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Kinderzahnarzt finden: Diese fünf Dinge machen einen guten Kinderzahnarzt aus

Kinderzahnarzt finden: Diese fünf Dinge machen einen guten Kinderzahnarzt aus

Mach mal Ahh!

Mein Sohn hat keine Angst vorm Zahnarzt. Doch die ersten Besuche waren schwierig. Dabei hatten wir uns so viel Mühe gegeben, einen guten Kinderzahnarzt zu finden. Das Wartezimmer war klasse, aber ansonsten passte einfach nichts. Ich fühlte mich nicht wohl und er dann natürlich auch nicht. Nach zwei Versuchen mit zwei Ärztinnen haben wir die Praxis gewechselt. Heute gibt es immer noch tausend Dinge, die er lieber tut, aber der Zahnarztbesuch ist kein Problem mehr.

Die meisten Kinder kommen erst einmal ohne Angst vor dem Zahnarzt oder der Zahnärztin auf die Welt. Damit das so bleibt, sollten sie sich bei den ersten Besuchen dort wohl fühlen. Und dafür ist es wichtig, den richtigen Kinderzahnart zu finden. Zahnarzt Srdan Milakovi verrät, woran ihr eine*n gute*n Zahnärzt*in für Kinder erkennt. Es muss nämich nicht unbedingt ein Kinderzahnarzt sein.

#1 Erst kennenlernen, dann bohren!

Euer Kind sollte Zahnärzt*in und Praxis erst einmal kennenlernen, bevor eine Behandlung durchgeführt wird. Deshalb ist es wichtig, schon früh zum Zahnarzt zu gehen und nicht erst dann, wenn die ersten Beschwerden oder Karies auftreten. Aber auch wenn ihr den ersten Zahnarztbesuch erst später angeht und euer Kind bereits ein Loch im Zahn hat, sollte der Zahnarzt nicht gleich bohren. Stattdessen sollte euer Kind ich in Ruhe auf den Behandlungsstuhl setzen und mit dem Zahnarzt reden. Hat euer Kind Vertrauen gefasst, kann der Zahnarzt oder die Zahnärztin in den Mund schauen. Die erste Behandlung sollte dann frühestens beim zweiten Besuch stattfinden.

#2 Geduld und Freundlichkeit sind gefragt!

Ein guter Zahnarzt sollte Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen mitbringen. Denn macht das Kind den Mund nicht auf, kann der Zahnarzt Zähne und Zahnfleisch auch nicht untersuchen und behandeln. Euer Kind fasst aber nur das nötige Vertrauen, wenn der Zahnarzt kindgerecht auf seinen kleinen Patienten eingeht. Dafür muss er sich Zeit nehmen und geduldig sein. Für gewöhnlich kann euer Kind sein Kuscheltier oder ein anderes Spielzeug im Arm halten, während es auf dem Untersuchungsstuhl sitzt. Das gibt ihm Sicherheit und eine extra Portion Mut.

# 3 Mit wem spricht der Zahnarzt?

Ihr erkennt eine gute Zahnärztin daran, dass sie nicht über den Kopf eueres Kindes hinweg mit euch redet, sondern direkt mit eurem Kind. Dabei sollte sie eurem Kind alles erklären – und zwar so, dass ihr kleiner Patient dies auch versteht. Denn die Angst vor dem Zahnarzt ist oft die Angst vor dem Unbekannten: Was tut die Zahnärztin denn da in meinem Mund? Was sind diese Geräte, die sie benutzt? Wenn euer Kind versteht, was eine Zahnärztin eigentlich macht, warum sie in den Mund schaut und wozu die „komischen“ Instrumente dienen, verschwindet die Angst vor dem Unbekannten und euer Kind ist entspannter. Beantwortet eurem Kind auch Fragen, die schon vor dem Zahnarztbesuch aufkommen, um ihm die Angst vor dem Neuen zu nehmen.

#4 Vorsorge ist das A und O!

Der Zahnarzt sollte nicht nur kurz in den Mund schauen und prüfen, ob die Zähne Löcher haben, sondern viel Wert auf Prophylaxe legen. Dazu gehört auch, dass er seinem kleinen Patienten zeigt, wie er richtig Zähne putzt. Er sollte eurem Kind auch kindgerecht erklären, warum Zähneputzen und regelmäßige Zahnarztbesuche wichtig sind. Außerdem gibt euch der Zahnarzt auch Tipps, wie ihr euer Kind zum Zähneputzen animieren könnt, welche Lebensmittel schlecht für die Kinderzähne sind und wie ihr den Zahnarztbesuch mit Spaß und Spiel verbinden können, wenn euer Kind einmal nicht ganz so freiwillig zur Kontrolluntersuchung mitkommen will.

