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Süßholz in der Schwangerschaft: Nicht ganz ungefährlich

Süßholz in der Schwangerschaft: Nicht ganz ungefährlich

Achtung!

Süßholz kommt in verschiedenen Tees und in Lakritze vor. Vor allem in der Schwangerschaft sollte man darauf achten, nicht zu viel Süßholz zu sich zu nehmen.

Was ist Süßholz?

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist nicht nur eine für die Lebensmittelindustrie wichtige Nutzpflanze. Sie ist auch für ihre heilende Wirkung bekannt und wird beispielsweise bei Magenbeschwerden wie einer Gastritis (Magenentzündung) eingesetzt. Die Staude kann bis zu zwei Metern hoch werden, trägt blaulila bis blauviolette Blüten und hat eine gelbe Wurzel. Die Pflanze ist in Westasien sowie im Mittelmeerraum angesiedelt und blüht von Juni bis Juli.

Warum kann der Verzehr von Süßholz in der Schwangerschaft gefährlich werden?

Obwohl Süßholz für seine heilende Wirkung bekannt ist, sollten Schwangere, aber auch Patienten mit Bluthochdruck, darauf achten, nicht zu viel davon zu konsumieren. Das empfiehlt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Denn das in der Wurzel vorkommende, süßlich schmeckende Glycyrrhizin kann zu einem erhöhten Blutdruck, zu Wassereinlagerungen sowie zu Herzrhythmusstörungen führen. Darüber hinaus haben Wissenschaftler*innen der Universität Helsinki in einer Studie herausgefunden, dass der übermäßige Konsum von Glycyrrhizin die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen kann. Es wurden Jugendliche, deren Mütter in der Schwangerschaft mehr als 250 Gramm Lakritz pro Woche aßen, getestet. 

Süßholz & Schwangerschaft: Vorsicht bei bestimmten Teesorten

Auch eine Störung beziehungsweise Verzögerung der Lungenreifung beim Fötus wird diskutiert, so dass viele werdende Mütter Süßholz während der Schwangerschaft lieber meiden. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn der Begriff „Süßholz“ findet sich – zumindest bei Kräuter- und Entspannungstees – nicht zwangsläufig in deren Namen wieder. Mitunter ist, wie Stiftung Warentest erklärt, schlichtweg von einem Magen- und Darmtee oder einer „Be happy“-Mischung die Rede. Hier gibt erst ein Blick in die Zutatenliste Auskunft.

Sollte man Lakritz in der Schwangerschaft meiden?

Freilich ist es, wie Experten beruhigen, durchaus fraglich, ob schädliche Mengen allein durch Teetrinken erreicht werden können. Denn man nimmt an, dass 250 Milligramm Glycyrrhetinsäure (GRA) pro Woche unbedenklich sind. Dementsprechend ist es kein Problem, wenn man sich ab und zu einen köstlichen Tee mit Süßholz gönnt.

Anders sieht es bei Lakritze aus. Hier kann die Konzentration je nach Produkt unterschiedlich sein. Es gibt einen sogenannten Starklakritz, der pro 100 Gramm mehr als 200 Milligramm Glycyrrhizin enthält. Dieses Produkt wird häufig in Apotheken verkauft und sollte in der Schwangerschaft lieber gemieden werden.

Fazit

Tatsächlich können Kräutertees, neben Kamille und Fenchel, durchaus Süßholz enthalten. Die meisten Mediziner*innen betonen jedoch, dass ein bis zwei Tassen täglich in der Schwangerschaft konsumiert werden können. Bei Lakritze kommt es dagegen auf das Produkt an, weshalb es ratsam ist, vorher die Zutatenliste zu checken. Wenn du dir jedoch unsicher bist, dann frag doch lieber deinen Arzt beziehungsweise deine Ärztin. Hier kann man dir mit Sicherheit weiterhelfen.

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Bildquelle: Getty Images/ LianeM

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