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Kleiner Stinker

Nabelstein: So erkennst und entfernst du den unbeliebten Bewohner

Zum Reinigen etwas verzwickt, drumherum kommst du aber nicht: Auch Babys Bauchnabel muss regelmäßig saubergemacht werden. Denn sonst kann sich dort ein so genannter Nabelstein bilden, der unangenehm pieksen und riechen kann.

Hautfalten sind ein Magnet für kleine Schmutzpartikel. Zwischen den Fingerchen und Zehen, unter den Armen und natürlich auch im Baunabel: An diesen Stellen sammeln sich Dreck, Staub, Fusseln und Hautschüppchen.

Wie entsteht ein Nabelstein?

Ob beim Baby, Kind oder Erwachsenen: Wird der Bauchnabel nicht immer mal wieder gesäubert, reiben die Schmutz- und Hautpartikel aneinander und können schließlich zu einer harten Kugel verklumpen. Diese nennt man Nabelstein. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet Omphalolith. Besonders tiefe Bauchnabel begünstigen die Bildung eines Nabelsteins zusätzlich.

Nabelstein-Symptome: Woran merke ich, dass es ein Nabelstein ist?

Er ist meist dunkel gefärbt, braun bis schwarz und – wenn man nicht weiß, wie – nur schwer zu entfernen. Es wirkt manchmal tatsächlich so, als sei der Nabelstein im Bauchnabel festgewachsen. Aber keine Sorge, das ist er in den allermeisten Fällen nicht. Umso wichtiger ist es aber, Babys Nabel immer schön sauber zu halten und in regelmäßigen Abständen auf Unreinheiten zu inspizieren.

Nabelstein entfernen: So bekommst du den Dreck aus dem Bauchnabel

Ganz wichtig: Wasche dir vor der Nabelpflege immer die Hände! Bei der normalen Nabelpflege brauchst du weder Puder noch irgendwelche Öle oder Tinkturen. Bei ganz kleinen Säuglingen kochst du Wasser ab, bei größeren reicht lauwarmes Wasser und ein sauberes Tuch, mit dem du den Nabel auswischen kannst.

Hast du aber tatsächlich einen Nabelstein entdeckt, sieht die Sache ein wenig anders aus. Ist er gut sichtbar und recht weit vorn gelagert, kannst du ganz vorsichtig versuchen, ihn mit einer stumpfen Pinzette zu greifen. Aber bitte nicht energisch daran ziehen. Ausgeschlossen ist es nämlich nicht, dass er bereits mit der umliegenden Haut verwachsen ist. Dann könntest du durch das Ziehen diese Haut verletzen.

Nabelstein entfernen mit Öl

Oft sitzt ein Nabelstein so fest, dass du ihm zunächst anders auf den Leib rücken musst. Das Zauberwort lautet: einweichen. Dafür nimmst du dir eine Einwegspritze zur Hand und befüllst diese mit etwas Babyöl (am besten parfümfrei und für sensible Haut geeignet). Träufle dann etwas Öl in den Nabel und verteile es vorsichtig mit Hilfe eine Wattestäbchens.

Je nachdem, wie hartnäckig der Nabelstein ist, musst du diesen Vorgang mehrere Tage hintereinander wiederholen, um den Nabelstein vollständig und sanft entfernen zu können. Ist der Nabelstein dann merklich weich geworden, nimmt dein Baby am besten ein Bad. Das warme Wasser weicht den Nabelstein weiter auf. Wird er dann nicht ganz von allein herausgespült, kannst du ihn mit einem weichen Lappen im Wasser einfach herausstreichen.

Trockne den Nabel nach dem Baden dann (wie immer) gut ab und wirf noch einmal einen Blick hinein, ob keine Hautpartien verletzt sind.

Ist ein Nabelstein gefährlich?

Nein, gefährlich ist ein Nabelstein erstmal nicht. Dennoch ist er ein Hinweis auf mangelnde Körperhygiene. Und soweit solltest du es weder bei dir noch bei deinem Baby kommen lassen.

Unangenehm wird es, wenn der Bauchnabel anfängt schlecht zu riechen. Die Folge eines nicht ausreichend gesäuberten Nabels kann nämlich eine Bauchnabelentzündung sein. Diese erkennst du unter anderem an einer Rötung und Schwellung und im schlimmsten Fall sogar an übel riechendem, austretendem Eiter.

Dann heißt es nicht zögern, sondern ab zum Kinderarzt bzw. zur Kinderärztin mit deinem Baby. Diese können die betroffenen Stelle reinigen und die Entzündung bekämpfen.

Auch beim Thema Wickeln gibt es einiges, auf dass du achten musst. In unserem Video verraten wir dir fünf hilfreiche Tipps:

Babys richtig wickeln: Die 5 besten Tipps Abonniere uns
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Zu welchem Arzt muss mein Baby mit einem Nabelstein?

Solltest du einen Nabelstein bei deinem Baby festgestellt haben und nicht allein herausbekommen, wendest du dich am besten an deinen Kinderarzt bzw. deine Kinderärztin. Sie können dir weiterhelfen und auch direkt sehen, ob bereits eine erste Entzündungsreaktion eingesetzt hat.

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Bildquelle: Getty Images/ Andrey Sayfutdinov