet werden." Als NSAID (engl. "nonsteroidal antiinflammatory drugs") wird eine Gruppe von Medikamenten bezeichnet, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirken. Bekannte Wirkstoffe aus dieser Gruppe sind neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS) oder Diclofenac.

Ibuprofen in der Schwangerschaft: Wie oft darf ich zum Schmerzstiller greifen?

Wie bei vielen anderen Medikamenten gilt auch bei der Einnahme von Ibuprofen in der Schwangerschaft: So viel wie nötig, aber wenig wie möglich! Vorab sollte man sich bei jeder einzelnen Tablette fragen, ob es wirklich notwendig ist, sie zu nehmen. Oder ob vielleicht Hausmittel auch die gewünschte Linderung bringen könnten.

Wer Ibuprofen in der Schwangerschaft tagelang oder sogar über mehrere Wochen einnehmen möchte oder muss, sollte unbedingt vorher mit seinem Arzt oder seiner Ärztin sprechen und nur auf ausdrücklichen medizinischen Rat dauerhaft dazu greifen.

Ibuprofen in der Schwangerschaft: Welche Risiken gibt es für das ungeborene Baby?

Im schlimmsten Fall kann es durch die späte und wiederholte Einnahme von Ibuprofen in der Schwangerschaft zu einem vorzeitigen Verschluss des Ductus arteriosus Botalli beim Ungeborenen kommen. Das ist ein kleines Gefäß, das beim Fetus die Körperhauptschlagader mit der Lungenschlagader verbindet. Auch für eine Schädigung der fetalen und neonatalen Nierenfunktion kann Ibuprofen in seltenen Fällen verantwortlich sein. Embryotox betont hier nochmal: "Die Empfindlichkeit des Fetus steigt mit zunehmendem Gestationsalter."

Ich habe Ibuprofen spät in der Schwangerschaft genommen. Was nun?

Wenn eine Schwangere wiederholt im letzten Trimester, also nach der 28. Schwangerschaftswoche, Ibuprofen geschluckt hat, rät Embryotox dazu, den fetalen Kreislauf per Doppler-Sonographie "auf Veränderungen der Hämodynamik (Anmerkung d.Red.: Blutfluss in den Blutgefäßen) im Ductus arteriosus" untersuchen zu lassen. Auch ein Oligohydramnion, also zu wenig Fruchtwasser, könne so ausgeschlossen werden.

Steht die Schwangere schon kurz vor dem errechneten Entbindungstermin, empfiehlt Embryotox sogar schon nach der Einnahme einer Einzeldosis dazu, sich so ärztlich durchchecken zu lassen.

Welches Schmerzmittel ist im dritten Trimester unbedenklich?

Gegen Schmerzen zum Ende der Schwangerschaft hin, darf von der werdenden Mama nur Paracetamol genommen werden. Dazu schreibt Embryotox: "Auch im 2. und 3. Trimenon ist Paracetamol im üblichen Dosierungsbereich gut verträglich." Aber auch hier gilt natürlich, dass es "nicht leichtfertig eingenommen werden darf." Fürs dritte Trimenon gäbe es aber "keine medikamentösen Alternativen – außer den Opioiden, die sehr starken Schmerzen vorbehalten sind".

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Bildquelle: Getty Images / Prostock-Studio

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