#5 Ist die Zahnarztpraxis auf Kinder eingestellt?

Gibt es im Wartezimmer eine nette Spielecke mit genügend Spielzeug und Büchern? Gehen die Praxismitarbeiter auf euer Kind ein? Sind sie freundlich und geduldig? Wird euer Kind während der Behandlung abgelenkt? Bekommt es nach einem erfolgreichen Besuch eine Belohnung?

All dies sind Zeichen, dass die Zahnarztpraxis auf Kinder eingestellt ist und diese auch gerne behandelt. Dort fühlen sich Kinder meist auch wohl und gehen gerne wieder hin.
Habt ihr einmal den passenden Zahnarzt gefunden, geht euer Kind für gewöhnlich auch gerne wieder dorthin. Wichtig ist dabei, dass die Chemie zwischen Kind und Zahnärztin stimmt.

LESEMAUS 111: Wir gehen zur Zahnärztin: Vom Zähneputzen bis zum Zahnarztbesuch (111)
LESEMAUS 111: Wir gehen zur Zahnärztin: Vom Zähneputzen bis zum Zahnarztbesuch (111)

Sind eure Kinder schon älter, dann bezieht sie in die Auswahl des Zahnarztes mit ein und gebt nicht nicht auf, wenn ihr nicht gleich den passenden finden. Sucht lieber länger, bevor ihr euch für einen Arzt der oder nicht der Richtige ist.

Bonus-Punkt: Kieferorthopädie

Einen richtigen Glücksgriff könnt ihr machen, wenn der Kinderzahnarzt auch gleichzeitig Kieferorthopäde ist. In diesem Fall kann er auch den richtigen Stand der Zähne immer im Blick behalten, euch sagen, wann es vielleicht Zeit ist, sich vom Schnuller zu verabschieden und in der Wackelzahnpubertät frühzeitig erkennen, ob eine Spange hilfreich werden könnte.

Ihr nehmen eurem Kind auch die Angst vor dem Zahnarztbesuch, wenn ihr es zu einem eurer eigenen Prophylaxe- oder Behandlungstermine mitnehmt und das Kind sehen kann, wie tapfer Mama oder Papa auf dem Behandlungsstuhl sitzt. Ganz wichtig ist dabei natürlich, dass ihr auch wirklich tapfer dort sitzt. Habt ihr selbst Angst vor dem Zahnarzt, lasst es euch nicht anmerken, damit ihr eure Angst nicht auf eure Kinder übertragt. Eventuell eignet sich ja auch euer eigener Zahnarzt für euer Kind?

Möchte euer Nachwuchs mal nicht zum anstehenden Kontrollbesuch gehen, hilft es oft, den Zahnarzttermin mit einem kleinen Ausflug zu kombinieren: zur Eisdiele, an den großen Spielplatz oder auch in die Bücherei. Damit motiviert euer Kind zusätzlich und vermittelt ihm auch, dass der Zahnarztbesuch mit Spiel und Spaß verbunden ist.

Ein gutes Gefühl

Die erste Zahnarztpraxis für Kinder, in der wir waren, hatte ein tolles Wartezimmer mit Bällebad und Rutsche. Die Ärztin nahm sich wahnsinnig viel Zeit für Erklährungen. Zu viel Zeit, denn nach fünf Minuten Einführung in Mundschutz, Lampe und Gerätschaften wollte mein Sohn nicht mehr. Durch das lange Vorgeplänkel war die Nervosität in ihm gestiegen und der Mut hatte ihn verlassen. Er wollte nur noch raus. Für manche Kinder ist ein langsames heranführen bestimmt eine gute Methode, für meins nicht. Bei ihm zieht eher die "Augen zu und durch"-Methode. Die Tipps unseres Profis sind super hilfreich, wenn ihr den richtigen Kinderzahnarzt finden wollt. Am Ende entscheidet aber, wie so oft, euer Gefühl - und das eurer Kinder.

Bildquelle: Getty Images / Rawpixel

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