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Bloggerin Carmushka bekennt sich zu ihrer Schwangerschafts­depression

Dunkle Tage

Bloggerin Carmushka bekennt sich zu ihrer Schwangerschafts­depression

Seit einer Weile wissen ihre Fans, dass die Bloggerin und Influencerin schwanger ist. Doch seither wurde es etwas still. Nun teilt sie auf ihrem Blog ganz offen und ehrlich ihre Gedanken und verrät, wie schlecht es ihr körperlich und psychisch anfangs wirklich ging. 

"Schwangerschaftsdepression. Ein heftiges Wort. Und vor allem ein heftiges Gefühl."

Bloggerin Carmen Kroll, besser bekannt als Carmushka, schreibt auf ihrer Website normalerweise über Fashion- und Lifystylethemen. Doch seit sie schwanger ist, beschäftigt sie sich auch mit Mütter- und Babythemen. Was ihre persönlichen Gefühle anging, hielt sie sich bisher allerdings zurück. Warum das so war, erfahren wir in ihrem aktuellen sehr persönlichen Blogpost. Sie schreibt dort, dass sie zu Beginn ihrer Schwangerschaft an einer Schwangerschaftsdepression litt und es ihr körperlich sehr schlecht ging. Zu ihren traurigen Gedanken kamen Appetitlosigkeit, Schwindel, extreme Übelkeit und Erschöpfung hinzu.

Ich sollte mich doch gerade glücklich schätzen, dass wir dieses kleine Wunder haben entstehen lassen? Es ist der sechste Tag in Folge, dass ich weine. Ich bin tieftraurig. Erklären kann ich mir das nicht so wirklich, aber es fühlt sich so echt an. Was ist wenn mein Kind jetzt denkt, dass es bei mir nicht willkommen ist? Ich meine ich freue mich doch..

Aus ihrem Tagebuch, carmushka.de

Zu den zweifelnden Gedanken kam die Angst um das Baby

Obowohl sie sich auf ihr Baby freute, konnte sie die dunklen Gedanken und Zweifel kaum loswerden. In dieser Zeit fiel ihr auch die Präsenz auf ihren Social Media Kanälen schwer, mit derer sie eigentlich ihr Geld verdient. Hiervon musste sie eine Pause machen. Körperlich ging es ihr wohl so schlecht, dass sie sogar wegen Blutungen ins Krankenhaus musste und die eingebildete Angst um ihr Baby sich plötzlich real anfühlte. Nach einer Untersuchung stellte sich jedoch heraus, das alles dennoch gut sei und es dem Baby gut gehe. Gegen ihre starke Übelkeit bekam sie Medikamente, die ihr halfen, so dass diese mit der 12. Schwangerschaftswoche vorbei war.

Es fiel mir sehr schwer die Anfangszeit in der Schwangerschaft zu genießen. Und bis heute – ich bin gerade in der 26sten Schwangeschaftswoche – gibt es selten Tage an denen ich wirklich so richtig gerne schwanger bin.

carmushka.de

Sie schreibt, dass es ihr jetzt in der 26. Schwangerschaftswoche besser geht und ihr Mann Niklas eine große Stütze war. Mit ihm harrte sie die vielen Tage ohne Kontakt zu ihrer Familie und Freunde zu Hause aus. Dies trug sicherlich nicht unbedingt dazu bei, dass depressive Gedanken verschwinden. Doch sie schreibt, dass sie sich mit ihrem Mann zu Hause einigelte und irgendwann anfing, die Schwangerschaft mehr genießen zu können.

Tabu Schwangerschaftsdepression: Warum schwangere Frauen selten über diese Gefühle reden

Unter ihrem ehrlichen Blogpost kommentieren viele Frauen, wie dankbar sie Carmushka über ihre offenen Worte sind. Auch unter ihrem Instagram-Post äußern viele, dass es ihnen ähnlich ging bzw. sie sich freuen, dass die Bloggerin auch diese negativen Gedanken teilt. Es ist unter werdenden Müttern immer noch ein Tabu über solche Gefühle zu reden. Eine Schwangere gilt als gesegnet und solle sich möglichst über das kostbare Leben in ihr freuen. Viele Schwangere empfinden den Hormonrausch als äußertes Glücksgefühl.

Doch die hormonelle und körperliche Umstellung kann eine werdende Mutter auch ganz anders treffen. Ca. zehn bis fünfzehn Prozent der schwangeren Frauen leiden unter einer Schwangerschaftsdepression (peripatalen Depression), aber viele trauen sich nicht, darüber zu sprechen. Dabei ist es sehr wichtig, dass man mit diesen Gedanken ehrlich und offen umgeht und mit seiner Gynäkologin bzw. dem Gynäkologen redet. Denn eine Depression kann sich negativ auf das Ungeborene auswirken und je nach Ausprägung auch in manchen Fällen zu einer Fehlgeburt führen. Daher fasst euch unbedingt ein Herz und sprecht mit eurem Partner und eurem Arzt oder eurer Ärztin darüber, wenn ihr schwanger seid und ähnliche Gefühle euch quälen. Dieser kann euch helfen und bespricht mit euch, welche Medikamente ggf. vielleicht in Frage kommen könnten. Ihr müsst da nicht alleine durch.

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Solltet ihr selbst depressive Gedanken haben, könnt ihr euch anonym und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 an die Telefonseelsorge  wenden. Eine E-Mail-Beratung bekommt ihr außerdem unter ts-im-internet.de.

Bildquelle: Getty Images/Thomas Niedermueller

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