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Körpertemperatur beim Baby: So fühlt sich dein Schatz rundum wohlig warm und gut

Körpertemperatur beim Baby: So fühlt sich dein Schatz rundum wohlig warm und gut

Ist das normal?

Wusstest du, dass sich die Körpertemperatur von einem Baby im Laufe des Tages mehrfach ändert? Das ist ganz normal und trifft übrigens auch auf uns Erwachsene zu. Mach dir also keine Sorgen, wenn du morgens und abends eine unterschiedliche Temperatur misst. Hier kommt ein Überblick zu den wichtigsten Fragen rund ums Thema Körpertemperatur und Baby.

Die normale Körpertemperatur beim Baby

Wer bei seinem Baby die Temperatur gemessen und festgestellt hat, dass sie 37° Celsius beträgt, bekommt vielleicht erst mal einen Schreck. Ist das nicht schon zu hoch? Hat mein Baby etwa Fieber? Wir können dich beruhigen: Mit deinem Schatz ist alles in Ordnung. Eine Körpertemperatur zwischen 36,5° und 37,5° Celsius Grad ist beim Baby völlig normal!

Bei Kleinkindern, die gerade viel herumgetobt oder aber lange draußen in der Kälte gespielt haben, kann die Körpertemperatur kurzzeitig natürlich auch leicht darüber oder darunter liegen, ohne dass Anlass zur Sorge besteht.

Die Körpertemperatur vom Baby im Laufe des Tages

Wichtig ist, bei der Messung der Körpertemperatur von Baby und Kind nicht nur den Kontext zu berücksichtigen, sondern auch die Tageszeit. Nachmittags und abends fällt das Messergebnis normalerweise bis zu einem Grad Celsius höher aus als morgens.

Solange dein Baby keine Krankheitsanzeichen zeigt, die Körpertemperatur im Normalbereich liegt und es gut drauf ist, ist alles in Ordnung. Wichtig: Wenn du bei deinem Neugeborenen eine Temperatur von 38° Celsius oder höher misst, suche bitte umgehend einen Arzt auf.

Was ist eigentlich normal? Diese Tabelle gibt einen Überblick:

36,5° bis 37,5°Celsius Normale Körpertemperatur
37,6° bis 38,4° Celsius Erhöhte Körpertemperatur
Ab 38,5° Celsius Fieber (Achtung: Bei Neugeborenen schon ab 38° Celsius)
Ab 39° Celsius Hohes Fieber

Ab wann kann ein neugeborenes Baby die Körpertemperatur halten?

Der Körper von Neugeborenen, Babys und auch Kleinkindern hat im Verhältnis zu ihrem Gewicht eine größere Oberfläche als bei Erwachsenen. Das hat zur Folge, dass sie viel schneller auskühlen. Außerdem können sich Neugeborene und Babys noch nicht durch Zittern oder Bewegung selbständig aufwärmen.

Und auch auf steigende Außentemperaturen können vor allem Neugeborene noch nicht allein reagieren. Es ist also sehr wichtig, dass du deinem Baby dabei hilfst, seine Körpertemperatur im Normalbereich zu halten, indem du auf passende Kleidung und Raumtemperatur achtest.

Wichtig ist auch zu wissen, dass sogar Kleinkinder noch nicht vollständig dazu in der Lage sind, sich in einer kühlen Umgebung wie Wasser oder Winterluft warm zu halten. Diese Fähigkeit hängt mit der Ausprägung der Muskelmasse zusammen.

So kannst du die Körpertemperatur von deinem Baby überprüfen

Der einfachste Weg, herauszufinden, ob dein Baby Wohlfühltemperatur hat oder ob ihm zu warm oder kalt ist, geht über den Nacken. Positioniere einfach deine Finger unterhalb des Köpfchens: Fühlt sich der Bereich angenehm an und weder kalt noch heiß oder gar verschwitzt, ist alles in bester Ordnung. Wenn nicht, solltest du deinem Schatz mehr bzw. weniger anziehen und natürlich die Raumtemperatur überprüfen. Solltest du den Verdacht haben, dein Kind könnte fiebern, miss bitte mithilfe eines geeigneten Thermometers nach.

Niedrige Körpertemperatur: Ist meinem Baby zu kalt oder hat es Untertemperatur?

Wenn dir auffällt, dass die Haut deines Baby oder Kindes sehr blass, leicht bläulich und kalt ist, solltest du umgehend dafür sorgen, dass sich seine Temperatur wieder erhöht. Aus medizinischer Sicht spricht man ab einer Körpertemperatur von unter 36° Celsius von Untertemperatur bzw. Unterkühlung. Es ist ganz wichtig zu wissen, dass Babys und Kleinkinder auch bei warmer Außentemperatur unterkühlen können, wenn sie beispielsweise nasse Kleidung tragen oder sich zu lange im Wasser aufhalten.

Nasse Sachen sollte umgehend ausgezogen werden. Wickle das Kind in ein Handtuch oder eine Decke ein, bis es wieder warm ist und keine Anzeichen von Unterkühlung mehr aufweist. Wärmflaschen haben im Bett von Babys und Kindern nichts zu suchen: Sie können auslaufen und so schlimme Verbrennungen verursachen. Greife lieber auf Kirschkernkissen oder spezielle Kuscheltiere zurück, die man aufgewärmt mit ins Bett legen kann.

Tipp: Auch beim Wickeln empfinden kleine Babys eine kalte Umgebungstemperatur als unangenehm und können schnell auskühlen. Besorgen dir deswegen für die ersten Monate am besten einen Heizstrahler, der für wohlige Wärme am Wickeltisch sorgt.

Erhöhte Körpertemperatur: Ist meinem Baby zu warm oder hat es schon Fieber?

Ein rotes Gesicht, ein heißer Nacken und vielleicht sogar verschwitzte Haut: ganz klar, deinem Baby ist eindeutig zu warm. Ist es im Zimmer zu stickig oder hat das Kind zu viel an? Versuche erst mal, an diesen beiden Faktoren etwas zu ändern, bevor du direkt an Fieber denkst. Wenn das zu keiner Veränderung führt, solltest du die Körpertemperatur von deinem Baby mit einem Thermometer nachmessen.

Bitte denke immer daran, dass weder Kinderwagen noch Babyschalen zugehängt werden dürfen, um das Baby warm zu halten. Damit gefährdest du die ausreichende Sauerstoffzufuhr deines Kindes und riskierst, dass es überhitzt.

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Lasst euch nicht verrückt machen!

Als frischgebackene Mama habe ich mir damals viele Gedanken darüber gemacht, ob meinem Baby zu warm oder zu kalt ist. Das lag aber vor allem auch daran, dass mich ältere Menschen in meiner Umgebung total verrückt gemacht haben, meiner Tochter sei zu kalt, denn sie hatte oft kalte Hände. Mein Tipp: Überprüft gerade am Anfang, wenn ihr noch unsicher seid, einfach öfter mal mit der Hand die Temperatur im Nacken. Mit der Zeit entwickelt ihr dann von ganz allein ein Gefühl dafür, ob es eurem Baby gerade gut geht. Lasst euch nicht verrückt machen. Übrigens: Hebamme und Kinderärztin konnten mir versichern, dass kalte Hände nichts damit zu tun haben, dass mein Baby friert. Die Nackenprüfmethode ist ein viel zuverlässigerer Hinweisgeber.

Bildquelle: Getty Images/ Elena Batkova

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